Fuerteventura beschäftigt sich mit der drohenden Unterbrechung der Fährlinie nach Cádiz, der neuen Müllgebühr in Puerto del Rosario, Polizeiermittlungen nach Jugendgewalt und weiteren aktuellen Entwicklungen auf der Insel.
Fährlinie Puerto del Rosario–Cádiz: Parlament drängt auf schnelle OSP-Verlängerung
Der kanarische Landtag hat einen Antrag der Partido Popular angenommen und die spanische Regierung zum sofortigen Handeln aufgefordert. Fernando Enseñat, PP-Abgeordneter für Fuerteventura, kritisierte die Regierung von Pedro Sánchez, weil die Verpflichtung zum öffentlichen Dienst für die Route zum 30. Juni ausläuft.
Enseñat erklärte, ohne Erneuerung seien keine Sommerreservierungen möglich gewesen, Reisen seien storniert oder über andere Inseln umgeleitet worden. Er warnte vor Folgen für Versorgung und Wirtschaft: Personen, Fahrzeuge und Waren müssten dann zwingend über andere Inseln transportiert werden.
Puerto del Rosario: PP fordert konkrete Schritte zur Senkung der Müllgebühr
Die Partido Popular in Puerto del Rosario hat vor dem Versand der ersten Bescheide konkrete Maßnahmen zur Senkung der neuen Müllgebühr verlangt. Sprecherin Ana Padilla erklärte, die Ankündigung einer späteren Überprüfung schaffe mehr Unsicherheit, weil Bürger wissen müssten, was sie zahlen und was das Rathaus dagegen unternehme.
Die PP schlug vor, dass die Inselverwaltung Puerto del Rosario für Kosten der Müllanlage entschädigt, die der gesamten Insel dient. Für 2026 bezifferte sie den Aufwand des Rathauses auf 1,5 Millionen Euro. Zudem brachte die Partei eine Senkung der Grundsteuer ins Spiel; die Stadt setzt bisher auf ein Bonussystem.
Puerto del Rosario: Polizei identifiziert fünf Minderjährige nach Angriff
Die Polizei in Puerto del Rosario hat fünf Minderjährige als mutmaßliche Täter einer Gewalttat gegen einen ebenfalls minderjährigen Jugendlichen identifiziert. Die Familie des Opfers hatte Anzeige erstattet, nachdem der Angriff auf offener Straße stattgefunden hatte und Aufnahmen davon in sozialen Medien kursierten.
Die Ermittler stellten fest, dass einige Verdächtige eigens aus einem anderen Ort angereist waren, um den Jugendlichen nahe seines Wohnumfelds zu stellen. Das Opfer erlitt leichte Verletzungen und zeigte Anzeichen von Angst und Stress. Die Polizei übergab den Bericht an die Jugendstaatsanwaltschaft in Las Palmas.
Flughafen Fuerteventura: Guardia Civil nimmt Mann mit Haftbefehl fest
Die Guardia Civil hat am Flughafen Fuerteventura einen 42-Jährigen wegen mutmaßlichen Drogenhandels festgenommen. Bei einer routinemäßigen Kontrolle überprüften Beamte die Passagierdaten und stellten fest, dass gegen den Reisenden ein Haftbefehl vorlag.
Bei der anschließenden Sicherheitskontrolle fanden die Einsatzkräfte mehrere Pakete mit einer braunen, harzartigen Substanz, die nach erster Prüfung vermutlich rund zwei Kilogramm Haschisch enthielten. Der Mann wurde festgenommen und der Justiz übergeben – sowohl wegen des Fundes als auch wegen des bestehenden Haftbefehls.
Inselverwaltung Fuerteventura: Lola García zieht Bilanz im Plenum
Die Präsidentin der Inselverwaltung, Lola García, hat im Plenum am Freitag eine Zwischenbilanz der laufenden Legislatur gezogen. Sie erklärte, die Zusammenarbeit mit anderen Verwaltungen habe Investitionen in zentrale Projekte ermöglicht – darunter mehr als 60 Millionen Euro für die Wasserversorgung sowie Vorhaben im Wohnungsbau.
García nannte außerdem 16 Millionen Euro für Straßen, eine zu 50 Prozent erneuerte Busflotte und mehr als 40 Millionen Euro für die Abfallwirtschaft. Bis 2026 sollen soziosanitäre Plätze auf 442 steigen; geplant sind zudem eine Residenz in Gran Tarajal und eine Einrichtung für psychische Gesundheit.
Puerto Lajas: ECOMARIS demonstriert Drohneneinsatz für Küsten- und Meeresschutz
Das Projekt ECOMARIS hat auf Fuerteventura mit einer Drohnenflugdemonstration am Strand von Puerto Lajas seinen Abschluss gefunden. Das Vorhaben wird vom Institut ECOAQUA der Universität Las Palmas de Gran Canaria geleitet und über INTERREG MAC 2021 bis 2027 gefördert; das Biosphärenreservat Fuerteventura organisierte das Abschlusstreffen.
Umweltdezernentin Marlene Figueroa betonte die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit. Isidoro Quintero von Tecnofly erläuterte, Drohnen kombinierten biologische und luftgestützte Daten, um Lebensräume besser zu kartieren. Workshops behandelten Unterwasserlärm, Geodaten und den Drohneneinsatz in Küstengebieten.
Antigua: Bürgermeister Juan Cabrera verteilt Ressorts der neuen Regierungsgruppe
Bürgermeister Juan Cabrera hat im Sitzungssaal die Zuständigkeiten der neuen Regierungsgruppe in Antigua bekannt gegeben. Er erklärte, die Regierung wolle transparent arbeiten und Dialog sowie Offenheit gegenüber den Bürgern stärken; er selbst übernahm die Bereiche Bauwesen und Dienstleistungen.
David Alberto Guerra erhielt unter anderem Stadtplanung, Infrastruktur, Wasser, Sicherheit und Notfälle. Ana Sofía Fonseca Alves Nunes übernahm Sozialdienste und Jugend, Iván Alejandro García Brito Sport und Verkehr. Weitere Ressorts gingen an Victoria Cerdeña González, Lucila Guillermina Ruiz Gutiérrez, Agustín Guillermo Rodríguez Cabrera, Giuseppe Signorino und Sebastiana Verde.
Puerto del Rosario: Neues Wandbild als Zeichen gegen Intoleranz enthüllt
Puerto del Rosario hat das Wandbild "Una capital orgullosa" enthüllt – eine direkte Reaktion auf die Beschädigung eines früheren Pride-Motivs. Die Künstlerin Monono.art schuf das Werk im Rahmen von Puerto Diverso 2026; bei der Eröffnung waren Mitglieder von ALTIHAY Fuerteventura und Anwohner anwesend.
Bürgermeister David de Vera erklärte, das Wandbild sei eine Antwort auf Intoleranz und solle Gleichheit verteidigen. Gleichstellungsbeauftragte Tacoremi Gutiérrez sagte, die Neugestaltung zeige, dass Hassbotschaften keinen Platz hätten und Sichtbarkeit zur Identität der Gemeinde gehöre.
Universidad de Verano de Fuerteventura: Experten diskutieren Strategien gegen Desinformation
Die IV Universidad de Verano de Fuerteventura hat ihre Ausgabe nach fünf Tagen Debatte über Desinformation abgeschlossen. Fachleute sprachen über Verifikation, Medienbildung und digitale Werkzeuge zur Stärkung einer informierten Bürgerschaft; auch Algorithmen, Medienvertrauen und politische Kommunikation kamen zur Sprache.
Joaquín Ortega von Newtral stellte KI-gestützte Ansätze zur Erkennung von Kampagnen vor, Guillermo Rodríguez von der Cadena SER schilderte redaktionelle Herausforderungen. Jorge Ocaña von EFE Verifica betonte, niemand sei immun gegen Falschinformationen; Estefanía de Antonio von RTVE erläuterte die Arbeitsweise von Verifikationseinheiten.





