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    Fuerteventura Nachrichten 26. Juni 20267 Min. Lesedauer

    Pflegepreis für Fuerteventura: Das steckt wirklich dahinter

    Kanaren News Fuerteventura News-Ticker

    Fuerteventura diskutiert die Fährverbindung nach Cádiz, neue Impulse für Wirtschaft und Handel in Puerto del Rosario sowie eine Auszeichnung für die Pflege auf der Insel.

    Streit um die Fährlinie Puerto del Rosario–Cádiz

    Die Zukunft der Fährverbindung zwischen Puerto del Rosario und Cádiz beschäftigt die kanarische Politik. Im Parlament drängte der nationalistische Abgeordnete Mario Cabrera González vom Grupo Nacionalista Canario auf eine beschleunigte Neuausschreibung der öffentlichen Dienstverpflichtung, deren Verlängerung am 30. Juni auslief.

    Der PSOE auf Fuerteventura verwies dagegen auf den Einsatz der spanischen Regierung unter Ministerpräsident Pedro Sánchez und begründete die Lage mit dem auslaufenden Vertrag und einer operativen Umstrukturierung der Reederei Baleària. Der sozialistische Abgeordnete Rafael Nogales rief dazu auf, keine Unsicherheit zu schüren. Bürgermeister David de Vera schrieb Briefe an das Verkehrsministerium und die Handelsmarine.

    Puerto del Rosario: Datenbasierte Strategie für Gründer

    Die Stadtverwaltung hat einen Bericht zu Geschäftsmöglichkeiten als Werkzeug für Unternehmertum vorgestellt. Das Projekt wertete mehr als 800 Geschäfte aus, führte 221 Umfragen durch und analysierte dreizehn Sektoren mit Karten, Demografie und digitalen Methoden. Daraus leiteten die Verantwortlichen zehn Chancenpakete für konkrete Standorte ab.

    Bürgermeister David de Vera erklärte, das Rathaus wolle Gründern mit belastbaren Daten zur Seite stehen. Handelsbeauftragte Tacoremi Gutiérrez kündigte an, die Ergebnisse praktisch zu nutzen, um Leerstände zu füllen und die Aktivität in den Stadtteilen zu stärken. Ergänzend startete die Kommune ein digitales Verzeichnis verfügbarer Lokale mit Beratung und Standortprofilen.

    Auszeichnung für evidenzbasierte Pflege auf Fuerteventura

    Die Gerencia de Servicios Sanitarios auf Fuerteventura hat den Status als Centro Comprometido con la Excelencia en Cuidados® erhalten. In drei Jahren setzte die Einrichtung Empfehlungen aus wissenschaftlichen Studien in Krankenhaus und Primärversorgung um und verankerte vier Leitlinien – darunter Stillförderung, Gefäßzugänge sowie Prävention bei Diabetesfuß und Stomaversorgung.

    Insgesamt setzten 89 Einheiten 39 Empfehlungen um; die Diabetesfuß-Leitlinie lief in 68 Einheiten. Die Struktur stützte sich auf 150 aktive Impulsgeber und ein 14-köpfiges Komitee. Mehr als 1.300 Fachkräfte erhielten Schulungen. Für 2026 bis 2028 plant die Gerencia zusätzliche Leitlinien zur Prävention von Kinderobesität.

    La Oliva startet Kampagne gegen chemische Unterwerfung

    Der Stadtrat hat die Kampagne "Planta cara a la sumisión química" gegen chemische Unterwerfung als Form sexueller Gewalt gestartet. Sozialdezernentin Joana Pérez Carreño leitet die Initiative, die Prävention, Erkennung und Reaktion vermittelt und dafür Schlüsselakteure wie die lokale Polizei und Jugendgruppen schult.

    Bürgermeister Isaí Blanco erklärte, die Kampagne solle Vorfälle verhindern und auch junge Menschen über soziale Medien erreichen. Bei Veranstaltungen verteilt die Gemeinde spezielle Deckel für Gläser, die das unbemerkte Beimischen von Drogen erschweren sollen.

    Betancuria bereitet kommunalen Notfallplan PEMU vor

    Die Gemeinde Betancuria stellt die Verabschiedung ihres kommunalen Notfallplans PEMU in Aussicht. Lolina Negrín, Sicherheits- und Notfallbeauftragte der Inselverwaltung, besprach mit Vertretern der Kommune und Bürgermeister Enrique Cerdeña Méndez den Stand der technischen Ausarbeitung sowie die administrativen Schritte bis zur endgültigen Genehmigung.

    Als letzter Schritt gilt die Einreichung bei der Autonomen Kommission für Zivilschutz und Notfallbetreuung der Kanaren. Betancuria wäre damit die erste Gemeinde auf Fuerteventura mit weniger als 20.000 Einwohnern, die den PEMU verabschiedet. Der Plan wird in den Territorialen Notfallplan der Kanaren PLATECA integriert.

    Projekt zum Corral del Concejo de Virama vorgestellt

    Ein Projekt zur Bewahrung des Corral del Concejo de Virama hat das ethnografische Erbe auf Fuerteventura aufgearbeitet. Im Centro Polivalente im Valle de Santa Inés präsentierte die Initiative des Grupo de Desarrollo Rural Maxorata und der Landwirtschafts-, Viehzucht- und Fischereibehörde der Inselverwaltung ein Video mit Zeugnissen zur Geschichte des Ortes.

    Die Organisatoren verteilten zudem eine Informationsbroschüre zu den Ergebnissen der Arbeiten. Finanziert wurde das Vorhaben im Rahmen der lokalen Entwicklungsstrategie, unter anderem mit Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums FEADER sowie Beiträgen des spanischen Landwirtschaftsministeriums MAPA und der Regierung der Kanaren.

    Sommeruniversität Fuerteventura: Debatte über Desinformation und KI

    Die IV. Sommeruniversität von Fuerteventura hat die Folgen von Desinformation, Künstlicher Intelligenz und Algorithmen für den Journalismus thematisiert. Mónica Prado von Antena 3 Noticias erklärte, Vertrauen bleibe das wichtigste Kapital der Medien, und forderte stärkere Verifikationsmechanismen gegen manipulierte Inhalte.

    Der Journalist Pedro Piqueras sprach über den Wandel der Medien und die Bedeutung von Genauigkeit. Álvaro Caballero von Radio Televisión Española RTVE kritisierte unwissenschaftliche Theorien im digitalen Raum, Lara Carrascosa von der Universität La Laguna verlangte mehr Transparenz von Technologiekonzernen. Adargoma Hernández, Bildungs- und Jugendrat, und Inselpräsidentin Lola García würdigten die Debatte.

    La Oliva enthüllt Pride-Mural "Vivir sin miedo" in La Caldereta

    Die Gemeinde La Oliva hat in La Caldereta das Mural "Vivir sin miedo" zum LGTBIQ+-Stolz 2026 präsentiert. Sozialdezernentin Joana Pérez Carreño leitete das Projekt, die Asociación Altihay unterstützte es, und Künstler Ale Mesa orientierte sich an der Bildsprache von Keith Haring.

    Bürgermeister Isaí Blanco bezeichnete das Werk als symbolische Unterstützung für die LGTBIQ+-Gemeinschaft. Die Herzen im Zentrum verweisen auf die trans- und nicht-binäre Flagge und sollen Solidarität mit Gruppen ausdrücken, die zuletzt vermehrt Ziel von Angriffen waren.

    Kanaren zeigen Anteilnahme nach Erdbeben in Venezuela

    Regierungspräsident Fernando Clavijo hat seine für Donnerstag geplante Agenda gestrichen und die Lage nach den nächtlichen Erdbeben in Venezuela verfolgt. Sein Büro teilte mit, Clavijo habe in ständigem Kontakt mit zuständigen Behörden gestanden, um mögliche Auswirkungen auf die kanarische Gemeinschaft in Venezuela zu bewerten.

    In Venezuela starben nach Angaben der amtierenden Präsidentin Delcy Rodríguez mindestens 32 Menschen, mehr als 700 wurden verletzt, der Staat La Guaira galt als Katastrophengebiet. Der US Geological Survey meldete zwei starke Beben nahe Morón mit den Stärken 7,2 und 7,5. Clavijo sprach auf X von Schmerz und Trauer und sandte Solidarität an rund 70.000 Kanarier im Land.

    112 Canarias bildet Nachwuchs im Notfallmanagement aus

    Das Centro Coordinador de Emergencias y Seguridad 112 Canarias hat zwanzig Schüler in Notfallkoordination und Zivilschutz ausgebildet. Die Ausbildung lief in den Einsatzräumen auf Gran Canaria und Teneriffa sowie in der Direktion für Notfälle und umfasste eine 500-stündige Praxisphase.

    Die Teilnehmer übten den Einsatz des Grupo de Emergencias y Salvamento, arbeiteten mit einem Mobilen Kommandoposten und trainierten Kommunikations- und Koordinationsabläufe. Vertreter der kanarischen Regierung ehrten die Praktikanten zum Schuljahresende, darunter Manuel Miranda und Montse Román sowie Marcos Lorenzo und Fernando Figuereo.

    Kanaren fordern Rückkehr zum alten IMSERSO-Zugangssystem

    Der Grupo Nacionalista Canario hat im Parlament eine Proposición No de Ley durchgesetzt, die die spanische Regierung zur Rückkehr zum früheren Zugangssystem des Sozialtourismusprogramms des Instituto de Mayores y Servicios Sociales auffordert. Die Abgeordnete Jana González Alonso erklärte, keine ältere Person solle wegen digitaler Hürden ausgeschlossen werden.

    Sie kritisierte, das neue Verfahren verlagere Bürokratie auf die Nutzer und verschärfe die digitale Kluft auf den Kanarischen Inseln. Der Antrag verlangt Verhandlungen mit dem spanischen Gemeindeverband Federación Española de Municipios y Provincias und den kommunalen Verbänden, um persönliche Beratung über lokale Verwaltungen zu sichern und Einsamkeit im Alter entgegenzuwirken.

    Mehr Beteiligung der Cabildos an Universitätsfinanzierung diskutiert

    Die Präsidenten der Sozialräte der beiden öffentlichen Universitäten haben eine stärkere Einbindung der Inselverwaltungen in die Hochschulfinanzierung angesprochen. Ana B. Suárez Calvo und Francisco Almeida Ossa trafen dazu Lola García, die als Präsidentin der Federación Canaria de Islas die Interessen der Cabildos vertritt.

    Die Gesprächspartner warben für ein stabiles Finanzierungsmodell und verwiesen auf die Bedeutung der Universitäten für Talent, Forschung und Entwicklung. Diskutiert wurde auch, ob Mittel aus dem Fondo de Desarrollo de Canarias für Hochschulbildung und Innovation genutzt werden könnten. García zeigte sich offen für die Vorschläge.

    Fuerteventura: Bewerbungen für Sportprojekte mit Inselinteresse geöffnet

    Die Inselverwaltung hat eine Einreichungsfrist gestartet, in der Vereine und Veranstalter Projekte als sportliches Interesse der Insel anmelden konnten. Bis zum 26. Juni konnten Veranstaltungen und Infrastrukturen eingereicht werden, die soziale, wirtschaftliche oder sportliche Wirkung entfalten und in die Strategie eSPORTura25-35 passen.

    Sportdezernent Luis González erklärte, das Verfahren solle Projekte mit Mehrwert identifizieren und die Planung künftiger Unterstützung verbessern. Die Bewertung erfolgt nach technischen Kriterien wie Nachhaltigkeit, Zugänglichkeit und organisatorischer Qualität; möglich sind Zertifizierungen in Gold, Silber oder Bronze. Eine automatische Förderung ist damit nicht verbunden.

    Erdbeben Puerto del Rosario Sport Wirtschaft
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