Ein einjähriges Mädchen stirbt nach einem Poolunfall in Lajares, die kanarische Regierung kündigt Millionen für Wasserinfrastruktur an, und eine Mobilitätsplattform streitet um Busfahrpläne. Das bewegt Fuerteventura derzeit.
La Oliva: Einjähriges Mädchen stirbt nach Poolunfall in Lajares
Ein einjähriges Mädchen ist nach einem Ertrinkungsunfall in einem Hotelpool in Lajares gestorben. Der Vorfall ereignete sich am 15. Juni vor 9 Uhr, als das britische Kind leblos im Wasser gefunden wurde und einen Herzkreislaufstillstand hatte. Rettungskräfte des Servicio de Urgencias Canario brachten das Herz wieder zum Schlagen und flogen das Kind per Hubschrauber nach Gran Canaria. Eine Woche lang lag es auf der Intensivstation des Universitätsklinikums Materno Infantil, bevor es trotz Behandlung starb. Die Organisation Canarias, 1500 Km de Costa mahnte danach zur ständigen Aufsicht von Kindern am Wasser.
Fuerteventura: 4,42 Millionen Euro für Wasser und Abwasser
Die kanarische Regierung hat eine Kreditübertragung von 4,42 Millionen Euro für Wasser- und Abwasserprojekte auf den Kanarischen Inseln genehmigt. Davon sollen auch Vorhaben auf Fuerteventura profitieren, darunter die Sanierung der Abwasseranlagen in El Cotillo, die Anwohner seit Jahren fordern. Die Asamblea Majorera Coalición Canaria Fuerteventura verwies auf Fortschritte seit der 2023 ausgerufenen Wasserkrise und erklärte, die Versorgung sei inzwischen stabil. Genannt wurden laufende Arbeiten an Netzen in Puerto del Rosario und Corralejo sowie Vorhaben wie Kläranlage und Pumpstation. Zudem arbeite die Regierung mit der Inselverwaltung an einer neuen Entsalzungsanlage im Süden.
Fuerteventura: Plattform fordert Rückkehr zu alten Bustakten
Die Plattform für nachhaltige Mobilität verlangt die Rückkehr zu früheren Taktfrequenzen im öffentlichen Nahverkehr auf Fuerteventura. Sie kritisiert, dass mehrere Linien nach einer Umstrukturierung seltener fahren, obwohl neue Elektrobusse eingeführt wurden. Als Beispiel nannte die Gruppe die Linie 3, die von vier Fahrten auf einen Dienst pro Stunde reduziert worden sei und Tausende Fahrgäste betreffe. Zonen wie das Hospital General, El Matorral und Playa Blanca hätten schon bei 15-Minuten-Takten Überfüllung erlebt. Die Plattform fordert die sofortige Wiederherstellung der alten Fahrpläne, eine öffentliche Auslastungsanalyse und den Einsatz der Elektrobusse zur Verstärkung bestehender Linien.
Puerto del Rosario: Tribunal Supremo stärkt Taxiregeln
Das Ayuntamiento von Puerto del Rosario hat ein Urteil des Tribunal Supremo zur Vermittlung im Taxigewerbe begrüßt. Das Gericht erkannte an, dass öffentliche Verwaltungen Bedingungen für Vermittlungsunternehmen setzen können, sofern diese begründet und verhältnismäßig sind. Bürgermeister David de Vera erklärte, das Urteil gebe Gemeinden Rechtssicherheit bei der Organisation und Überwachung eines wesentlichen Dienstes. Transportbeauftragter Luis Chacón sagte, die Regeln stärkten Nutzerrechte, Servicequalität und Stabilität, weil Plattformen künftig innerhalb eines regulierten Rahmens arbeiten müssten.
Pájara: Gemeinde aktualisiert Taxiordnung
Der Stadtrat von Pájara hat die Aktualisierung der Taxiordnung beschlossen. Verkehrsdezernent José Díaz erklärte, die bisherige Regelung sei veraltet gewesen, weil sich Mobilitätsbedürfnisse und Technologien verändert hätten. Bürgermeister Alejandro Jorge bezeichnete die neue Ordnung als strategisches Instrument für effizientere und zugänglichere kommunale Dienste. Die Verordnung enthält zudem Maßnahmen für mehr Inspektion und Kontrolle, damit sich der Service besser an Einwohner und Touristen anpasst.
Fuerteventura: 77 neue Guardia-Civil-Beamte angekündigt
Der PSOE auf Fuerteventura hat den Einsatz von 77 zusätzlichen Beamten der Guardia Civil in den kommenden Wochen angekündigt. José Cabrera, Sekretär für kommunale Politik der Sozialisten auf Fuerteventura, sagte, die Präsenz der Sicherheitskräfte sei deutlich gestiegen. Die Beamten sollen in Corralejo, Puerto del Rosario, Gran Tarajal, Morro Jable und bei der Usecic eingesetzt werden. Cabrera erklärte, Gran Tarajal habe noch nie so viele Kräfte gesehen, und kritisierte politische Stimmen, die mit Gerüchten Verwirrung stifteten. Details zur Verstärkung werde die Guardia Civil selbst bekanntgeben.
Fuerteventura: ECOMARIS bündelt Küsten- und Meeresforschung
Fuerteventura hat die zweite Ausgabe des internationalen Treffens ECOMARIS ausgerichtet. Das Institut ECOAQUA der Universität Las Palmas de Gran Canaria leitete die Initiative, die Partner aus den Kanaren, Madeira, Kap Verde sowie São Tomé und Príncipe zusammenbrachte. Zur Eröffnung sprachen unter anderem Marlene Figueroa als Umweltdezernentin der Inselverwaltung und Yaiza Fernández Palacios vom ECOAQUA-Institut. Das Treffen lief vom 24. bis 26. Juni und bot Workshops zu Küstenbeobachtung, Drohnen und geographischer Informationsverwaltung. Ziel war, Methoden und Technologien stärker in die Praxis zu übertragen.
Betancuria: CC AM schlägt Geburtsprämien und Stipendien vor
Die Coalición Canaria Asamblea Majorera hat finanzielle Anreize gegen die Abwanderung aus Betancuria vorgeschlagen. Sprecher Enrique Pérez erklärte, niedrige Geburtenrate und hohes Durchschnittsalter erschwerten jungen Familien die Ansiedlung. Geplant sind 1.500 Euro pro Geburt und 2.000 Euro bei anerkannter Behinderung ab 33 Prozent, rückwirkend ab dem 1. Januar 2026. Zusätzlich sollen Stipendien für in Betancuria gemeldete Schüler in weiterführender Ausbildung Mehrkosten für Transport, Unterkunft, Material und Gebühren abfedern.
Puerto del Rosario: Drei Blaue Flaggen für 2026 bestätigt
Puerto del Rosario hat erneut drei Blaue Flaggen für 2026 erhalten. Ausgezeichnet wurden Playa Blanca, Los Pozos und Puerto Lajas. Die Asociación de Educación Ambiental y del Consumidor prüfte Wasserqualität, Umweltmanagement, Sicherheit und Zugänglichkeit. Strandstadträtin Toñi Fdez. Aragón nahm die Auszeichnung entgegen; Bürgermeister David de Vera verwies auf ganzjährige Arbeit für sichere und zugängliche Strände. Die Verwaltung hatte zuletzt Zugänge für Menschen mit eingeschränkter Mobilität verbessert und angepasste Beschilderungen installiert. Playa Blanca trägt die Flagge seit 2010 ununterbrochen.
Morro Jable: Canarias Game Show bringt Esports nach Pájara
Fuerteventura hat am 27. und 28. Juni die Canarias Game Show in Morro Jable veranstaltet. Das von der Regierung der Kanarischen Inseln geförderte Event lief im Pabellón Deportivo Municipal und bot Esports, Technologie und Innovation. Ministerin Carmen Alonso betonte die Bedeutung der Veranstaltung für berufliche Chancen in der Branche. José Benito Alonso als Sportstadtrat und Salah Eddine Chehaib als Stadtrat für neue Technologien hoben den Nutzen für Pájara hervor. Besucher nutzten einen kostenlosen Transportservice und nahmen an Turnieren sowie einer Game Jam teil.
Kanaren: Regierung fordert in Brüssel faire Regeln für Tourismus und Verkehr
Die kanarische Regierung hat im Europäischen Parlament eine besondere Anerkennung der Regionen in äußerster Randlage gefordert. José Manuel Sanabria, stellvertretender Tourismusminister, sagte im Ausschuss für Verkehr und Tourismus, Luft- und Seeverbindungen seien für Wirtschaft und Gesellschaft der Inseln unverzichtbar. Sanabria verlangte, Ausnahmen im Emissionshandelssystem ETS beizubehalten und staatliche Beihilfen für neue Flugrouten zu ermöglichen. Er warnte, EU-Umweltmaßnahmen könnten die Kanarischen Inseln gegenüber Nicht-EU-Destinationen benachteiligen, und forderte eine Tourismusstrategie, die Lebensqualität verbessert sowie Natur und Kultur schützt.





