Fuerteventura beschäftigt dieser Tage ein tödlicher Verkehrsunfall bei Costa Calma, das kritische Beinahe-Ertrinken eines Kleinkinds und die Vergabe der Planung für ein neues Facharztzentrum in La Lajita.
Tödlicher Unfall auf der FV-603 bei Costa Calma
Auf der FV-603 bei Costa Calma hat ein Auto am 16. Juni um 22.22 Uhr zwei Fußgänger erfasst. Beide Männer waren etwa 60 Jahre alt. Einer starb noch am Unfallort, der zweite erlitt ein schweres Schädel-Hirn-Trauma. Der Notruf ging beim kanarischen Notfallzentrum 112 ein, das den Kanarischen Rettungsdienst alarmierte. Ein Rettungshubschrauber flog den Verletzten nach der Stabilisierung ins Hospital Universitario Insular de Gran Canaria. Guardia Civil und Polizei nahmen Ermittlungen zum Unfallhergang auf.
Kleinkind nach Beinahe-Ertrinken auf Fuerteventura in kritischem Zustand
Ein einjähriges englisches Mädchen ist nach einem Beinahe-Ertrinken auf Fuerteventura in kritischem Zustand. Der Vorfall ereignete sich am Montag gegen 10 Uhr in Lajares, wie das Notfallzentrum 112 mitteilte. Das Kind befand sich mehrere Minuten im Herz-Kreislauf-Stillstand. Ärzte behandelten das Mädchen zunächst auf Fuerteventura und verlegten es anschließend nach Gran Canaria. Chano Quintana, Direktor der Plattform Canarias 1.500 km de Costa, sagte, das medizinische Team habe tiefe Besorgnis geäußert und sei hinsichtlich der Überlebenschancen nicht allzu optimistisch.
Neues Facharztzentrum in La Lajita: Planung vergeben
Der Kanarische Gesundheitsdienst hat den Vertrag für die Projektplanung eines neuen Facharztzentrums in La Lajita vergeben. Die Kosten lagen bei 464.911,68 Euro inklusive der kanarischen Mehrwertsteuer IGIC. Die Vergabe erfolgte nach einem öffentlichen Ausschreibungsverfahren, die Finanzierung verteilt sich auf 2026 und 2027. Das Centro de Atención a las Especialidades soll mindestens 16.000 Quadratmeter umfassen und unter anderem 22 Facharztkonsultationen, Einheiten für psychische Gesundheit sowie eine Hämodialyseeinheit bieten. Die Gemeinde Pájara stellt das Grundstück kostenlos bereit.
Guardia Civil stoppt illegale Enduro-Touren in Schutzgebieten
Die Guardia Civil hat auf Fuerteventura mehrere Firmen wegen illegaler Enduro-Touren identifiziert. Die angebotenen Routen führten durch ökologisch wertvolle Zonen, die teils temporär gesperrt waren, um Brutvögel zu schützen. Die Umwelteinheit SEPRONA ermittelte nach Hinweisen auf unerlaubte Motorradrouten. Die Unternehmen hatten touristische Pakete mit Unterkünften und Routen verkauft, jedoch ohne die erforderlichen Genehmigungen. Die Behörden leiteten Verwaltungsverfahren wegen Verstößen gegen Naturschutz- und Tourismusrecht ein. Mögliche Geldbußen reichen von 600 bis 300.000 Euro.
Puerto del Rosario übernimmt Flächen und Parkräume neben Las Rotondas
Puerto del Rosario hat die Eingliederung öffentlicher Infrastrukturen neben dem Einkaufszentrum Las Rotondas abgeschlossen. Bürgermeister David de Vera unterzeichnete dazu am Montag vor einem Notar die öffentliche Beurkundung eines städtebaulichen Vertrags. Damit endete ein langer administrativer und rechtlicher Prozess. Die Stadt erhielt ein Gebäude mit mehr als 6.200 Quadratmetern, darunter zwei Tiefgaragengeschosse, kommunale Einrichtungen und einen öffentlichen Platz. Zusätzlich floss eine Entschädigung von 981.768,99 Euro. De Vera sagte, das Abkommen schaffe Rechtssicherheit und eröffne Spielräume für künftige Nutzungen.
Kanarische Regierung schließt Sanierung der Kalköfen in El Charco ab
Die Kanarische Regierung hat die Sanierung des Umfelds der Kalköfen in Puerto del Rosario abgeschlossen. Die öffentliche Projektgesellschaft Gestión de Proyectos Turísticos de Canarias (Gesprotur) führte die Arbeiten aus. Tourismus- und Arbeitsministerin Jéssica de León besuchte die Anlage gemeinsam mit Bürgermeister David de Vera und der Tourismusbeauftragten Rosa Rodríguez. Die Investition betrug 200.332 Euro und umfasste eine Niederspannungsinstallation für Touristeninformation und Souvenirladen sowie neue Beleuchtung und Umfeldgestaltung. De León sagte, die Maßnahmen werteten auch den Stadtteil El Charco auf. Ignacio Solana, Leiter der Tourismusabteilung, betonte die Bedeutung der Koordination zwischen den Behörden.
Rafa Nadal eröffnet ZEL Hotel an der Playa de Sotavento
Rafa Nadal hat auf Fuerteventura ein neues Hotel der Marke ZEL eröffnet. Das vierte Haus der 2022 gemeinsam mit Meliá gegründeten Marke öffnete im Mai an der Playa de Sotavento in der Gemeinde Pájara – der erste ZEL-Standort auf den Kanarischen Inseln. Das Resort bietet 142 Zimmer und Suiten und richtet sich ausschließlich an Erwachsene. Meliá kooperiert dort mit der Schule René Egli by Meliá für Kurse in Windsurfen, Kitesurfen und Wing Foil. Nadal sagte, ZEL stehe für Wohlbefinden; Meliá-Präsident Gabriel Escarrer sprach von einer neuen Interpretation des Wohlbefindens.
Polizei La Oliva stellt Verdächtigen nach Graffiti an Steinkonstruktion
Die Polizei von La Oliva hat in Los Lajares einen Mann beim Besprühen einer alten Steinkonstruktion angetroffen. Die Beamten fanden ihn, als er mehrere Spraydosen in ein Fahrzeug lud. Die Farben entsprachen nach Polizeiangaben denen des Graffitis. Die Beamten beschlagnahmten die Spraydosen und leiteten Ermittlungen ein. Sie wiesen den Mann auf mögliche rechtliche Konsequenzen hin, besonders bei geschützten oder historisch bedeutsamen Gebäuden. Ob die betroffene Konstruktion offiziell unter Schutz stand, blieb laut Bericht unklar.
Antigua eröffnet Kulturzentrum in Agua de Bueyes
Bürgermeister Matías Peña García hat das neue Kulturzentrum in Agua de Bueyes eröffnet. Das Projekt kostete rund 300.000 Euro und verdoppelte nahezu die nutzbare Fläche. Ein Innenhof soll als gemeinschaftlicher Freizeitbereich mit Schattenplätzen dienen. Das Zentrum umfasst einen neuen Mehrzweckraum sowie ein renoviertes Gebäude mit Büro und Computerraum. Kulturbeauftragter Jonathan Peña sagte, die Einrichtung starte ein Nachmittagsprogramm mit Brettspielen, Bastel- und Computerkursen. Zudem gibt es WLAN, Buchverleih und eine Leseecke mit Tageszeitungen.
Inselverwaltung verdoppelt Förderung für traditionelle kanarische Sportverbände
Die Inselverwaltung von Fuerteventura hat die Unterstützung für Verbände traditioneller kanarischer Sportarten auf 286.000 Euro erhöht. Präsidentin Lola García und Sportbeauftragter Luis González unterzeichneten dazu entsprechende Vereinbarungen. Das Geld verteilt sich auf fünf Verbände und gehört zum Programm zur Förderung insularer Sportarten. García sagte, der einheimische Sport gehöre zur kulturellen Identität; seit 2023 sei die Unterstützung um mehr als 160.000 Euro gestiegen. González verwies auf Projekte für Ausbildung, Verbreitung und Wettkämpfe. Neue Formate sind unter anderem eine Schulmeisterschaft im Lucha del Garrote und die Super Copa de Bola Canaria.
PSOE Fuerteventura bringt Initiative zum Schutz der Bola Canaria ein
Die PSOE Fuerteventura hat im Parlament der Kanarischen Inseln eine Initiative zur Förderung der Bola Canaria eingebracht. Manuel Hernández Cerezo, stellvertretender Generalsekretär der Sozialisten auf Fuerteventura, erklärte, die Sportart sei auf den Kanaren stark sozial verankert und auf der Insel Teil der Identität. Der Vorschlag erkennt Bola Canaria als geschützten Sport nach dem kanarischen Sportgesetz an. Hernández forderte eine eigene Föderation getrennt von Petanca, Bildungsprogramme an Schulen und mehr Präsenz im kanarischen Fernsehen. Ein strategischer Plan mit Behörden und Sportorganisationen soll zudem eine angemessene Finanzierung sichern.
Drago Fuerteventura gründet sich als eigenständige Organisation
Drago Fuerteventura hat sich als unabhängige Einheit innerhalb von Drago Canarias etabliert. Die Gründung erfolgte nach einer konstituierenden Sitzung und der Genehmigung durch das nationale Sekretariat. Die Gruppe erhält damit mehr Autonomie, zusätzliche Ressourcen und eine eigene visuelle Identität. Aceysele Chacón bleibt Sprecherin und verwies auf die Initiative zum Schutz von La Cornisa, durch die ein historisches Häuserensemble in Puerto del Rosario in den Schutzkatalog aufgenommen wurde. Drago Fuerteventura ist die vierte insulare Einheit nach La Palma, Teneriffa und Gran Canaria. Weitere Gründungen sollen in den kommenden Wochen und Monaten folgen.
Betancuria gratuliert ältestem Einwohner zum 103. Geburtstag
Betancuria hat D. Antonio Manuel Umpierrez Rodríguez, genannt Antoñito, zu seinem 103. Geburtstag gratuliert. Der älteste Bewohner der Gemeinde lebt in Vega de Río Palmas und genießt nach Gemeindeangaben jeden Morgen die Sonne auf seiner Terrasse. Bürgermeister Enrique Cerdeña Méndez und der für Sozialdienste zuständige Stadtrat José Cerdeña Rodríguez besuchten ihn und überreichten eine Gedenkplakette. Der Bürgermeister sagte, Antoñito habe immer eine Anekdote parat, und erinnerte an den gemeinsamen Militärdienst mit Juan Cerdeña Armas, einem früheren Stadtrat und Vater des heutigen Gemeinderats.
Julia Castro holt dritten Platz bei E-Foil-Wettbewerb in München
Julia Castro hat beim E-Foil-Wettbewerb der Surf Foil World Tour 2026 in München den dritten Platz erreicht. Das Rennen fand im Olympischen Ruderstadion statt und gehörte zur internationalen Serie. Mit dem Podiumsplatz festigte sie ihre Position in der Weltspitze. Castro war bereits mit einem zweiten Platz beim Saisonauftakt in Nador in Marokko gestartet. Ihre konstanten Ergebnisse halten sie im Rennen um vordere Plätze der Gesamtwertung. Der nächste Wettbewerb findet vom 2. bis 5. Juli am Gardasee in Italien statt.





