La Palma spricht über die Folgen des Nahostkonflikts für die Inselwirtschaft, den Streit um den Schutz rund um den Tajogaite und neue Klimaprojekte in Tazacorte sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
La Palma beriet Folgen des Nahostkonflikts für Wirtschaft und Preise
Inselpräsident Sergio Rodríguez hat mit Wirtschaftsvertretern über Risiken durch den Nahostkonflikt gesprochen. In der Runde ging es um steigende Ölpreise und Frachtkosten, die La Palmas doppelte Insellage verteuerten, sowie um teurere Betriebsmittel in der Landwirtschaft und höhere Energiekosten für kleine und mittlere Unternehmen.
Rodríguez kündigte ein Beobachtungsgremium an, das Preisaufschläge begrenzen sollte. Bei anhaltender Lage wollte die Inselverwaltung Kompensationen für Futtermittel und Düngemittel prüfen, zudem sollten die Treffen monatlich weiterlaufen.
Tierra Bonita hat Gesetz zum Tajogaite-Schutz als Fehler kritisiert
Die Asociación Tierra Bonita hat den Gesetzentwurf zur Erweiterung des Naturparks Cumbre Vieja beanstandet. Der Entwurf betraf den Vulkankegel Tajogaite, Eruptionsspalten und die beiden Fajanas, die als geschützte Naturgebiete ausgewiesen werden sollten.
Der Verband sprach von übermäßig harten Schutzkategorien für ein vom Ausbruch verwüstetes Gebiet und bemängelte eine juristisch schwache Grundlage sowie fehlende Entschädigungsgarantien. Zudem kritisierte Tierra Bonita, ein angekündigtes Webportal für Einwände sei nicht verfügbar gewesen, was die Bürgerbeteiligung erschwert habe.
Kanarische Regierung stellte Klimaschutzrefugium für Tazacorte vor
Die kanarische Regierung hat Anwohnern in Tazacorte ein Klimaschutzrefugium präsentiert. Bei dem Treffen nahmen auch Bürgermeister David Ruiz und Gemeinderat Toni Santana teil, die das Vorhaben als Beitrag zur Lebensqualität und zur Anpassung an den Klimawandel beschrieben.
Geplant war ein städtischer Park auf 2.671 Quadratmetern mit Bäumen, durchlässigen Böden, Spielplätzen und einer Wasserfläche zur Abkühlung. Das Projekt sollte mit rund einer Million Euro in den nächsten Monaten starten und Teil einer Kanaren-Strategie zur Renaturierung von Stadträumen sein.
Regierung der Kanaren beschloss Dekret mit Steuerentlastungen
Der Regierungsrat der Kanarischen Inseln hat ein Dekret zur Krisenbewältigung verabschiedet, das nach Veröffentlichung im Amtsblatt in Kraft trat und noch die Bestätigung des Parlaments brauchte. Es passte staatliche Vorgaben an die besonderen Steuerregeln der Kanaren an und sollte Folgen der internationalen Krise abfedern.
Vorgesehen waren unter anderem ein temporärer Nullsatz der kanarischen Verbrauchssteuer IGIC auf Energieprodukte, höhere Rückerstattungen der Sondersteuer auf Kraftstoffe für Landwirte und Transportunternehmen sowie zusätzliche Mittel für Industrie und Primärsektor.
Guardia Civil ermittelte nach Diebstahl von mehr als 1.000 Bananenpfählen
Die Guardia Civil hat in Los Llanos de Aridane Ermittlungen gegen einen Mann eingeleitet, der mehr als 1.000 Metallpfähle von einer Bananenplantage im Valle de Aridane gestohlen haben soll. Der Schaden lag laut Ermittlern bei 8.000 Euro, die Pfähle dienten der Stabilisierung der Stauden.
Nach der Anzeige des Eigentümers stellten die Beamten fest, dass der Verdächtige die Ware über längere Zeit entwendet und auf dem Gebrauchtmarkt verkauft hatte. 600 Pfähle sicherten sie in Tazacorte, die Akten gingen an das Gericht in Los Llanos de Aridane.
PSOE hat Zustand von Erholungsgebieten auf La Palma beanstandet
Die sozialistische Fraktion der PSOE im Cabildo von La Palma hat die Inselregierung der Coalición Canaria aufgefordert, Erholungsgebiete in der Natur besser zu pflegen. Die Abgeordnete Susana Machín sagte, die neue Umweltführung habe bislang keine Verbesserungen bewirkt.
Machín verwies auf Beschwerden über kaputte Zäune, fehlendes Brennholz an Feuerstellen und Probleme an Fahrrad-Wartungspunkten. Sie erklärte, auch Aussichtspunkte und Wanderwege litten, was La Palmas Anspruch als Naturreiseziel infrage stelle.
Digitalisierung hat 27 Exilanten von La Palma in Frankreich identifiziert
Die Digitalisierung französischer Flüchtlingsakten hat 296 auf den Kanarischen Inseln geborene Exilanten nach dem Spanischen Bürgerkrieg erfasst, darunter 27 von La Palma. Mercedes Pérez Schwartz, Präsidentin der Asociación para la Recuperación de la Memoria Histórica de La Palma, verwies auf eine Vereinbarung zwischen dem spanischen Kulturministerium und dem französischen Amt für Flüchtlingsschutz.
Historiker Rubens Ascanio wertete die Daten in einer ersten Analyse aus und beschrieb eine überwiegend männliche Exilgruppe, die teils in der Résistance aktiv gewesen sei. Die Vereinigung rief zur Mithilfe bei der Identifizierung auf, da viele Namen in den Akten fehlten.
Los Llanos präsentierte Neon Run mit fast ausgebuchten Startplätzen
Los Llanos de Aridane hat die zehnte Ausgabe der Neon Run vorgestellt und eine sehr hohe Nachfrage gemeldet. Weniger als zwei Wochen vor dem Event waren mehr als 95 Prozent der Plätze belegt, mehr als 1.350 Teilnehmer hatten sich angemeldet.
Bürgermeister Javier Llamas nannte den Lauf ein Projekt mit Wirkung für die Gemeinde, Sportstadtrat Víctor González verwies auf Teilnehmer von innerhalb und außerhalb der Insel. Die Veranstaltung integrierte die Kanarische Meisterschaft über zehn Kilometer und bot auch Formate wie Neon Kids Run und Neon Run Access.
El Paso öffnete Anmeldung für Textilkurse und kündigte weitere Handwerke an
El Paso hat die Anmeldung für neue Handwerkskurse zur Textilherstellung geöffnet. Bürgermeister Eloy Martín erklärte, die Förderung des Handwerks halte Traditionen lebendig und vermittle kulturell wertvolle Fähigkeiten.
Der Kurs zur Herstellung traditioneller Trachten unter Leitung von Fátima Acosta sollte ab 15. April im Colegio de Tacande laufen, Schnitt und Konfektion mit Waleska Morín startete ab 5. Mai im Hogar de la Tercera Edad. Die Kultur und Handwerksstadträtinnen Irinova Hernández und Yaiza González kündigten weitere Kurse an.
Villa de Mazo schrieb Überdachung einer Kita mit 122.012,49 Euro aus
Die kanarische Bildungsbehörde hat 122.012,49 Euro für die Überdachung des Schulhofs der städtischen Kindertagesstätte in Villa de Mazo bereitgestellt. Bildungsminister Poli Suárez sagte, die Maßnahme solle moderne und sichere Räume ganzjährig ermöglichen.
Bürgermeister Idafe Hernández sprach von einer dringenden Notwendigkeit, Bauausschussvorsitzender Luis Cabrera erläuterte eine Aluminiumstruktur mit Polycarbonat-Dach in drei öffnenden Sektionen. Die Arbeiten sollten sieben Monate dauern, die Ausschreibung lief über die Vergabeplattform.
Santa Cruz de La Palma startete Arteterapie für Aulas Enclave
Santa Cruz de La Palma hat im April Arteterapie Workshops für die Aulas Enclave gestartet. Die Stadt wollte damit Inklusion, Kreativität und das emotionale Wohlbefinden der Schüler stärken.
Die Kunsttherapeutin Andrea Trigos leitete die Einheiten, Bildungsstadträtin Omaira Pérez erklärte, die Arbeit in Gruppen ermögliche Ausdruck und neue Kommunikationswege. Die Initiative setzte auf angepasste künstlerische Vorschläge und sollte die ganzheitliche Entwicklung fördern.
Santa Cruz de La Palma kündigte Buchvorstellung zur indigenen Vergangenheit an
Die Real Sociedad Cosmológica von La Palma hat eine Buchvorstellung für den 9. April um 19.00 Uhr angekündigt. Vorgestellt wurde „La historia antigua de Santa Cruz de La Palma. Tedote y Tenebúcar“ von Miguel A. Martín González, Historiker und Professor aus Santa Cruz de La Palma.
Martín González wollte die indigene Vergangenheit der Inselhauptstadt aus lokaler Perspektive beleuchten und mit insularen Prozessen verknüpfen. Er verwies auf geplünderte Fundregionen, forderte mehr Dokumentation und nannte den Morro de Las Nieves als Beispiel für Orte mit spirituellen und materiellen Wurzeln.
Grupo Popular forderte Aktivierung von Hilfen für private Wasservorhaben
Carlos Cabrera hat im Cabildo von La Palma als Berater der Grupo Popular die Aktivierung wirtschaftlicher Hilfen für private Wasserinitiativen verlangt. Er sagte, Leitungen, Becken und Steuerungssysteme müssten repariert oder ausgebaut werden, um mehr Wasser einzuspeisen und Verluste zu senken.
Cabrera kritisierte, dass Hilfen in den vergangenen Jahren nicht vollständig bearbeitet oder ausgezahlt worden seien. Für 2024 nannte er rund 600.000 Euro, die nicht geflossen seien, und warnte vor einer Summe von bis zu 1,8 Millionen Euro bis 2026.
Transvulcania adidas stellte Läuferbox mit recycelten Materialien vor
Die Transvulcania adidas hat für 2026 eine neue Läuferbox präsentiert. Die Organisatoren kombinierten technische Ausrüstung und Sporternährung, die Ausgabe sollte bei der Startnummernausgabe während der II Sport Experience vom 6. bis 8. Mai erfolgen.
In Zusammenarbeit mit adidas enthielt die Box unter anderem ein Terrex Multiclimacool Shirt und einen Terrex Techrock Gürtel mit Anteilen recycelter Materialien. Ergänzt wurden Produkte des Sporternährungsherstellers Nutrinovex sowie Erzeugnisse aus La Palma, organisiert wurde die Veranstaltung durch die öffentliche Gesellschaft SODEPAL.
Cabildo empfing Grundschüler und erklärte Arbeit der Inselverwaltung
Das Cabildo von La Palma hat Schüler der dritten und vierten Klasse des CEIP Anselmo Pérez Brito aus Santa Cruz de La Palma empfangen. Die Inselverwaltung wollte jungen Menschen damit Abläufe und Aufgaben der öffentlichen Verwaltung näherbringen.
Die Kinder besuchten das Gebäude und den Plenarsaal und hörten Erklärungen von Inselpräsident Sergio Rodríguez. Sie stellten Fragen zu Themen wie Umweltschutz und Ressourcenmanagement, die Initiative sollte Bürgerbildung und Transparenz stärken.
El Paso hielt Premios Tara nach Sturmverschiebung ab
El Paso hat die fünfte Ausgabe der Premios Tara „Mujeres que abren camino“ in der Casa de la Cultura Braulio Martín Hernández abgehalten. Die Gala war im März wegen des Sturms Therese verschoben worden, Bürgermeister Eloy Martín und Gleichstellungsbeauftragte Amanda Díaz hatten zur Teilnahme eingeladen.
Die Premios Tara, organisiert mit Vilaví Eventos, ehrten Frauen für Engagement in sozialen, kulturellen, bildenden, sportlichen und unternehmerischen Bereichen, zudem gab es zwei posthume Auszeichnungen. Schüler des IES El Paso eröffneten mit Beiträgen zu einem Gleichstellungs Podcast-Projekt.
Kanarische Regierung startete Recyclingkampagne mit Ecoembes
Die kanarische Regierung hat gemeinsam mit Ecoembes die Recyclingkampagne „Si no reciclas… ay! ay! ayayay!“ neu aufgelegt. Seit dem 6. April lief sie in Fernsehen, Radio und digitalen Medien und nutzte Folklore und Humor, um die Mülltrennung zu erklären.
Musiker wie Fran Baraja, Cristina Mahelo und Bejo sowie Kreative wie El Típico de Tenerife und Omayra Cazorla wirkten mit. Umweltminister Mariano H. Zapata sagte, die Kampagne solle die Trennung in gelben und blauen Tonnen verbessern, ab 11. Mai war eine Ausweitung auf Außenwerbung geplant.








