Fuerteventura arbeitet an einem Klimaschutzplan für den Tourismus, hat eine Studie zur Dekarbonisierung vorgestellt und musste einen Fall häuslicher Gewalt bearbeiten. Was die Insel aktuell bewegt.
Klimaschutzplan für den Tourismus: Beteiligungsrunde gestartet
Die Inselverwaltung hat eine Arbeitsveranstaltung für einen Klimaschutzplan im Tourismus organisiert. Die Sitzung richtete sich an Institutionen, Unternehmen, Fachleute, Verbände, Umwelt- und Sozialorganisationen sowie die Öffentlichkeit.
Sie fand am Dienstag, 7. April 2026, um 10 Uhr im Palacio de Formación y Congresos in Puerto del Rosario statt und erforderte eine Anmeldung. Cabildo-Präsidentin Lola García sagte, die Verwaltung wolle den Dialog mit Wirtschaft und Gesellschaft öffnen. Die zuständige Ministerin Marlene Figueroa Martín erklärte, lokale Kenntnisse sollten technisch fundierte und sozial getragene Maßnahmen ermöglichen.
Energiewende-Studie: Dekarbonisierung auf elf Quadratkilometern möglich
Die Inselverwaltung hat ein technisches Gutachten zur Dekarbonisierung vorgestellt. Der Techniker Ricardo Guerrero präsentierte die Studie auf einem internationalen Kongress in Boulder im US-Bundesstaat Colorado.
Der Bericht nutzte offizielle Daten, vor allem der Regierung der Kanaren, und arbeitete mit konservativen Annahmen. Als Kernaussage nannte er eine vollständige Dekarbonisierung Fuerteventuras mit maximal elf Quadratkilometern Flächennutzung, mit Schwerpunkt auf Eigenverbrauch und erneuerbaren Energien auf Dächern. Cabildo-Präsidentin Lola García sprach von einem Modell des Gleichgewichts, die zuständige Ministerin Nereida Calero verwies auf die Anpassung an lokale Gegebenheiten.
Polizeieinsatz in El Matorral: Festnahme nach häuslicher Gewalt
Die Policía Local hat einen 46 Jahre alten Mann wegen eines mutmaßlichen häuslichen Übergriffs festgenommen. Der Centro Coordinador de Seguridad y Emergencias Canario hatte die Sicherheitskräfte am Sonntagabend nach einem Gewaltvorfall in einer Wohnung in El Matorral alarmiert.
Die Streife traf gegen 21.20 Uhr ein und sprach mit der betroffenen Frau, die deutliche Anzeichen körperlicher Misshandlung zeigte und laut Polizei in Angst war. Rettungskräfte brachten sie zur Untersuchung in ein Krankenhaus. Der Mann blieb in Gewahrsam und wurde anschließend der Justiz überstellt. Der Vorfall ereignete sich in Puerto del Rosario.
La Oliva: Beschäftigungsplan mit 1,17 Millionen Euro umgesetzt
Die Gemeinde La Oliva hat den Sozialbeschäftigungsplan La Oliva Emplea 2025–2026 vorangetrieben. Das Programm sollte die Beschäftigungsfähigkeit von Arbeitslosen verbessern und zugleich kommunale Dienste mit zusätzlichem Personal stärken.
Der Prozess begann im Dezember 2025 mit Interviews und endete im März 2026 mit den letzten Gesprächen und der Vertragsunterzeichnung. Die Förderung des Kanarischen Arbeitsamts Servicio Canario de Empleo betrug 446.030,34 Euro, hinzu kamen 730.152,65 Euro aus dem Gemeindehaushalt. Bürgermeister Isaí Blanco sagte, der Plan schaffe Jobs und stärke öffentliche Dienste. Stadträtin Alexandra Martín verwies auf die koordinierte Arbeit der Fachbereiche.
La Oliva warnt vor irreführender Werbung für Modulhäuser
Das Rathaus von La Oliva hat vor Anzeigen gewarnt, die Container und modulare Wohnhäuser als schnelle und genehmigte Wohnlösung bewerben. Die Verwaltung erklärte, der Kauf solcher Strukturen bedeute keinesfalls automatisch eine Baugenehmigung oder eine Erlaubnis zur Wohnnutzung.
Sie erinnerte daran, dass jede Wohnnutzung den städtebaulichen Vorschriften unterliegt, darunter Bodenbewertung, Baugenehmigung und gegebenenfalls die Erstbezugsmeldung. Die Gemeinde empfahl, vor Investitionen die Technische Stadtverwaltung zu konsultieren, da irreführende Werbung zu illegalen Situationen, Sanktionen oder Nutzungsverboten führen könne.
Pájara verstärkt Straßenbeleuchtung in Costa Calma
Die Gemeinde Pájara hat die Wartung und Verstärkung der Straßenbeleuchtung in Costa Calma begonnen. Die Arbeiten laufen an mehreren Punkten und sollen in den kommenden Wochen fortgesetzt werden.
Betroffen sind unter anderem der Bereich des Einkaufszentrums El Palmeral, die alte FV-2 und die Avenida Jahn Reisen. Energiereferent José Díaz sagte, die Maßnahmen sollten eine hochwertige Beleuchtung sichern. Zudem habe die Gemeinde die zentrale Bushaltestelle nahe dem Hotel Fuerteventura Playa verstärkt und Reparaturen in der Urbanisation Cañada del Río ausgeführt. Bürgermeister Alejandro Jorge erklärte, die Verwaltung wolle Sicherheit und Effizienz verbessern und den Energieverbrauch optimieren.
Tuineje: Partido Popular fordert Freigabe des Fußballplatzes Tarajalejo
Der Partido Popular in Tuineje hat die Freigabe des Fußballplatzes von Tarajalejo verlangt. Die Bauarbeiten hatten im Januar 2023 begonnen, doch die Anlage steht den Einwohnern weiterhin nicht zur Verfügung.
Esther Hernández vom Partido Popular sagte, die Sportstätte sei seit Monaten nahezu fertig, könne aber wegen eines ausstehenden Verwaltungsverfahrens nicht genutzt werden. Abisay Padilla vom Partido Popular sprach von mangelnder administrativer Planung und politischem Willen. Das Projekt war in der vorherigen Legislaturperiode für fast eine Million Euro vergeben worden. Mannschaften weichen mehr als zwei Jahre an den Strand oder andere Orte aus, was laut Partei besonders Jugendteams trifft.
Fuerteventura stellt fast 90.000 Euro für inklusive Sportprojekte bereit
Die Inselverwaltung hat in diesem Jahr fast 90.000 Euro für inklusive Projekte auf Fuerteventura bereitgestellt. Die zuständige Ratsfrau Carmen Alonso teilte dies bei einem Treffen mit beteiligten Gruppen mit, um Aktivitäten für 2026 zu koordinieren.
Alonso sagte, die Vereinbarungen stünden für Engagement und Zusammenarbeit, um Barrierefreiheit auf der ganzen Insel zu fördern. Unterstützt werden Play and Train, Adivia, Fuerte Vida Parkinson No Limits, Innsurff und Open Padel, die barrierefreie Angebote wie Surfen, Paddeln und Trekking ermöglichen. Alonso hob hervor, solche Aktivitäten sollten auch in den Aulas Enclave der Bildungseinrichtungen angeboten werden.
Kanarische Inseln beschließen Steuererleichterungen und Hilfen
Die Regierung der Kanarischen Inseln hat ein dringendes Maßnahmenpaket im Wert von 29,8 Millionen Euro beschlossen. Vizepräsident und Regierungssprecher Alfonso Cabello kündigte an, die Regelung trete am Dienstag, 7. April, in Kraft und solle Folgen des Iran-Konflikts abmildern.
Das Paket sieht unter anderem die Senkung der kanarischen Verbrauchssteuer IGIC auf Kraftstoffe auf null Prozent und Erleichterungen bei der Sondersteuer auf Kraftstoffe vor. Zudem soll der IGIC auf Lebensmittel und Produkte des Grundbedarfs entfallen. Selbstständige mit bis zu 50.000 Euro Jahresumsatz sollen von der IGIC befreit werden, außerdem sind direkte Hilfen für den primären und industriellen Sektor geplant.






