Fuerteventura: Eine neue Fischhalle in Puerto del Rosario ist vereinbart, Kokain wurde vor einer Überfahrt sichergestellt, und das Gesundheitszentrum Morro Jable wird erneut ausgeschrieben. Ein Überblick über aktuelle Entwicklungen auf der Insel.
Puerto del Rosario vereinbart neue Fischhalle mit Hafenbehörde
Bürgermeister David de Vera hat mit der Hafenbehörde eine Vereinbarung zur endgültigen Standortbestimmung der neuen Fischhalle getroffen. An der Sitzung nahmen Stadtrat David de León, zuständig für den Primärsektor, sowie Hafenbehörden-Direktor Fran Trujillo und weitere Vertreter teil.
Geplant ist ein Gebäude mit Annahme, Wägung, Verarbeitung und Verkauf sowie Markthalle, Lager, Büros und Kühlräumen. Die kanarische Regierung unterstützt den Bau mit 150.000 Euro, um die handwerkliche Fischerei und die lokale Wirtschaft zu stärken.
Fünf Kilogramm Kokain vor Überfahrt nach Fuerteventura sichergestellt
Im Hafen von La Luz in Las Palmas de Gran Canaria hat die Polizei zwei Männer festgenommen, die Drogen nach Fuerteventura schmuggeln sollten. Anonyme Hinweise und Ermittlungen führten zu einer Kontrolle, als die Fahrzeuge zur Überfahrt bereitstanden.
Mit einer Hundestaffel fanden Beamte in einem Wagen ein Versteck mit zwei Kilogramm Kokain und einer täuschend echten Schusswaffe; im zweiten Fahrzeug lagen drei weitere Kilogramm. Ein Richter ordnete Untersuchungshaft an. Hinweise nimmt die Polizei weiterhin anonym über www.policia.es entgegen.
Gesundheitszentrum Morro Jable: Renovierung erneut ausgeschrieben
Asamblea Majorera, der Inselverband von Coalición Canaria auf Fuerteventura, hat die erneute Ausschreibung für die Renovierung des Gesundheitszentrums in Morro Jable bekanntgegeben. Der Kanarische Gesundheitsdienst hatte die erste Ausschreibung erfolglos beendet; die Arbeiten sollen nun mehr als 225.000 Euro kosten und in vier Monaten abgeschlossen sein.
Vorgesehen sind unter anderem Fassadensanierung, neue Evakuierungsbeschilderung, ein angepasster Schlafbereich für die Ambulanz und eine Pergola auf den Parkplätzen. Nach dem Scheitern 2024 aktualisierte das Gesundheitsministerium die Preise und erhöhte das Budget von 186.000 auf 225.000 Euro.
PP Tuineje fordert mehr Guardia-Civil-Kräfte für Gran Tarajal
Esther Hernández hat für den Partido Popular in Tuineje eine Verstärkung des Guardia-Civil-Cuartels in Gran Tarajal gefordert. Anlass waren Hinweise der Asociación Unificada de Guardias Civiles, wonach dort nur drei einsatzfähige Beamte ein großes Gebiet im Süden Fuerteventuras abdecken.
Der PP macht die spanische Regierung für jahrelange Vernachlässigung und fehlende Personalplanung verantwortlich und verlangt vom Innenministerium die sofortige Besetzung offener Stellen. Hernández betonte, es gehe um Reaktionsfähigkeit bei Notfällen und die Sicherheit Tausender Anwohner.
PP Puerto del Rosario fordert neue Bushaltestellen und Standortprüfungen
Ana Padilla hat für den Partido Popular in Puerto del Rosario eine Initiative zur Verbesserung der Bushaltestellen gestartet. Sie fordert neue Überdachungen und Bänke sowie eine Überprüfung von Haltestellen, die Verkehrs- und Sicherheitsprobleme verursachen.
Als Beispiel nannte die Partei die Haltestelle am Gesundheitszentrum La Charca, die täglich von Patienten und Menschen mit eingeschränkter Mobilität genutzt wird. Außerdem sollen Standorte an der Calle Almirante Lallermand und der Avenida Manuel Velázquez Cabrera überprüft werden.
Pájara: Mobile Einheit der Policía Nacional erneuert Ausweise vor Ort
Alejandro Jorge hat einen neuen Service zur Erneuerung von Personalausweis und Reisepass in Pájara vorgestellt. Die Dirección Insular de la Administración del Estado richtet dafür eine mobile Einheit der Policía Nacional ein, die monatlich in die Gemeinde kommt.
Die offizielle Vorstellung war für den 25. Juni um 13.00 Uhr auf der Plaza de los Pescadores angekündigt; erste Termine waren am 29. Juni sowie am 1. und 2. Juli von 10.30 bis 12.30 Uhr geplant. Erster stellvertretender Bürgermeister Alexis Alonso sprach von bürgernäheren Dienstleistungen.
La Oliva startet Programm zur psychischen Gesundheit Jugendlicher
Isaí Blanco hat in La Oliva das Programm Mente Amable zur Förderung der psychischen Gesundheit von 12- bis 24-Jährigen gestartet. Die Psychopädagogin Raquel Izquierdo entwickelte das Projekt und führte vier einstündige Sitzungen mit Schülern der ersten ESO-Klasse am IES La Oliva durch.
Die Inhalte reichten von Achtsamkeit bis zum bewussten Erleben des Hier und Jetzt, ergänzt durch Übungen und Material für zu Hause. Jugendstadträtin Gleiber Carreño erklärte, die vermittelten Werkzeuge sollten auch langfristig Orientierung geben.
Universidad de Verano Fuerteventura diskutiert Desinformation und Fake News
Die IV. Universidad de Verano de Fuerteventura brachte Experten aus Wissenschaft, Medien, Politik und Institutionen zusammen, um über Informationsflut, Fake News und Desinformation zu diskutieren. Die Ausgabe 2026 war bereits vor Eröffnung ausgebucht; organisiert wurde sie von der Inselverwaltung, erstmals unterstützt von der Universität Las Palmas de Gran Canaria und der Universität La Laguna.
Ángel Rubio, Dekan an der Universität Complutense Madrid, sprach über die Auswirkungen von Desinformation und die Rolle des Journalismus. Iván Redondo, politischer Stratege und ehemaliger Leiter des Präsidialkabinetts, referierte über politische Führung. Carlos Scolari analysierte die Verbreitung von Fake News und forderte mehr Medienkompetenz.
Fuerteventura: Campus und Bogenturnier begeistern Kinder und Vereine
Die Stadtverwaltung von Pájara hat gemeinsam mit der Unión Deportiva Las Palmas den XI Campus UD Las Palmas gestartet, an dem rund 100 Kinder kostenlos teilnahmen. Sportdezernent José Benito Alonso betonte die Nachwuchsförderung, Bürgermeister Alejandro Jorge hob Werte wie Teamarbeit hervor.
Der Club Deportivo Maxoarco veranstaltete zudem das erste Flimpa-Sol-y-Luna-Bogenschießturnier, an dem auch Schützen aus Lanzarote und Teneriffa teilnahmen. Auf dem Podium standen Sportler von Clubs aus Fuerteventura, Lanzarote und Teneriffa.
Handel in Puerto del Rosario zieht Impulse aus dem Foro COCAHI 2026
Daniela Plotegher hat für die Asociación Empresarios Puerto del Rosario die Ergebnisse des Foro COCAHI 2026 positiv bewertet. Die Präsidentin nahm gemeinsam mit Bürgermeister David de Vera am 5. Mai in Santiago de Compostela am Forum der Confederación Española de Cascos Históricos teil.
Der Abschlussbericht betonte die Bedeutung historischer Stadtkerne für den lokalen Handel und empfahl Programme zur Geschäftsübergabe, Schulungen und digitale Werkzeuge. Plotegher erklärte, die Schlussfolgerungen passten zu den Herausforderungen in Puerto del Rosario und könnten als Orientierung dienen.





