La Gomera investiert Millionen in die Bekämpfung invasiver Pflanzen, streitet um den Präsenzdienst der Hafenmeisterei und verstärkt die Sicherheit zur Johannisfeuer-Nacht. Ein Überblick über die aktuellen Entwicklungen auf der Insel.
La Gomera investiert Millionen in die Bekämpfung invasiver Pflanzen
Die Inselverwaltung hat mehr als zwei Millionen Euro in die Kontrolle invasiver Arten gesteckt. In den vergangenen drei Jahren führte sie mehr als 100 Maßnahmen durch und bearbeitete mindestens 167,6 Hektar – vor allem in Barrancos und sensiblen Übergangszonen.
Cabildo-Präsident Casimiro Curbelo erklärte, die Strategie schütze die Biodiversität, weil invasive Arten einheimische Vegetation verdrängten und die natürliche Regeneration erschwerten. Die Teams entfernten Pflanzen manuell und mechanisch, kontrollierten Reste und entsorgten sie fachgerecht. Zwischen April 2024 und März 2025 behandelten sie 134,03 Hektar gegen Rabo de Gato sowie weitere 33,57 Hektar im Nationalpark Garajonay und dessen Umfeld.
Senator Chinea fordert Präsenzdienst der Hafenmeisterei auf La Gomera
Der ASG-Senator Fabián Chinea Correa hat die Antwort des spanischen Verkehrsministeriums als inakzeptabel bezeichnet. Der Staat habe die seit 2021 vakante Stelle der Hafenmeisterei auf La Gomera nicht neu besetzt und ersetze den Dienst durch Online-Abwicklung sowie gelegentliche Entsendungen von Teneriffa.
Das Ministerium teilte mit, es gebe derzeit keine Arbeitsstelle im Seebezirk von San Sebastián de La Gomera; die Aufgaben übernehme die Hafenmeisterei auf Teneriffa. Chinea erklärte, das zeige Unverständnis für Fischer und Bootsbesitzer, die stabile persönliche Betreuung benötigten. Er kündigte neue parlamentarische Initiativen an, um eine dauerhafte Rückkehr zum Präsenzdienst durchzusetzen.
Iniciativa por La Gomera fordert Aufklärung zu verschütteter Wasserquelle in Erquito
Iniciativa por La Gomera (IxLG) hat im Plenum der Inselverwaltung Bedenken von Anwohnern und Landwirten aus Erquito vorgebracht. Sie befürchten, ein Quell im Barranco sei durch Schutt aus Bauarbeiten verschüttet worden, und verlangen Prüfungen sowie Schritte zur Wiederherstellung.
Inselrat Guzmán Correa Marichal erklärte, die Vorwürfe bereiteten große Sorgen, weil ein wertvolles Naturgut betroffen sein könne. Das Cabildo müsse schnell klären, ob der Quell beeinträchtigt wurde und wie Material in den Barranco gelangen konnte – Ablagerungen in öffentlichen Gewässern, besonders im geschützten Orone-Gebiet, sind beschränkt. Bei Bestätigung müssten Ausführung, Überwachung und Umweltauflagen geprüft werden.
La Gomera verstärkt Sicherheitskonzept für die Johannisfeuer-Nacht
Die Inselverwaltung hat das Notfallteam für die Johannisfeuer-Nacht am Dienstag, 23. Juni, aufgestockt. Die Umweltabteilung erhöhte am Nachmittag und Abend die Überwachung an mehreren Punkten, um bei Vorfällen schneller reagieren zu können.
Zwei zusätzliche Einsatzteams waren im Einsatz – eines nahe Vallehermoso, eines in der höheren Inselregion. Technische Mittel standen unter anderem in Epina bereit, um das Zentrum von Vallehermoso und Alojera abzudecken, unterstützt von einem in San Sebastián stationierten LKW und zusätzlichem Personal. Inselrat für Notfälle Héctor Cabrera rief dazu auf, bei Rauch oder Brandverdacht die 112 oder CECOPIN unter 922 14 15 01 zu kontaktieren.
Hermigua öffnet Förderanträge für Haussanierungen
Die Gemeinde Hermigua hat Fördermittel zur Sanierung von Wohnhäusern ausgeschrieben. Bereitgestellt wurden 49.337 Euro im Rahmen des Plans gegen Landflucht des Wohnungsbauprogramms der Kanarischen Inseln 2020 bis 2025 für das Jahr 2024.
Bürgermeisterin Solveida Clemente erklärte, Anträge könnten Einwohner stellen, die in Hermigua gemeldet sind und ihre Immobilie selbst bewohnen. Die Hilfe soll Wohnungen für ältere oder pflegebedürftige Menschen anpassen, Energie sparen und Instandhaltung ermöglichen. Die Förderung beträgt bis zu 50 Prozent der Kosten, maximal 10.000 Euro, und steigt für besonders schutzbedürftige Gruppen je nach Kriterien auf bis zu 85 Prozent. Die Frist endet am 10. Juli 2026.
Vallehermoso präsentiert Skyrunning-WM 2026 und kündigt San-Juan-Programm an
Vallehermoso hat die XV Gomera Paradise Skyrunning World Championships 2026 offiziell vorgestellt. Bürgermeister Emiliano Coello erklärte, die Veranstaltung zeige die Landschaften der Gemeinde; der Wettbewerb findet vom 17. bis 20. September 2026 statt.
Geplant sind zwei Rennen: die ULTRA SKY SWC über 61 Kilometer und die MIEL DE PALMA SKY MARATÓN über 42 Kilometer, mit der Plaza de la Constitución als "Base de Vida" für die Versorgung. Unterstützt von der Internationalen Skyrunning-Föderation und der FEDME sollen Teams aus fünf Kontinenten teilnehmen. Für Dienstag, 23. Juni, kündigte die Gemeinde ab 20.30 Uhr die San-Juan-Feier mit Messe, Prozession, Chácaras und Trommeln, Johannisfeuern, Silbo Gomero sowie Feuerwerk und Tanz an.
Bono Cultural Joven: Neue Möglichkeiten für junge Menschen auf La Gomera
Das spanische Kulturministerium hat den Bono Cultural Joven erweitert. Künftig lässt er sich auch für Musikinstrumente, künstlerische Materialien und kulturelle Kurse nutzen. Kulturminister Ernest Urtasun stellte die Neuerung in Madrid vor und erklärte, der Gutschein solle nicht nur Zugang schaffen, sondern aktive Teilnahme fördern.
Jugendliche, die 2026 18 Jahre alt werden, konnten sich bis zum 31. Oktober auf der Programmwebseite registrieren. Der Gutschein im Wert von 400 Euro lässt sich vollständig in eine Kategorie investieren oder auf Live-Kunst, digitale Medien und physische Kulturprodukte aufteilen. Auf den Kanaren nehmen 142 von 3.952 Einrichtungen teil; zudem arbeitet das Ministerium mit der Plattform des Dritten Sektors zusammen, um benachteiligte Gruppen besser zu erreichen.





