Lanzarote spricht über Dürrehilfen für den Weinbau, schnellere Verfahren für Sozialwohnungen und neue Impulse für die Imkerei sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Dürrehilfe für den Weinbau auf Lanzarote angekündigt
Oswaldo Betancort hat eine Zusage für eine außergewöhnliche Dürrehilfe erreicht. Der Präsident der Inselverwaltung von Lanzarote hatte die Regierung der Kanarischen Inseln um Unterstützung für den Weinsektor gebeten.
Landwirtschaftsminister Narvay Quintero kündigte im Parlament 2,8 Millionen Euro als Ausgleich nach der schwierigen Kampagne 2025 an. Betancort sprach von der schlechtesten Ernte seit Jahrzehnten mit 67 Prozent Rückgang und verlangte angepasste Hilfen für das Modell von La Geria, auch um jungen Winzern Stabilität zu geben.
Sozialwohnungen in Maneje: PSOE fordert beschleunigte Verfahren
Marcos Bergaz hat die kanarische Regierung zu Eilverfahren beim sozialen Wohnungsbau gedrängt. Der sozialistische Abgeordnete kritisierte Kriterien der öffentlichen Wohnungsbaugesellschaft Visocan, die zur Regionalregierung gehört.
In einer Anfrage an Wohnungsbauminister Pablo Rodríguez erinnerte Bergaz an ein eingeräumtes Versäumnis bei rund 200 Sozialwohnungen in Maneje auf Lanzarote. Er verwies auf 12 Prozent jährlichen Preisanstieg bei Neubauten und mehr als 3.000 Registrierte für Sozialwohnungen auf der Insel und verlangte die sofortige Korrektur.
Schwarze Kanaren-Bienenköniginnen sollen Imkerei stärken
Die Granja Agrícola Experimental hat mehrere Königinnen der schwarzen Kanarischen Biene übergeben. Die Einrichtung der Inselverwaltung von Lanzarote hatte die Lieferung nach monatelanger Abstimmung mit Imkern und Institutionen ermöglicht.
Oswaldo Betancort erklärte, die Imkerei habe Umwelt- und Landwirtschaftswert und erfülle eine seit mehr als acht Jahren erhobene Forderung. Auf Lanzarote arbeiteten zwölf Produzenten mit mehr als 300 Stöcken. Die Königinnen aus La Palma verteilte die Asociación de Apicultores de Lanzarote, um Völker zu stärken und neue zu gründen.
Puerto del Carmen hat erneut Blaue Flaggen erhalten
José Juan Cruz Saavedra hat die erneute Auszeichnung der Strände von Puerto del Carmen hervorgehoben. Der Bürgermeister von Tías wertete die Blauen Flaggen als Bestätigung für Qualität, Sicherheit, Service und Zugänglichkeit.
Strandrat Christopher Notario dankte den Teams für Reinigung, Wartung und Rettungsdienste und kündigte weitere Verbesserungen an. Die Gemeinde sah die internationale Auszeichnung auch als Anreiz, Küsteninfrastruktur und öffentliche Dienstleistungen weiter zu modernisieren.
Teguise hat „Teguise Live 2026“ zum Pride-Tag vorgestellt
Olivia Duque hat das Programm von „Teguise Live 2026“ präsentiert. Die Bürgermeisterin von Teguise erklärte, die Gemeinde wolle Gleichheit, Vielfalt und Respekt rund um den Internationalen Tag des LGBTI-Stolzes stärken.
Die Veranstaltungen liefen vom 25. bis 28. Juni und bezogen auch La Graciosa ein. Gleichstellungsbeauftragte Nereyda González nannte das Format einen festen Teil des Kulturkalenders. Celso Mendoza, Generaldirektor für Vielfalt der Kanarischen Regierung, würdigte Teguise als sicheren Raum für Sichtbarkeit.
Basalto Rules hat Sport und Besucher nach Playa Blanca gebracht
Óscar Noda hat das Wachstum von Basalto Rules als Erfolg für Yaiza bezeichnet. Der Bürgermeister sagte, die junge Veranstaltung habe sich schnell entwickelt und könne zur regionalen Referenz werden.
Das hybride Sportevent fand am 27. und 28. Juni am Paseo Lasal bei der Marina Rubicón statt und brachte mehr als 250 Athleten zusammen. Sportdezernent Ángel Lago betonte Werte wie Disziplin und Kameradschaft. Die Gemeinde erwartete hunderte Besucher und einen spürbaren touristischen und wirtschaftlichen Effekt.
Frauenverein Mararía hat vor digitaler Gewalt und Rückschritten gewarnt
Nieves Rosa Hernández hat bei den Mararía-Treffen den Druck für Frauenrechte eingefordert. Die Präsidentin der sozialen und kulturellen Frauenvereinigung beendete die Tagung mit der Warnung vor einem patriarchalen Aufschwung.
Rund 200 Teilnehmer verfolgten die Debatten am 22. und 23. Juni vor Ort und online. Rosa Cobo, Präsidentin eines internationalen Netzwerks zu Prostitution und Pornografie, kritisierte Menschenhandel und Pornografie als Teil misogyn geprägter Strukturen. Journalistin Graciela Atencio forderte eine feministische Künstliche Intelligenz und mehr Programmiererinnen gegen digitale Vorurteile.






