La Palma spricht über neue Karten für Überschwemmungsrisiken, den Ausbau der Pflegekapazitäten am Krankenhaus Dolores und eine untersuchte Lebensmittelvergiftung an einer Schule sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Auch am Donnerstag hat La Palma wieder mehrere Themen bewegt, von Infrastruktur und Gesundheit bis zu Kultur, Sport und Kommunalpolitik.
Neue Karten für Überschwemmungsrisiken auf La Palma
Das Consejo Insular de Aguas hat neue Karten für Überschwemmungsgefahren beschlossen. Das Gremium legte damit die Überarbeitung im dritten Zyklus der Bewirtschaftungsplanung für die Einzugsgebiete vor. Juan Ramón Felipe, Wasserbeauftragter der Insel, sagte, die Kartografie sei mit der Generaldirektion für Wasser der Kanaren erstellt worden und passe die Kriterien an EU-Recht und spanische Vorgaben an.
Nach der Veröffentlichung im Amtsblatt der Kanaren und einer dreimonatigen Anhörung gingen keine Einwände ein. Das Dokument umfasste Fluss- und Meeresüberflutungen und sollte künftig als Grundlage für Prävention und Schutz dienen. Nach der Ratifizierung leitete die Inselwasserbehörde die Vereinbarung an die Kanaren weiter, bevor sie an die Europäische Kommission ging.
Cabildo treibt neues Krankenhaus Dolores als Pflegeeinrichtung voran
Die Inselverwaltung hat den Ausbau des Krankenhauses Nuestra Señora de los Dolores vorangebracht. Für das Projekt waren 12.527.160,87 Euro vorgesehen, davon 3.285.000 Euro aus dem EU-Programm Next Generation EU für 2026. Cabildo-Präsident Sergio Rodríguez erklärte, die Infrastruktur sei zentral für die Betreuung älterer und pflegebedürftiger Menschen.
Das geplante Krankenhaus Dolores sollte 193 Betten umfassen und die Kapazitäten in einer modernisierten Einrichtung erweitern. Der Regierungsrat beschloss dafür eine Änderung eines Abkommens mit dem Ressort für Soziales, Gleichstellung, Jugend, Kindheit und Familien. Die Maßnahme zielte auf personenzentrierte Pflegeplätze nach dem neuen EU-Modell und band das Vorhaben in den Komplex Sociosanitario Virgen de las Nieves ein.
Behörden haben Lebensmittelvergiftung nach Schulfeier untersucht
Die Gesundheitsbehörde auf La Palma hat gemeinsam mit der Generaldirektion für öffentliche Gesundheit des Kanarischen Gesundheitsdienstes, dem Servicio Canario de la Salud, eine Lebensmittelvergiftung untersucht. Bislang betraf sie 24 Personen, darunter 19 Minderjährige und fünf Erwachsene. Die Betroffenen zeigten nach Angaben der Behörden nur leichte Symptome und erholten sich.
Der Vorfall ereignete sich bei einer Schulfeier nach einer Abschlusszeremonie am vergangenen Wochenende an einer weiterführenden Schule. Nach der Meldung von Verdachtsfällen aktivierte die epidemiologische Überwachungseinheit das Protokoll. Die Untersuchung lief weiter, um mögliche neue Fälle zu erfassen.
Proexca hat Diversifizierung der Wirtschaft auf La Palma beworben
Proexca hat bei einer Veranstaltung der Real Sociedad Económica de Amigos del País de La Palma über Entwicklungschancen der Insel gesprochen. Die Sitzung eröffnete Cabildo-Präsident Sergio Rodríguez, anschließend sprach Nieves Lady Barreto, Regierungsrätin der Kanaren für Präsidentschaft. Gustavo González de Vega, Vizepräsident von Proexca, verwies auf Rekordzahlen bei der Beschäftigung und die Bedeutung internationaler Ausrichtung.
Pedro Monzón, Direktor für Außenwirtschaftsförderung bei Proexca, stellte Strategien vor und nannte Erfolge im audiovisuellen Sektor, darunter Dreharbeiten zur Netflix-Serie „La Palma“. Weitere Beiträge thematisierten Agrarwirtschaft, Mode und strategische Projekte etwa in Technologie und Raumfahrt. Die Zona Especial Canaria, eine Sonderwirtschaftszone, hob steuerliche Anreize hervor, und Héctor Izquierdo, Sonderbeauftragter für den Wiederaufbau, moderierte eine Debatte zur Widerstandsfähigkeit nach dem Vulkanausbruch 2021.
PSOE hat mehr Denkmalschutz für den Stadtkern von Los Llanos verlangt
Die PSOE-Fraktion im Stadtrat von Los Llanos de Aridane hat im Plenum konkrete Fortschritte zum Schutz des historischen Zentrums eingefordert. Die Sozialisten erklärten, es habe bislang keine relevanten Maßnahmen der Stadtverwaltung gegeben. Sie verwiesen auf den Wert des Stadtkerns als bedeutendes städtisches Ensemble auf La Palma mit Bauten und Elementen aus mehreren Jahrhunderten.
In den vergangenen Jahren habe es Eingriffe gegeben, die das Erscheinungsbild beeinträchtigten, etwa den Austausch traditioneller Holzarbeiten gegen Aluminium und Veränderungen an Fassaden. Der PSOE erinnerte an Instrumente wie eine Aktualisierung des Schutzkatalogs oder eine Erklärung als Kulturgut. Eine 2021 von der kanarischen Kulturbehörde initiierte Studie sei nicht weiterverfolgt worden.
Breña Alta hat Kongress zu Demografie und ländlicher Entwicklung ausgerichtet
Breña Alta hat am 18. und 19. Juni den zweiten Kongress der Kanaren „Territorio y arraigo: de la estrategia a la acción“ im Parque de Los Álamos ausgerichtet. Bürgermeister Jonathan Felipe sagte, der ländliche Ort stehe vor demografischen Herausforderungen und könne durch solche Treffen Impulse für Diversifizierung und Lebensqualität erhalten. Die kanarische Regierung organisierte die Veranstaltung im Rahmen der Agenda Canaria 2030.
Experten und institutionelle Vertreter diskutierten Identität, Zusammenleben, Bevölkerungsbindung und Innovation in der Raumplanung. Weitere Themen waren Beschäftigung, neue wirtschaftliche Möglichkeiten im ländlichen Raum, Kreislaufwirtschaft, Zugang zu Wohnraum und Bevölkerungsbalance. Unterstützer waren unter anderem die Inselverwaltung, die Biosphärenreservat La Palma, das Planungsunternehmen Gesplan sowie die Universitäten von La Laguna und Las Palmas de Gran Canaria.
Villa de Mazo hat Rekorde bei der Mazucator erlebt
Die Mazucator hat in Villa de Mazo sportliche Bestmarken gebracht. Olga Martynenkova gewann die 25 Kilometer in 3 Stunden und 10 Minuten und stellte damit einen neuen Rekord auf. Bürgermeister Idafe Hernández erklärte, die Veranstaltung ziehe zunehmend nationale und internationale Spitzenläufer an.
Martynenkova setzte zudem in der Tigalate-Steigung eine Bestmarke. Bei den Männern siegte Quito Santana in 2 Stunden und 25 Minuten und stellte ebenfalls einen Rekord in der Tigalate-Steigung auf. In der 8-Kilometer-Distanz gewann Raúl Rodríguez, bei den Frauen führte die Palmerin Marta Arroyo das Podium an.
Flughafen La Palma hat Preise für Mal- und Schreibwettbewerb vergeben
Der Flughafen auf La Palma hat die Preise seines Mal- und Schreibwettbewerbs für das Schuljahr 2025 bis 2026 vergeben. Insgesamt nahmen 846 Schüler aus 13 Bildungseinrichtungen an den begleitenden Schulbesuchen teil, 180 reichten Arbeiten ein. Acht Beiträge erhielten Auszeichnungen.
Eine Gruppe erwachsener Frauen von der Asociación Tigadaura in Kooperation mit der Fundación Ecca beteiligte sich ebenfalls, vier Arbeiten bekamen Ehrenpreise. Der Flughafen stellte im Sommer eine Auswahl im Check-in-Bereich aus und richtete zusätzlich einen Bereich ein, in dem Reisende selbst zeichnen und schreiben konnten.
Aduares hat Jubiläumsfestival in Breña Alta gefeiert
Die Asociación Agrupación Folclórica Aduares hat ihr XXIX Festival Aniversario im Sportpavillon von Breña Alta veranstaltet. Die Gruppe präsentierte traditionelle kanarische Musik und Tänze, darunter Stücke der Rondalla und Auftritte des Tanzensembles. Das Festival war Teil der Feierlichkeiten zu Ehren des Schutzpatrons San Pedro Apóstol.
Als Gast trat die „Parranda La Aldea“ aus La Aldea de San Nicolás auf Gran Canaria auf, die zur Fundación Canaria Proyecto Comunitario La Aldea gehörte. Für den 23. Juni kündigte Aduares im Museo del Puro Palmero einen Vortrag zu handwerklichen Traditionen kanarischer Trachten an, unter anderem mit María Victoria Hernández und Verónica Ojeda Jiménez.
Kanaren haben neue Zahlen zur Sterbehilfe gemeldet
Die Kanaren haben 2025 eine Euthanasie-Antragsrate von 2,66 pro 100.000 Einwohner verzeichnet und damit knapp mehr als den spanischen Durchschnitt von 2,61 erreicht. Das Gesundheitsministerium stellte die vorläufigen Daten am Mittwoch bei einer Veranstaltung zum fünfjährigen Bestehen des Gesetzes vor. In Spanien erhielten 565 Personen 2025 Sterbehilfe, das entsprach 0,13 Prozent der registrierten Todesfälle.
Der Bericht zeigte Unterschiede zwischen den Krankheitsursachen der Anträge und den letztlich durchgeführten Fällen. Onkologische Erkrankungen machten 37 Prozent der Anträge aus, neurologische Erkrankungen standen bei 46 Prozent der durchgeführten Sterbehilfen im Vordergrund. 83,9 Prozent der Empfänger waren mehr als 60 Jahre alt, und 51 Prozent der Sterbehilfen fanden in Krankenhäusern statt.
PSOE hat Vorwahlen für 2027 mit flexiblen Zeitfenstern geplant
Der PSOE hat flexible Vorwahlen für die Spitzenkandidaten zu den Kommunal- und Regionalwahlen 2027 beschlossen. Organisationssekretärin Rebeca Torró stellte den Kalender am Mittwoch den regionalen Parteiverbänden vor. Er sah Vorwahlen zwischen Juli und September vor und bot erstmals drei Zeitfenster, aus denen die Verbände wählen konnten.
Das erste Fenster begann am 29. Juni, mit Kandidatenvorstellungen am 2. und 3. Juli und einer möglichen ersten Wahlrunde am 19. Juli. Für von Sozialisten geführte Gemeinden und Regionen galten zusätzliche Hürden, etwa Mitgliederquoren und Zustimmung der Bundesliste-Kommission. Das Bundeskomitee sollte den Kalender am 27. Juni genehmigen.
Kanaren haben energetische Verwertung als Weg aus der Deponiequote beschrieben
Mariano Hernández Zapata hat auf dem fünften Forum für ökologische Transformation auf den Kanaren für energetische Verwertung von Abfällen geworben. Der kanarische Minister sagte im MUNA in Santa Cruz de Tenerife, die Inseln könnten Abfälle nicht weiter vergraben, wenn sich daraus Energie und Arbeitsplätze gewinnen ließen. Er verband das Thema mit Kreislaufwirtschaft und Energiesicherheit.
Die EU strebte bis 2035 nur noch zehn Prozent Deponieanteil an, auf den Kanaren lag er laut Zapata bei mehr als 67 Prozent. Fast 96 Prozent der Primärenergie stammten noch aus fossilen Quellen. Die Regierung kündigte eine Ressourcenplanung samt Machbarkeitsstudie an, und Generaldirektor Ángel Montañés forderte eine spezifische Planung für die energetische Verwertung.
Plátano-de-Canarias-Liga hat Gesundheitsprogramm für Schulen ausgeweitet
Die La Liga Saludable de Plátano de Canarias hat ihre fünfte Ausgabe abgeschlossen und deutlich mehr Teilnehmer erreicht. 55.872 Schüler und 900 Lehrer aus Spanien machten mit, das entsprach einem Plus von 20 Prozent. Seit Start des Projekts näherte sich die Gesamtzahl 180.000 Teilnehmern, und 82,3 Prozent der teilnehmenden Einrichtungen waren öffentliche Schulen.
Neu war eine Geschichte mit Escape-Room-Dynamik, in der die Fußballspieler Pedri und Vicky López als Avatare vorkamen. Insgesamt wurden 155.892 Spiele gespielt, im Schnitt 13,92 pro Schüler, ein Drittel davon im familiären Umfeld. Ein Sommerturnier vom 20. Juni bis 10. August sollte das Lernen in den Ferien fortsetzen, als Preis war unter anderem eine Reise zur Frauen-Basketball-WM 2026 in Berlin angekündigt.







