Die Inselverwaltung von Gran Canaria hat eine geplante Meeresaquakulturanlage in La Aldea abgelehnt. Außerdem: ein neuer Ausschuss für den Schienenverkehr, der Pride-Marsch in Las Palmas und ein Angriff auf einen Minderjährigen auf Fuerteventura.
Inselverwaltung lehnt Fischfarm in La Aldea ab
Die Inselverwaltung von Gran Canaria hat das geplante Großprojekt einer Meeresfarm in La Aldea abgelehnt. Umweltschützer und Anwohner hatten zuvor vor Schäden am lokalen Ökosystem und Folgen für Fischergemeinden gewarnt. Greenpeace begrüßte die Entscheidung als wichtiges Signal für den Schutz der marinen Biodiversität. Die Ablehnung spiegelt wachsende Bedenken gegen industrielle Aquakultur und ihre Auswirkungen auf die Meeresumwelt wider.
Neuer Ausschuss soll Schienenverkehr auf Gran Canaria voranbringen
Gran Canaria hat einen Ausschuss zur Verbesserung des Schienenverkehrs eingesetzt. Das Gremium soll Bedarfe ermitteln und künftige Projekte planen, um öffentliche Verbindungen zu stärken und die Abhängigkeit vom Auto zu verringern. Die Initiative zielt auf weniger Staus und eine geringere Umweltbelastung. Der Nahverkehr soll dadurch für Einwohner und Touristen attraktiver werden.
Pride-Marsch in Las Palmas: Protest gegen Druck von rechts
Aktivisten haben eine Pride-Demonstration auf Gran Canaria vorbereitet und vor wachsenden rechtsextremen Tendenzen gewarnt. Sergio Siverio vom Diversas-Kollektiv sagte, ein politischer Wandel könne hart erkämpfte Rechte schnell gefährden. Er kritisierte zudem, dass die kanarische Regierung in den vergangenen fünf Jahren wichtige Regelungen für Trans- und Intersex-Personen nicht umgesetzt habe.
Carla Soto von Altihay Fuerteventura erklärte, Sichtbarkeit bleibe notwendig, weil die Community online homophoben und transphoben Kommentaren ausgesetzt sei. Yelko Fernández von Libertrans forderte kontinuierliche Bildungsarbeit. Der spanische Kongress hatte zuletzt Konversionstherapien unter Strafe gestellt. Der Marsch auf Gran Canaria sollte am Samstag um 19.00 Uhr vom Colectivo Gama von der Avenida José Mesa y López zur Plaza de Canarias führen.
Angriff auf Minderjährigen auf Fuerteventura: Polizei identifiziert fünf Verdächtige
Die Nationalpolizei hat fünf Minderjährige auf Fuerteventura als Tatverdächtige eines Angriffs auf einen anderen Minderjährigen identifiziert. Die Familie des Opfers hatte Anzeige erstattet, nachdem Aufnahmen des Vorfalls über Messenger-Dienste und soziale Medien verbreitet worden waren. Das Opfer erlitt leichte körperliche Verletzungen und zeigte laut Untersuchung deutliche emotionale Folgen wie Angst und Stress.
Die Ermittler stellten fest, dass mehrere Verdächtige eigens aus einem anderen Ort in die Nähe des Wohnumfelds des Opfers gereist waren. Videoaufnahmen zeigten Beteiligte, die einschüchterten, sowie eine Person, die filmte. Der Fall wurde an die Jugendstaatsanwaltschaft in Las Palmas übergeben. Die Polizei warnte vor Konsequenzen, auch wegen möglicher Verletzung der Privatsphäre und der moralischen Integrität.





