Gran Canaria beschäftigt sich mit einem Hepatitis-A-Ausbruch in einer Kita, Entscheidungen der Hafenbehörde, Ärger um die Stiftung Puertos de Las Palmas und weiteren Entwicklungen.
Hepatitis-A-Ausbruch in Verbindung mit Kindertagesstätte
Die Gesundheitsbehörden haben sechs Hepatitis-A-Fälle bei Kindern registriert. Die Betroffenen waren unter zehn Jahre alt und standen nach Behördenangaben mit einer örtlichen Kindertagesstätte in Verbindung. Die Behörden untersuchten die Infektionsquelle, überwachten Kontaktpersonen und leiteten Präventionsmaßnahmen ein: Gesundheitschecks, eine gründliche Reinigung der Einrichtung sowie Hinweise an Eltern zu Hygiene, Symptomen und Impfberatung.
Hafenbehörde beschließt neues CCTV-System und weitere Maßnahmen
Die Hafenbehörde von Las Palmas hat ein neues Videoüberwachungssystem auf den Weg gebracht. Der Verwaltungsrat genehmigte am Donnerstag die Ausschreibung mit einem Budget von 4,8 Millionen Euro. Zusätzlich billigte das Gremium eine Port Control Platform für das Maritime Traffic Control Centre für 601.462 Euro. Darüber hinaus senkte die Behörde die Mindestverkehrsanforderungen für Containerterminals um 17 Prozent, verlängerte ein Umweltabkommen und äußerte Bedenken zur Route Las Palmas–Fuerteventura.
Beatriz Calzada hält trotz Audit an umstrittenen Verträgen fest
Beatriz Calzada hat in einer Vorstandssitzung der Hafenbehörde um Zeit gebeten. Die Präsidentin der Hafenbehörde von Las Palmas wollte nach einem Audit von State Ports eine Lösung für als illegal bezeichnete Praktiken in der Stiftung Puertos de Las Palmas finden. Warnungen des Staatsanwalts der Hafenbehörde und eines Vertreters von State Ports blieben dem Bericht zufolge ohne Konsequenzen. Calzada erklärte nach der Sitzung, der Vorstand werde keine Maßnahmen gegen die Unregelmäßigkeiten ergreifen – darunter die als illegal kritisierte Einstellung der Stiftungsmanagerin Betsabé Morales.
Polizei nimmt Fahrer nach Unfallflucht in Santa Brígida fest
Die Polizei hat in Las Palmas de Gran Canaria einen Fahrer verhaftet. Er soll am Mittwochabend nach einem Unfall in Santa Brígida geflüchtet sein und anschließend einen Atemtest verweigert haben. Beamte der Spezialeinheit UNE fanden den Mann im Stadtteil Miller Bajo; das Auto wies erhebliche Schäden auf. Die Behörden gehen zudem davon aus, dass der Fahrer Polizeibeamte angegriffen hat.
San Juan in Arucas ohne Miguel Ríos – Programm bleibt bestehen
Das Rathaus von Arucas hat das Konzert von Miguel Ríos verschoben. Ein häuslicher Unfall habe den Musiker am Auftritt am 23. Juni gehindert; sein Management bestätigte eine Erholung auf ärztlichen Rat. Die Stadt teilte mit, die Genesung verlaufe gut, dennoch könne er bei den bevorstehenden Konzerten nicht auftreten. Die Feiern zur Nacht von San Juan fanden mit angepasstem Ablauf auf der Plaza de San Juan und der Plaza de la Constitución statt.
Telde öffnet Sammelstelle für das San-Juan-Feuer
Die Stadtverwaltung von Telde hat einen Sammelplatz für Materialien zum San Juan Bonfire eingerichtet. Der Sammelpunkt lag im Barranco de Telde nahe der Puente de los Siete Ojos im Stadtteil San Juan und war bis Montag, 22. Juni, geöffnet. Zugelassen waren ausschließlich unbehandelte Hölzer, pflanzliche Abfälle und trockene Äste; gefährliche Stoffe blieben verboten. Die Stadt warnte vor Sanktionen und verwies auf eine Genehmigung durch den Insularen Wasserverband von Gran Canaria.
Flämische Kunst auf Gran Canaria gewinnt an Bedeutung
Tomás Van de Walle hat den wachsenden Stellenwert flämischer Kunst auf den Kanaren beschrieben. Der Präsident der Kanarischen Inseln Flamenco-Kunst-Stiftung sagte im Interview mit der Nachrichtenagentur EFE, die Wahrnehmung habe sich in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert. Er verwies auf mehr als 300 Beispiele auf La Palma, Teneriffa und Gran Canaria, viele davon in Kirchen. Als besonders bedeutend nannte er zwei Triptychen von Joos Van Cleve in Agaete und in Telde; Schutz und Restaurierung liefen durch öffentliche Stellen.
Animayo Gran Canaria erstmals als qualifizierendes Festival für die Annie Awards anerkannt
Animayo Gran Canaria hat für 2026 seine Preisträger bekanntgegeben. Das Festival ist nach eigenen Angaben das einzige in Spanien, das in zwei Kategorien für die Oscars qualifiziert, und wurde erstmals auch als qualifizierendes Festival für die Annie Awards anerkannt. Ausgezeichnet wurden unter anderem 8 Months von Paulo Garcia und Natalia Gouvea sowie Porque hoy es sábado von Alice Éça Guimarães. Die prämierten Werke sollen im Programm Animayo Itinerante international gezeigt werden, unter anderem in Los Angeles, New York, Madrid und Lissabon.





