Fuerteventura beschäftigt die Rettung von 59 Migranten, neue Hilfen für die Landwirtschaft, der drohende Ausfall von Steuerzahlungen in Tuineje sowie weitere aktuelle Entwicklungen auf der Insel.
Rettungseinsatz vor Fuerteventura: 59 Menschen in Gran Tarajal an Land gebracht
Die Salvamar Izar hat 59 Menschen aus einem treibenden Schlauchboot gerettet. Die Seenotrettung brachte die Geretteten nach Gran Tarajal. Das Boot trieb rund 40 Meilen östlich von Fuerteventura und war vermutlich nahe dem Hafen von El Aaiún gestartet. Die Menschen stammten aus Subsahara-Afrika und dem Maghreb. Das Rote Kreuz organisierte den Empfang im Hafen, danach untersuchten Helfer die Ankommenden. Ein Krankenhausaufenthalt war nicht notwendig.
Neue Agrarhilfen für Fuerteventura: Inselverwaltung und Regierung vereinbaren Maßnahmen
Lola García hat mit Narvay Quintero neue Schritte zur Stützung der Landwirtschaft auf Fuerteventura vereinbart. Die Präsidentin der Inselverwaltung und der kanarische Landwirtschaftsminister koordinierten Maßnahmen für den primären Sektor. García verwies auf Kostenrisiken durch die Insellage und den internationalen Kontext, Quintero erwartete Folgen des aktuellen Konflikts und wollte Entscheidungen aus Madrid und der EU abwarten. Aus den Agro-Umwelt-Hilfen des PEPAC erhielt Fuerteventura 2,26 Millionen Euro. Die Förderung verdoppelte den Durchschnitt pro Antragsteller auf 21.746 Euro. Zudem planten beide Seiten 9,25 Millionen Euro für die Modernisierung der Bewässerung, die 289 Landwirten und 152 Hektar zugutekommen sollte.
Tuineje: Partido Popular warnt vor Ausfall der Steuerzahlungen ab 1. April
Esther Hernández hat vor einem Ausfall der Steuerzahlungen in Tuineje ab dem 1. April gewarnt. Die Sprecherin der Partido Popular im Rathaus begründete dies mit einer fehlenden funktionierenden Einziehungsstelle. Der Dienst war seit November geschlossen, weil kein neuer Vertrag ausgeschrieben oder der bestehende verlängert worden war. Hernández sagte, seit Beginn des Beitrittsprozesses zum Consorcio de Tributos de Tenerife seien vier Monate ohne Lösung vergangen. Der Stadtrat Paco Artiles sah Risiken für Familien und für die Gemeindefinanzen, weil Einnahmen für öffentliche Dienstleistungen fehlten. Eine PP-Initiative für eine schnelle Lösung lehnte die Regierungskoalition aus Coalición Canaria und PSOE ab.
Sturm Therese beeinträchtigt Flugverkehr auf den Kanaren
Binter hat wegen Sturm Therese vor Verspätungen, Umleitungen und Stornierungen gewarnt. Die Fluggesellschaft verwies auf widrige Wetterbedingungen im Luftverkehr der Kanarischen Inseln. Ein Flug vom Flughafen Teneriffa Nord nach El Hierro musste umkehren, zudem wurde bereits ein Flug gestrichen. Reisende sollten den Status ihrer Verbindung prüfen, bevor sie zum Flughafen fahren. Die Reederei Fred. Olsen Express hatte seit Dienstagnachmittag den Schlechtwetterbetrieb aktiviert, ließ die Routen aber weiter normal laufen.
Neues CEIP El Cotillo: Vertrag für Schulbau in La Oliva vergeben
María Saavedra hat die schnelle Vergabe des Vertrags für das neue CEIP El Cotillo gelobt. Die Abgeordnete der Partido Popular auf Fuerteventura verwies auf eine langjährige Forderung der Bildungsgemeinschaft im Norden. Saavedra sagte, die von Poli Suárez geleitete Bildungsbehörde habe den entscheidenden Schritt für das Zentrum in La Oliva gemacht. Mit mehr als 110.000 Euro sollte das Projekt 13 Einheiten und spezielle Räume für Schüler mit Unterstützungsbedarf schaffen und provisorische Klassen ersetzen. Saavedra ordnete das Vorhaben in den Infrastrukturplan 2024 bis 2035 mit 235 Millionen Euro ein.
Jugendtheater sensibilisiert 400 Schüler gegen Cyber-Gewalt
Adargoma Hernández hat ein Bildungstheater gegen Cyber-Gewalt an Schulen auf Fuerteventura unterstützt. Der Bildungsrat der Inselverwaltung setzte dabei auf eine Aufführung für die ersten beiden Jahre der Sekundarstufe. Das von der Künstlerin und Pädagogin Nira Santana entwickelte Stück kombinierte Theater, audiovisuelle Elemente und Interaktion. Es lief am 18. März im Auditorio Insular und erreichte 400 Jugendliche aus Puerto del Rosario, darunter Schüler des IES Puerto del Rosario und des IES Santo Tomás de Aquino. Ein Abschlussgespräch thematisierte Respekt in Online-Räumen und die Sichtbarkeit weiblicher Vorbilder in Technologie und Videospielen.
La Oliva: Filmvorführung mit Live-Musik in Corralejo
Die Asociación Cultural Proa Norte hat eine Filmvorführung mit Live-Begleitung in Corralejo organisiert. Das Kulturprojekt entstand in Zusammenarbeit mit der Kulturabteilung der Stadtverwaltung von La Oliva. Am Freitag, 20. März, sollte um 20.00 Uhr im Auditorium der Film "Bob Marley: One Love" laufen, während die FuerteventuraWood Band die Musik synchron zur Projektion spielte. Der Eintritt war frei, solange Plätze verfügbar waren. Die Organisatoren kündigten an, Dialoge und Originaleffekte zu respektieren und die Musik in den Film zu integrieren.
Antigua setzt Wanderungen zum Frauentag-Programm fort
Matías Peña García hat gesundheitsfördernde Aktivitäten in Antigua im Rahmen des Frauentag-Programms fortgeführt. Der Bürgermeister richtete das Angebot an Senioren und weitere Interessierte. Nach einer Wanderung zur Tacha Blanca kündigte Sozialdezernentin América Soto Betancor eine weitere geführte Route im Barranco Garabato an. Die Initiative erhielt Unterstützung aus der Sozialabteilung der Inselverwaltung von Fuerteventura und sollte Naturerlebnis, Bewegung und Gleichstellung verbinden.
Kanarische Regierung plant Entlastung bei der IGIC für Selbstständige
Manuel Domínguez hat eine neue Entlastung für Selbstständige auf den Kanaren angekündigt. Der Vizepräsident der kanarischen Regierung sagte, bis zu 11.000 Personen könnten profitieren. Die Regierung plante, den Schwellenwert für die Befreiung von der kanarischen Verbrauchsteuer IGIC bei Jahresumsätzen bis 50.000 Euro anzuheben. Wer das Regime freiwillig nutzte, musste keinen IGIC auf Rechnungen ausweisen, verzichtete aber auf den Vorsteuerabzug. Ab 1. Juli 2026 sollte der neue Schwellenwert gelten, ab 1. Januar 2027 sollten statt fünf nur noch eine jährliche Erklärung fällig werden.
Parlament diskutiert neues Zivilschutzgesetz für die Kanaren
Eine Abgeordnete der Grupo Nacionalista Canario hat ein eigenes Zivilschutzgesetz für die Kanaren eingefordert. Die Parlamentarierin aus Fuerteventura sprach in der Kommission für Territorialpolitik über die Ausarbeitung der Norm. Sie begründete den Bedarf mit territorialer Zersplitterung, intensiveren Wetterlagen, Waldbränden und vulkanischen Risiken. Zudem thematisierte sie geplante Maßnahmen von Gestur Canarias für 2026, um lokale Verwaltungen technisch zu stärken und Projekte zu beschleunigen. Nach ihren Angaben habe das Unternehmen sein Tätigkeitsvolumen und seine Ressourcen ausgebaut und seit 2024 eine operative Niederlassung in Las Palmas de Gran Canaria eröffnet.







