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    Kanaren Nachrichten 29. Juli 20252 Min. Lesedauer

    Coalición Canaria kritisiert geplante Zusammenlegung der Betriebsräte in Las Palmas

    Kanaren-Nachrichten PH 3
    Die trockene Seite der Kanaren: Foto: Archivbild

    Die Coalición Canaria (CC) hat am Dienstag die geplante Zusammenlegung der drei Betriebsräte des städtischen Reinigungsdienstes in Las Palmas de Gran Canaria ohne vorherigen Dialog und ohne Garantien für die Beschäftigten abgelehnt. Der Sprecher der CC im Stadtrat, David Suárez, kritisierte das Vorgehen der Stadtverwaltung und forderte dringende Verbesserungen für die Arbeitsbedingungen.

    Suárez traf sich mit dem Betriebsrat der Straßenreinigung und sprach sich gegen die Fusion der Komitees für Straßenreinigung, Müllabfuhr und Sonderdienste aus. Diese Bereiche arbeiten derzeit mit unterschiedlichen Tarifverträgen. Nach Ansicht des Nationalisten würde die geplante Maßnahme die funktionale und vertragliche Vielfalt der Belegschaft ignorieren und sei eine einseitige Entscheidung der Stadt.

    Streit um Betriebsratswahl und Arbeitsbedingungen in Las Palmas

    Ein zentrales Thema des Treffens war die derzeit ausgesetzte Wahl des Betriebsrats der Straßenreinigung. Die Aufnahme von 430 Personen in das Wahlregister, obwohl nur 230 tatsächlich im Dienst sind, habe zu Beschwerden geführt. Diese könnten jedoch mangels Verantwortlicher nicht rechtzeitig geklärt werden. Die Frist zur Klärung endet am Montag, 4. August.

    Suárez wies zudem auf die wachsende Unzufriedenheit der Beschäftigten hin. Sie beklagten die fehlenden Antworten des zuständigen Stadtrats Héctor Alemán und das Fehlen von Fachleuten bei den Verhandlungen. „Sie fühlen sich vollkommen ignoriert. Nicht einmal auf Schreiben an die Bürgermeisterin wurde reagiert“, erklärte Suárez.

    Hoher Krankenstand und fehlende Planung belasten Reinigungspersonal

    Der CC-Sprecher machte auf einen hohen Krankenstand von 23 bis 25 Prozent aufmerksam, den die Beschäftigten auf Überlastung und schlechte Arbeitsbedingungen zurückführten. „Das ist ein Zeichen institutioneller Vernachlässigung. Das Personal ist erschöpft, weil es an Verstärkung und Ressourcen fehlt“, sagte Suárez.

    Ein weiteres Problem sei die weiterhin blockierte Arbeitszeitregelung, die bereits in der vorherigen Amtszeit vereinbart wurde, aber wegen angeblicher technischer Einwände nicht umgesetzt werde.

    Coalición Canaria fordert schnelle Lösungen für Las Palmas

    Suárez erinnerte daran, dass die jetzige Kritik eine ähnliche Beschwerde vor zwei Wochen ergänzt. Damals hatte er nach einem Treffen mit dem Betriebsrat der Müllabfuhr bereits auf Müllansammlungen in Stadtteilen wie Divina Pastora und an der Carretera General del Norte hingewiesen. „Das sind keine bloßen Wahrnehmungen, sondern eine Realität, die den Alltag der Anwohner beeinträchtigt“, betonte Suárez.

    Abschließend forderte der CC-Sprecher die Stadtverwaltung auf, die Beschäftigten anzuhören, deren Anliegen ernst zu nehmen und für mehr Transparenz zu sorgen, um die städtische Reinigung wieder effizient und zuverlässig zu gestalten.

    Las Palmas
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