Gewerkschaften haben GMR Canarias vorgeworfen, die Verhandlungen über den Tarifvertrag seit eineinhalb Jahren blockiert zu haben. Sie kritisieren Gehaltsungleichheiten, mangelnde Transparenz und mögliche Rechtsverstöße.
Mehr als 250 Beschäftigte der öffentlichen Gesellschaft Gestión del Medio Rural de Canarias (GMR), die dem Ministerium für Landwirtschaft, Viehzucht, Fischerei und Ernährungssouveränität untersteht, arbeiten weiterhin ohne einen einheitlichen Tarifvertrag. Die Verhandlungen begannen vor mehr als einem Jahr und stagnieren seither.
Verhandlungen bei GMR auf Teneriffa blockiert
Die in der Firma vertretenen Gewerkschaften USO, CCOO, UGT und IC beklagen, dass die Direktion von GMR den Prozess blockiert. Es habe nur wenige Treffen gegeben, bei denen keine Fortschritte erzielt wurden. Anfragen zur Wiederaufnahme des Dialogs blieben unbeantwortet. Die Gewerkschaften werfen dem Unternehmen Intransparenz und bösen Willen vor, da es die angeforderte Dokumentation nicht bereitstelle, was gegen Artikel 89 des Arbeitnehmerstatuts verstoße.
Derzeit bestehen bei GMR bis zu fünf verschiedene Tarifverträge. In einigen Fällen gelten unterschiedliche Verträge für dieselbe Berufsgruppe, was zu Gehaltsungleichheiten und einer Verschlechterung der Arbeitsbedingungen führt. Diese Situation steht im Gegensatz zu den hohen Gehältern der Führungskräfte und politischen Verantwortlichen des Unternehmens.
Rechtliche Schritte und mögliche Proteste
Zusätzlich wird die im königlichen Dekretgesetz 4/2024 vom 26. Juni vorgesehene Gehaltserhöhung von 0,5 Prozent nicht eingehalten. Für die Gewerkschaften stellt dies einen schwerwiegenden Verstoß gegen geltendes Recht dar, der die Unzufriedenheit der Belegschaft weiter verschärft.
Die Gewerkschaften haben angekündigt, wegen des mutmaßlichen bösen Willens in den Verhandlungen rechtliche Schritte einzuleiten. Sie drohen mit Mobilisierungen, falls das Unternehmen den Prozess nicht vorantreibt und seinen rechtlichen und arbeitsrechtlichen Verpflichtungen nicht nachkommt.








