Jesús Ramos von der Agrupación Socialista Gomera (ASG) hat im Parlament der Kanarischen Inseln die Ausweitung des Programms Fisioterapia +AP auf alle Gesundheitszonen des Archipels gefordert. Er betonte, dass diese Maßnahme entscheidend sei, um die Versorgung in der Primärmedizin zu verbessern.
Ramos erklärte während seiner Rede, die Initiative sei „nicht nur notwendig, sondern dringend“, um chronische muskuloskelettale Erkrankungen zu verhindern, den Medikamentenkonsum zu senken und die Selbstständigkeit der Patienten zu stärken. „Wer auf Physiotherapie in der Primärversorgung setzt, setzt auf ein wirksameres, bürgernäheres und gerechteres Gesundheitssystem“, sagte er.
Forderung nach Physiotherapie in allen Gesundheitszentren auf den Kanaren
Der Abgeordnete aus La Gomera erinnerte daran, dass aktuell nur 46 der 110 Gesundheitszonen auf den Kanaren Zugang zu diesem Angebot haben. Damit bleibe ein erheblicher Teil der Bevölkerung ausgeschlossen. Besonders beklagte er, dass auf La Gomera und La Palma bisher keine Fisioterapia +AP-Sprechstunden existieren, was die Versorgungsungleichheit verschärfe.
„Wie wollen wir Abhängigkeit, Schmerzen oder Gebrechlichkeit bekämpfen, wenn es keine Physiotherapeuten in den Gesundheitszentren gibt, nahe am Wohnort der Menschen?“, fragte Ramos. Er hob hervor, dass dies gerade auf den sogenannten Grünen Inseln mit älterer und verstreuter Bevölkerung besonders dringend sei.
Gesundheitsversorgung auf La Gomera soll gestärkt werden
Ramos forderte, alle Gesundheitszentren mit der nötigen Ausstattung und Infrastruktur auszustatten und das Team der öffentlichen Physiotherapeuten zu verstärken. Diese Forderung werde auch vom Colegio Oficial de Fisioterapeutas de Canarias unterstützt.
Zusätzlich schlug der ASG-Politiker vor, die Sprechstunden bei fehlender Ausstattung im Hauptzentrum in lokale Praxen oder periphere Einrichtungen zu verlegen. So solle eine flächendeckende und wirksame Versorgung auf dem gesamten Archipel sichergestellt werden.





