Das Kabelschiff Cable Enterprise hat im Hafen von Granadilla auf Teneriffa angelegt, um die letzten Vorbereitungen für das Verlegen des weltweit tiefsten dreipoligen Wechselstrom-Unterseekabels abzuschließen. Dieses Kabel wird die Inseln Teneriffa und La Gomera verbinden.
Bei einer Besichtigung des Schiffes überzeugten sich der kanarische Minister für ökologischen Wandel und Energie, Mariano Hernández Zapata, der Präsident des Cabildo von La Gomera, Casimiro Curbelo, sowie weitere Vertreter der Insel- und Regionalregierung von den Fortschritten. Begleitet wurden sie von Vertretern der Red Eléctrica, die für die Verlegung des Kabels verantwortlich ist.
Unterseekabel zwischen Teneriffa und La Gomera
Red Eléctrica, ein Unternehmen der Redeia, schließt die Arbeiten zur elektrischen Unterwasserverbindung zwischen Teneriffa und La Gomera ab. Der Abschluss der Arbeiten ist für dieses Jahr geplant. Das Schiff Cable Enterprise der Prysmian-Flotte, das für seine Stabilität und Autonomie bekannt ist, wird die Installation übernehmen.
Ende August soll das Schiff mit der Verlegung des ersten Kabelkreises auf dem Meeresgrund beginnen. Die Infrastruktur umfasst ein 36 Kilometer langes Unterseekabel, das in einer Tiefe von bis zu 1.145 Metern verlegt wird, sowie zwei Landabschnitte auf La Gomera und Teneriffa. Die Fertigstellung ist für Ende 2025 vorgesehen.
Fortschritt bei der Energieverbindung
Mariano Hernández Zapata bezeichnete das Projekt als „weltweites Meilenstein“ und betonte dessen Bedeutung für die Energiewende auf den Kanaren. Die Verbindung soll die Versorgungssicherheit erhöhen und den Anteil erneuerbarer Energien steigern. Ainara Irigoyen von Redeia hob die technische Herausforderung der 36 Kilometer langen und bis zu 1.145 Meter tiefen Verbindung hervor.
Casimiro Curbelo betonte die Bedeutung der Verbindung für die Modernisierung des Energiesystems und die Nachhaltigkeit. José Miguel Ruano vom Cabildo von Teneriffa unterstrich die Bedeutung der Zusammenarbeit zur Stärkung der elektrischen Konnektivität zwischen den Inseln. Airam Díaz von der Hafenbehörde von Santa Cruz de Tenerife verwies auf die strategische Rolle des Hafens von Granadilla für solche Projekte.




