Die Regierung der Kanarischen Inseln hat das Budget für die Förderung der sogenannten „cuota cero“ für Selbstständige von 2,5 Millionen auf 3,3 Millionen Euro erhöht. Der Beschluss erfolgte am Dienstag im Rahmen der Sitzung des Regierungsrats, um sicherzustellen, dass sämtliche Anträge aus den Jahren 2024 und 2025 finanziell abgedeckt werden können.
Mit der Aufstockung um 800.000 Euro reagierte die zuständige Wirtschaftsbehörde auf die hohe Nachfrage nach der Unterstützung. Bereits im vergangenen Jahr profitierten rund 3000 Selbstständige von der Maßnahme, wobei 632 bewilligte Anträge zunächst aus Budgetgründen nicht ausgezahlt werden konnten. Diese werden nun aus dem aktuellen Etat bedient.
Cuota cero auf den Kanaren: Förderung für Selbstständige ausgeweitet
Die aktuelle Ausschreibung richtet sich an Personen, die 2024 erstmals eine selbstständige Tätigkeit aufgenommen haben und bis zu zwölf Monate die staatliche Flatrate entrichtet haben. Auch Selbstständige, die 2023 gestartet sind und ein weiteres Jahr die Flatrate gezahlt haben, sowie Rückkehrerinnen nach Mutterschutz oder Pflege schwerkranker Kinder, können einen Antrag stellen. Voraussetzung ist ein Wohnsitz auf den Kanaren und keine Schulden bei der Sozialversicherung.
Seit Mai gingen mehr als 3800 Anträge ein. Ein zweiter Korrekturlistenaufruf für zwischen 26. Mai und 30. Juni gestellte Anträge wurde am Montag veröffentlicht. Die Frist zur Nachreichung von Unterlagen endet am Montag, 4. August 2025.
Verbesserung der Wasserversorgung auf El Hierro
Der Regierungsrat hat zudem eine Budgeterhöhung von 490.000 Euro für die Verbesserung der Wasserversorgung im herreñischen Ort Frontera genehmigt. Die Mittel fließen zu gleichen Teilen in Projekte in Los Mocanes und der Calle Merese. Die Investition ist Teil eines bereits im Haushaltsplan verankerten Regierungsversprechens.
Mit den Geldern werden unter anderem neue Durchflussmesser, intelligente Ventile und Photovoltaikanlagen installiert, um die Verluste im Netz um fast 50 Prozent zu senken. Die Modernisierung von 31 Kontrollpunkten kostet mehr als zwei Millionen Euro. Weitere Förderungen für El Pinar und La Frontera in Höhe von insgesamt 364.611,28 Euro sind in Planung.
Gestur Canarias unterstützt weitere Gemeinden bei der Projektplanung
Die Gemeinden Tejeda (Gran Canaria), Granadilla de Abona (Teneriffa) und Villa de Mazo (La Palma) können künftig auf die Dienste der öffentlichen Gesellschaft Gestur Canarias zurückgreifen. Mit dem Beschluss des Regierungsrats steigt die Zahl der kooperierenden Kommunen auf 51 sowie sechs Inselverwaltungen.
Gestur Canarias übernimmt Aufgaben im Bereich Stadtplanung, Projektentwicklung und technische Beratung. Die Gesellschaft kann zudem bei der Verwaltung von Fördermitteln, der Ausarbeitung von Ausschreibungen und bei Notfallmaßnahmen unterstützen.
Fred. Olsen erhält Ausgleich für Residentenrabatt im Fährverkehr
Für den Zeitraum Januar bis März 2025 erhält die Fährgesellschaft Fred. Olsen eine Entschädigung in Höhe von 6,8 Millionen Euro. Damit wird der 25-prozentige Rabatt für kanarische Residenten auf interinsuläre Fährtickets finanziert. Seit Einführung des 75-Prozent-Rabatts für Einheimische auf Flug- und Fährtickets ist die Mobilität zwischen den Inseln deutlich gestiegen.
Die Maßnahme soll die Erreichbarkeit und den sozialen Zusammenhalt auf dem Archipel sichern. Die Förderung erfolgt auf Grundlage des Dekrets 222/2000 und wird quartalsweise ausgezahlt.
Personalentscheidungen im kanarischen Gesundheitswesen
Adasat Goya González ist neuer Direktor des Kanarischen Gesundheitsdienstes. Er folgt auf Carlos Díaz Perera, der sein Amt auf eigenen Wunsch niedergelegt hat. Goya González war zuvor Geschäftsführer des Universitätsklinikums der Kanaren und hatte verschiedene leitende Positionen in El Sauzal inne.
Rafael Luis Martín Domínguez übernimmt die Geschäftsführung des Universitätsklinikums. Zuvor leitete er den Gesundheitsbereich Teneriffa. Diana Mora Izquierdo wird neue Leiterin des Gesundheitsbereichs Teneriffa. Sie war unter anderem im Cabildo von Teneriffa und im Stadtrat von Puerto de la Cruz tätig und bringt Erfahrung aus dem Tourismussektor mit.






