Die Inselverwaltung Teneriffa hat in dieser Woche mehrere Millionenprogramme beschlossen und laufende Projekte in den Bereichen Wasser, Digitalisierung, Naturschutz, Gesundheit und Bildung vorgestellt.
Wasserbau: 4,5 Millionen Euro für private Infrastruktur
Der Consejo Insular de Aguas hat 4,5 Millionen Euro für private Wasserbauprojekte bewilligt. Von 77 Anträgen wurden 68 genehmigt, die auf Erneuerung und Ausbau bestehender Anlagen abzielten.
Die Förderquote lag je nach Vorhaben zwischen 15 und 50 Prozent, der Höchstbetrag bei 360.000 Euro. Gefördert wurden Bohrungen, Pumpen, Leitungen, Kanäle, Telemetrie und Sicherheitsmaßnahmen. Drei Anträge scheiterten an fehlenden Genehmigungen, fünf an mangelnder technischer Rentabilität oder Steuerschulden, zwei Antragsteller zogen ihre Anträge zurück.
Digitalplan 2026: 2,2 Millionen Euro für E-Verwaltung und Cybersicherheit
Inselpräsidentin Rosa Dávila hat den Modernisierungsplan für die Gemeinden 2026 gestartet und dafür rund 2,2 Millionen Euro bereitgestellt. Der Inselrat genehmigte ein Paket aus 23 Projekten, das vor allem kleinere Orte mit geringer technischer Ausstattung stärken soll.
Vorgesehen sind unter anderem Hosting für elektronische Amtssitze und Webseiten, mehr Cybersicherheit, Cloud-Dienste, verbesserte E-Verwaltung sowie Vorhaben zu Bürgerbeteiligung, Datenschutz, Konnektivität, Bibliotheken und Automatisierung mit Künstlicher Intelligenz.
Invasive Flora: Experten beraten Strategien gegen mehr als 900 Arten
Die Inselverwaltung hat die ersten Fachveranstaltungen zur invasiven Flora auf Teneriffa abgeschlossen. Experten aus mehreren Ländern berieten im Espacio Mutua Tinerfeña in La Laguna über Gegenmaßnahmen.
Nach eigenen Angaben investiert die Verwaltung jährlich rund 2 Millionen Euro in die Kontrolle invasiver Arten in 30 Naturräumen. Mit dem Kartendienst "Tenerife Biodiversa" werden Maßnahmen in Echtzeit überwacht. Inselrätin Blanca Pérez betonte, frühe Erkennung, Prävention und ökologische Wiederherstellung seien zentral – auch angesichts des Klimawandels.
Gesundheit: Präventionskampagnen erreichten 1.000 Menschen
Mit Kampagnen zur Diabetes- und Hautkrebsvorsorge hat die Inselverwaltung im vergangenen Monat rund 1.000 Menschen erreicht. Die Aktionen liefen in allen 31 Gemeinden und setzten auf Früherkennung und Information.
Bei der Diabetesprävention wurden 433 Personen betreut, 362 absolvierten den Findrisk-Test, 96 wiesen ein hohes Risiko auf und wurden an Gesundheitsdienste weitergeleitet. Die Hautkrebsvorsorge erreichte 597 Menschen und wurde durch 20 Bildungsinterventionen für Schüler und Sommerlager ergänzt. Juan Acosta, Delegierter für Präventionsbildung, sowie Vertreter des Diabetesvereins und der spanischen Krebsgesellschaft warben für konsequenten Sonnenschutz im Alltag.
Mercatenerife: Mercasa-Treffen zu Nachhaltigkeit und Ausbildung
Am 27. und 28. Mai richtete Teneriffa die Direktorentreffen des staatlichen Unternehmens Mercasa aus. Vertreter der 24 Mercas in Spanien diskutierten über Ausbildung, Nachhaltigkeit und Innovation in der Lebensmittelkette.
Vizepräsident Lope Afonso hob die Bedeutung von Mercatenerife für Wirtschaft und Beschäftigung hervor. Valentín González, Präsident von Mercatenerife, verwies auf Rekordergebnisse 2025 und die Unterstützung von mehr als 600 Landwirten. Mercasa-Präsident José Miñones betonte die Rolle der Großmärkte als Versorgungsgarantie. Das Programm umfasste auch Besuche auf einer Bananenplantage und im Markt.
Bildung: 90 Plätze für Sprachimmersion in Toronto 2026 bis 2028
Inselrat Efrain Medina hat das Sprachimmersionsprogramm Kanada 2026 bis 2028 vorgestellt. Es richtet sich an leistungsstarke Schüler höherer Bildungsgänge und bietet 90 Plätze für "Studieren und Arbeiten" in Toronto.
Das Modell sieht sechs Monate Ausbildung und Arbeit bei Gastfamilien sowie weitere sechs Monate Beschäftigung mit Betreuung vor. In 13 Jahren und 12 Ausgaben haben laut Inselverwaltung 2.989 Schüler über das Programm Auslandserfahrungen gesammelt.
Sport: Pino Plasencia setzt "Seven Volcanoes" Richtung Antarktis fort
Die Inselverwaltung hat die Alpinistin Pino Plasencia aus Adeje empfangen und ihre Leistung gewürdigt. Die Bergsteigerin verfolgt das internationale Projekt "Seven Volcanoes" – die Besteigung der höchsten Vulkane jedes Kontinents.
Patricia León, Direktorin für Gleichstellung und Vielfalt, bezeichnete Plasencia als Vorbild für weibliche Führung und kündigte weitere Förderung von Frauen im Sport an. Plasencia erklärte, die Unterstützung gebe ihr Schub für die letzte Etappe. Sechs Vulkane hat sie bereits bestiegen; im Januar 2027 plant sie die Besteigung des Mount Sidley in der Antarktis.
Schulen: Traditionelle Sportarten erreichten 98 Schüler in Tegueste
Inselrätin Yolanda Moliné hat im IES Tegueste Workshops zu traditionellen Sportarten besucht. Die Veranstaltung war Teil des Programms "Lo Nuestro en tu Centro" zum Día de Canarias.
98 Schüler der ersten ESO nahmen an motorischen Spielen und Disziplinen wie Lucha Canaria, Juego del Palo und Salto del Pastor teil. Moliné erklärte, das Projekt der Strategie Escuelas Activas laufe seit elf Jahren und sei von 32 auf 80 Workshops gewachsen. Die Teilnehmerzahl stieg von 1.800 im Schuljahr 2020/2021 auf inzwischen fast 8.000.
Kultur: Ballettpremieren im Auditorio de Tenerife
Das Auditorio de Tenerife kündigt Vorstellungen von Les Ballets de La Argentina für Donnerstag, 4., und Samstag, 6. Juni, jeweils um 19.30 Uhr in der Sala Sinfónica an.
Antonio Najarro leitet das Projekt künstlerisch, die Sinfónica de Tenerife spielt unter Manuel Coves, als Gast tritt Gitarrist Sohta Nakabayashi auf. Die Kostüme entwarf die Teneriffa-Designerin Yaiza Pinillos nach Vorbildern von Néstor Martín-Fernández de la Torre. Tickets kosten 15 Euro, für unter 30-Jährige 5 Euro, weitere Ermäßigungen sind erhältlich.






