Die Zahl der Todesfälle durch Ertrinken auf den Kanarischen Inseln hat zwischen Januar und Juli 2025 bei 30 gelegen. Nach Angaben der Vereinigung ‚Canarias, 1500 Km de Costa‘ bedeutete dies einen Rückgang um 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, in dem 41 Menschen ums Leben kamen. Der Ausgang eines am Donnerstag auf La Palma entdeckten Leichnams nahe dem alten Hafen von Tazacorte ist noch nicht abschließend geklärt.
Zu den 30 Todesopfern kamen fünf Badegäste in kritischem Zustand, elf Schwerverletzte, 28 mittelschwer Verletzte, neun Leichtverletzte und 13 unverletzt Gerettete hinzu. Damit stieg die Gesamtzahl der Betroffenen an den Küsten oder in Wasseranlagen des Archipels auf 96 Personen.
Ertrinken auf den Kanaren: Weniger Todesfälle im Jahr 2025
Im Durchschnitt starben vier Menschen pro Monat durch Ertrinken auf den Inseln. Im Juli registrierten die Behörden 17 Vorfälle in Gewässern des Archipels, darunter drei Todesfälle, fünf Schwerverletzte und neun mittelschwer Verletzte.
Unter den bis Juli verunglückten Minderjährigen befanden sich neun Kinder, darunter drei Todesopfer, was zehn Prozent aller Ertrunkenen im Berichtszeitraum entspricht. Zudem gab es einen kritisch verletzten, zwei schwer verletzte, zwei mittelschwer verletzte und ein unverletzt gerettetes Kind.
Gran Canaria mit den meisten Todesfällen durch Ertrinken
Nach Altersgruppen entfielen 34 Prozent (zehn Personen) der Todesfälle auf Erwachsene, 33 Prozent (zehn) auf Menschen über 60 Jahre und 23 Prozent (sieben) auf Personen unbekannten Alters. Von den 30 Toten waren acht Ausländer: zwei Polen, zwei Briten, ein Italiener, drei ohne genaue Nationalitätsangabe. Zwei Opfer waren Spanier, die übrigen 20 hatten eine unbekannte Staatsangehörigkeit.
Zwischen Januar und Juli betraten 47 Prozent der Verstorbenen das Meer während einer Vorwarnung oder Warnung der Regierung der Kanarischen Inseln aufgrund widriger Küstenbedingungen. 77 Prozent (23 Personen) der tödlich Verunglückten waren Männer, 23 Prozent (sieben) Frauen.
Strände auf den Kanaren bleiben Unfallschwerpunkt
60 Prozent der Todesfälle entfielen auf Badegäste. 20 Prozent (sechs Personen) starben ohne nähere Angaben zur Aktivität, 17 Prozent (fünf) waren Fischer. Drei Prozent (eine Person) kamen durch einen Sturz ins Wasser von einem Pier, einer Klippe, einer Promenade oder als Sportler wie Paraglider, Piloten oder Bootsbesatzungsmitglieder ums Leben.
Gran Canaria verzeichnete mit elf Todesfällen die meisten Ertrinkungsunfälle, gefolgt von Teneriffa mit zehn, Lanzarote mit drei sowie La Palma und La Gomera mit jeweils zwei. Auf Fuerteventura und El Hierro gab es je einen Todesfall, auf La Graciosa keinen.
Nachmittags häufen sich die tödlichen Badeunfälle
Die meisten tödlichen Vorfälle ereigneten sich an Stränden, die 44 Prozent der Fälle ausmachten. Es folgten Naturpools und Hafen- beziehungsweise Küstenbereiche mit je 22 Prozent sowie Schwimmbäder mit fünf Prozent. 67 Prozent der Unfälle passierten am Nachmittag, 23 Prozent am Vormittag, bei zehn Prozent war die genaue Uhrzeit unbekannt.
Die Statistik wurde von der Vereinigung zur Prävention von Unfällen im Wasser ‚Canarias, 1500 Km de Costa‘ auf Basis offizieller Notfalldaten erstellt. Dazu zählen Informationen der Rettungszentrale der 112 Canarias, der Guardia Civil, der Policía Nacional, des Seenotrettungsdienstes, der Feuerwehr und des Katastrophenschutzes. Unterstützt wurde die Initiative vom Cabildo von Gran Canaria, dem Museo Elder de la Ciencia y la Tecnología, der Abteilung für Raumplanung und Wasser der Regionalregierung, den Tourismus- und Meeresämtern der Stadt Las Palmas de Gran Canaria sowie von Binter.






