Lanzarote beschäftigt sich mit dem Streit um das Hospital Insular, einem verhinderten Alunizaje in Puerto del Carmen, Millioneninvestitionen in Yaiza und weiteren Entwicklungen auf der Insel.
Hospital Insular auf Lanzarote: CC und PSOE verschärfen den Streit
Coalición Canaria Lanzarote hat dem PSOE Demagogie in der Debatte um die Zukunft des Hospital Insular vorgeworfen. Die Partei erklärte, Aussagen von Kanaren-Präsident Fernando Clavijo seien aus dem Kontext gerissen worden, um Unsicherheit zu schüren. Zudem kritisierte CC, der PSOE habe in der Amtszeit von Dolores Corujo den sozialen Sektor vernachlässigt und Mittel für Altenpflege-Infrastruktur verloren.
CC hält an einer umfassenden Sanierung fest und orientiert sich dabei an den Empfehlungen des Plan Directors. Der PSOE habe dagegen eine Nutzung ohne Krankenhausbetten vorgeschlagen und einen 2022 eingereichten Plan nicht veröffentlicht. Pedro San Ginés, Generalsekretär von CC Lanzarote, forderte eine öffentliche Debatte mit allen Parteien.
Puerto del Carmen: Polizei stoppt Alunizaje-Einbruch
In Puerto del Carmen hat die Polizei zwei Verdächtige nach einem versuchten Alunizaje festgenommen. Die Täter rammten mit einem Fahrzeug die Eingangstür eines Geschäfts an der Avenida de Las Playas. Die Einsatzkräfte stoppten den Einbruch, das Geschäft erlitt dennoch erhebliche Schäden.
Nach einem ähnlichen Fall hatten die Sicherheitskräfte Ermittlungen und Präventionsmaßnahmen bereits verstärkt. Die Festnahme gelang durch die Zusammenarbeit der Polizei von Tías und der Guardia Civil, unterstützt durch ein Abkommen des Innenministeriums. Verdächtige und Ermittlungsakten wurden der Justiz übergeben.
Yaiza: 22,9 Millionen Euro für neue Investitionsprojekte
Der Stadtrat von Yaiza hat 22,9 Millionen Euro aus Haushaltsüberschüssen für Investitionen freigegeben. Bürgermeister Óscar Noda erklärte, die Mittel seien ausschreibungsbereit und sollten sich in konkreten Projekten für die Bürger niederschlagen. Geplant sind unter anderem eine neue Bibliothek in Playa Blanca für 4 Millionen Euro und die Fertigstellung einer Sporthalle für 4,2 Millionen Euro.
Weitere Vorhaben umfassen den Abschluss des Fußballplatzes in Playa Blanca für 1,2 Millionen Euro, die Erneuerung der Plaza del Carmen für 3,6 Millionen Euro und die Modernisierung der Straße Jaime Quesada für 2 Millionen Euro. Laut Gemeinde laufen zudem Projekte im Wert von mehr als 10 Millionen Euro, darunter Arbeiten an der Zufahrt nach Playa Blanca über Femés und an der Avenida Papagayo.
Yaiza: Sommerlager startet mit zweihundert Kindern an vier Orten
Der Stadtrat von Yaiza hat zweihundert Kinder in das Sommerlagerprogramm für Juli und August aufgenommen. Bürgermeister Óscar Noda betonte, das kostenlose Angebot sei wichtig für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Aktivitäten laufen in Playa Blanca, Uga, Yaiza und Puerto Calero und werden mit fünf spezialisierten Einrichtungen aus der Gemeinde umgesetzt.
In Playa Blanca startete eine Gruppe mit 60 Kindern, in Uga zwei Gruppen mit jeweils 32 Kindern, in Yaiza eine Gruppe mit 36 Kindern und in Puerto Calero eine Gruppe mit 40 Kindern. Ergänzend kündigte die Gemeinde Bastelworkshops in Kulturzentren sowie vormittägliche Englischkurse für Schüler der ersten bis vierten Klasse der Sekundarstufe in Uga und Femés an.
Arrecife: Großreinigung in Argana Baja abgeschlossen
Der Stadtrat von Arrecife hat in Argana Baja eine umfassende Reinigungsaktion durchgeführt. Die Maßnahme ist Teil eines Plans zur städtischen Reinigung und Verschönerung unter Leitung der Stadträte Jacobo Lemes und Echedey Eugenio. Einsatzteams arbeiteten in mehreren Straßen, darunter Salazones, Los Ancones, Don Manuel Cáceres und Alfonso XII.
Die Arbeiten folgten einer Methodik aus Planung, Koordination und gebündeltem Einsatz von Personal und Material. Vorab verteilte die Stadt Informationsmaterial an Anwohner. Seit dem Start am 5. März hat der Plan bereits Altavista, Morro Angelito, Titerroy, Maneje und Argana Alta erfasst.
Tahíche: Musikworkshop im Gefängnis erreicht 32 Teilnehmer
Die Asociación Derecho y Justicia hat im Centro Penitenciario de Tahíche einen Musikworkshop mit 32 Teilnehmern etabliert. Eine Spende von 400 Euro des Geschäfts Musical Panchito ermöglichte den Kauf mehrerer Timples für den Unterricht. Musiker Alejandro Betancort leitet den Kurs, der in diesem Jahr mit Förderung des Kulturamts von Arrecife begann.
Die Organisation betonte, Musik stärke Disziplin, Kreativität, Selbstwertgefühl und Teamarbeit und unterstütze so die Wiedereingliederung. Der Workshop soll sich als dauerhafte Aktivität in Bildungs- und Reintegrationsprogrammen verankern. Die Asociación rief zudem dazu auf, ungenutzte Musikinstrumente zu spenden, um das Projekt auszubauen.
Tinajo: Fernando Clavijo stellt Kandidatur für Regionalwahl 2027 vor
Fernando Clavijo hat in Tinajo seine Kandidatur für die Präsidentschaft der Kanarischen Inseln bei den Regionalwahlen 2027 präsentiert. Coalición Canaria Lanzarote und La Graciosa hielt dazu einen offenen Inselpolitischen Rat ab, den Pedro San Ginés als Generalsekretär der Partei auf Lanzarote leitete. Clavijo zog eine Bilanz des vergangenen Regierungsjahres und bat um Unterstützung.
Unter den Teilnehmern waren Parteifunktionäre und öffentliche Vertreter, darunter Olivia Duque und Oswaldo Betancort. Im Anschluss eröffnete die Partei eine neue Zentrale in Tinajo. Bürgermeister Jesús Machín erklärte, der Standort solle eine bürgernahe Politik stärken, während Yurena Cubas betonte, der Umzug bedeute keinen Projektwechsel.
Kanaren: NC-BC kündigt Initiative zur psychischen Gesundheit von Kindern an
Carmen Hernández von Nueva Canarias-Bloque Canarista hat eine Initiative zur psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen auf den Kanarischen Inseln vorgestellt. Sie kündigte an, eine parlamentarische Motion einzubringen, die Suizidprävention, Bildung und bessere Koordination der Verwaltung verbindet. Hernández erklärte, die Regierung müsse dringend und abgestimmt auf mehr emotionale Störungen, Selbstverletzungen und Suizidversuche reagieren.
Sie verwies auf hohe Suizidraten und überlastete Beratungsdienste an Schulen. Die Motion sieht mehr Personal wie Berater, Psychologen und Sozialarbeiter sowie die Überprüfung von Präventionsprotokollen vor. Ein integratives Modell soll das emotionale Wohlbefinden stärken und soziale Ungleichheiten als Risikofaktor adressieren.





