Die Stadtverwaltung von La Laguna hat kleinere Änderungen am Generalplan beschlossen, um neue Friedhofsflächen in Tejina und Valle de Guerra zu ermöglichen. Der Stadtrat reagierte damit auf den akuten Bedarf an zusätzlichen Bestattungsplätzen, da die bestehenden Anlagen nahezu ausgelastet waren.
Bürgermeister Luis Yeray Gutiérrez erklärte, diese Maßnahmen spiegelten das Engagement der Stadt für eine verantwortungsvolle Stadtplanung wider. „Wir stellen sicher, dass alle Menschen Zugang zu würdigen, erreichbaren und kulturell respektvollen Bestattungsplätzen haben“, sagte Gutiérrez. Von Beginn an habe die Verwaltung die Bevölkerung in den Planungsprozess einbezogen und werde dies fortsetzen. Die Planung orientiere sich an den tatsächlichen Bedürfnissen der Einwohner und berücksichtige Kriterien wie Nähe, Umweltschutz und sozialen Zusammenhalt.
Neue Friedhofsflächen auf Teneriffa: Planungsprozess für Tejina und Valle de Guerra
Adolfo Cordobés, Stadtrat für Raumordnung, bezeichnete die Entscheidung der Kommission als notwendig, zeitgemäß und sensibel. Die Maßnahme sichere einen essenziellen öffentlichen Dienst für die kommenden Jahrzehnte. Cordobés betonte, das Verfahren werde transparent verlaufen, mit öffentlich zugänglichen Informationen und offenen Kanälen für die Bürgerbeteiligung.
Auch die für Friedhöfe zuständige Stadträtin Cristina Ledesma hob die Bedeutung der geplanten Verbesserungen hervor. Sie verwies auf die hohe Auslastung beider Friedhöfe und die begrenzten Erweiterungsmöglichkeiten an den aktuellen Standorten. Die Stadt habe sich nach technischen Berichten der Friedhofsverwaltung, die die Kapazitätsgrenzen bestätigten, zu den Änderungen entschlossen.
Technische Studien bestätigen Handlungsbedarf für Friedhöfe auf Teneriffa
Studien des öffentlichen Unternehmens Gesplan belegten die hohe Belegung und die fehlenden Erweiterungsmöglichkeiten, was kurzfristig zu kritischen Situationen führen könnte. Daher sei es unerlässlich, neue Standorte zu schaffen, um die künftige Nachfrage zu decken. Die Anpassung des Generalplans stelle einen notwendigen Schritt dar, um den rechtlichen Rahmen an die tatsächlichen Bedürfnisse der Region anzupassen.
Mit den Änderungen solle die Auswahl technisch, ökologisch und sozial geeigneter Standorte ermöglicht werden. Ziel sei ein gerechter Zugang zu würdigen und nachhaltigen Bestattungsflächen in Wohnortnähe, um den Autoverkehr zu reduzieren.
Demografische Entwicklung und Standortalternativen für neue Friedhöfe
Für die Auswahl der Flächen führten die Verantwortlichen topografische und soziodemografische Analysen durch. Dabei flossen auch Bevölkerungsentwicklung und Prognosen ein. In Tejina stieg die Einwohnerzahl in den vergangenen zehn Jahren um 2,75 Prozent, in Valle de Guerra sank sie um ein Prozent. Beide Orte weisen einen hohen Anteil älterer Menschen auf, das Durchschnittsalter liegt bei etwas über 43 Jahren.
Als Ergebnis der Analysen und Bürgerbeteiligung schlugen die Verantwortlichen mehrere mögliche Standorte vor. In Tejina stehen Flächen nahe der Straße Tejina-La Laguna und in der Nähe der Kirche San Isidro zur Diskussion. Für Valle de Guerra werden eine Erweiterung des bestehenden Friedhofs, ein Neubau in dessen Nähe sowie ein alternativer Standort bei der Kirche Nuestra Señora del Rosario geprüft.
Bürgerbeteiligung und weitere Schritte bei der Friedhofsplanung auf Teneriffa
Nach der Zustimmung des Plenums werden die Entwürfe und das Umweltgutachten an die zuständige Behörde übermittelt. Die strategische Umweltprüfung sieht die Beteiligung betroffener Behörden und Interessengruppen vor. Nach Vorliegen des Umweltberichts beginnt das Verfahren zur ersten Genehmigung, das eine breite Bürgerbeteiligung vorsieht. Die Umsetzung der neuen Anlagen übernimmt anschließend die zuständige städtische Abteilung.
Bereits am Dienstag hat der Stadtrat beschlossen, das öffentliche Unternehmen Gesplan mit der Ausarbeitung der Änderungsunterlagen zu beauftragen. Gesplan ist seit 2020 als Eigenbetrieb der Stadt La Laguna anerkannt.





