Teneriffa meldet sinkende Arbeitslosigkeit, neue Präventionsprogramme gegen sexuell übertragbare Infektionen und einen ausgebauten Katastrophenschutz.
Teneriffa meldet niedrigste Arbeitslosenzahl seit 18 Jahren
Die Arbeitslosigkeit auf Teneriffa ist seit 2023 deutlich gesunken. Im Juni zählte das Instituto Canario de Estadística 61.707 Arbeitslose – 3.028 weniger als ein Jahr zuvor. Das entspricht einem Rückgang von 4,7 Prozent und dem niedrigsten Juniwert seit 18 Jahren. In der historischen Reihe lag nur der März 2008 noch tiefer.
Inselpräsidentin Rosa Dávila erklärte, der Kurswechsel seit Juli 2023 habe eine diversifizierte und innovative Wirtschaft gestärkt. Seitdem hätten sich mehr als 260 Unternehmen aus Forschung, Entwicklung und Innovation angesiedelt und 5.400 neue Arbeitsplätze geschaffen. Die Neueinstellungen stiegen im Juni auf 27.915.
Jugendarbeitslosigkeit auf Teneriffa deutlich unter nationalem Durchschnitt
Auch bei jungen Arbeitslosen verzeichnet Teneriffa Fortschritte. Im Juni sank die Jugendarbeitslosigkeit im Jahresvergleich um 3,45 Prozent; seit Juli 2023 ging sie um 7,6 Prozent zurück. Die Quote der unter 25-Jährigen fiel auf 13 Prozent – elf Punkte unter dem nationalen Durchschnitt.
Inselpräsidentin Rosa Dávila verwies auf mehr als neun Millionen Euro für die Beschäftigungsförderung. Dazu zählen das Programm Garantía Juvenil und das Projekt Nuevas Oportunidades de Empleo, die jungen Menschen den Einstieg in den Arbeitsmarkt erleichtern sollen.
Teneriffa schult Fachleute zu STI-Prävention und Pornografiekonsum
Die Inselverwaltung hat eine Fortbildung zur Prävention sexuell übertragbarer Infektionen und deren Zusammenhang mit Pornografiekonsum durchgeführt. Mehr als 200 Fachleute nahmen an der vierten Sitzung der Escuela Preventiva teil, die gemeinsam mit der ESSSCAN und der Gesundheitsbehörde der Kanarischen Inseln organisiert wurde.
Juan Manuel Acosta Méndez, Bildungsrat der Inselverwaltung mit Zuständigkeit für Prävention, begründete die hohe Nachfrage mit dem aktuellen gesellschaftlichen Kontext. Alba Cabrera von der Universität La Laguna erklärte, Pornografie wirke bei Jugendlichen als sozialer Erzieher und stehe in direkter Verbindung zu steigenden STI-Zahlen.
Kanaren mit höchster Syphilisrate Spaniens – Aufklärung und Tests gefordert
Offizielle Zahlen zeigen, dass die Kanaren 2024 die höchste Syphilisrate Spaniens verzeichneten. Gleichzeitig stiegen Fälle von Chlamydien und Gonokokkeninfektionen stark an. Als Ursachen gelten Unwissen, geringes Risikobewusstsein und rückläufiger Kondomgebrauch bei Jugendlichen.
Marta Gómez, Koordinatorin der Screening Points, rief dazu auf, Angebote zur Früherkennung zu nutzen. Das Projekt FARO, getragen von der Universität La Laguna und dem kanarischen Gesundheitsdienst, zielt auf umfassende sexuelle Bildung. Eine neue Kampagne soll Kondomnutzung und STI-Tests stärken.
Teneriffa stärkt Katastrophenschutz gemeinsam mit San Miguel de Abona
Die Inselverwaltung hat die Zusammenarbeit mit San Miguel de Abona im Bereich Katastrophenschutz ausgebaut. Sicherheits- und Notfalldirektor Iván Martín traf sich mit Bürgermeister Arturo González, um die Aktualisierung des kommunalen Notfallplans PEMU zu besprechen. Beide betonten, dass eine bessere Koordination die Sicherheit der Bevölkerung erhöhen soll.
Martín betonte, die Pläne müssten neben Vulkanrisiken auch extreme Wetterereignisse, Überschwemmungen, Waldbrände und seismische Gefahren abdecken. Vorgestellt wurde zudem ein neuer Zivilschutzplan zur Stärkung der Selbstschutzkultur, ergänzt durch eine Neustrukturierung von Zivilschutzdienst und CECOPIN sowie eine Koordinations-App.
Teneriffa zieht Bilanz bei Mobilität, Wasserversorgung und Nachhaltigkeit
In einer Bilanz hob Inselpräsidentin Rosa Dávila Fortschritte bei zentralen Infrastrukturthemen hervor. Das Rekordbudget von 1.278 Millionen Euro ermögliche strategische Initiativen für die kommende Dekade. Im öffentlichen Nahverkehr kamen nach Angaben der Verwaltung 120.000 neue Nutzer hinzu.
Für die Wassersicherheit investierte die Inselverwaltung 250 Millionen Euro in Produktion, Speicherung und Verteilung. Zum Schutz des Teide-Nationalparks nannte sie Erhaltungsmaßnahmen und die Einführung einer Ökosteuer für Nicht-Residenten. Darüber hinaus verwies die Verwaltung auf ein neues Abkommen zur Abhängigkeitspflege.





