Protest der Mitarbeiter im Gefängnis Teneriffa II wegen Wassermangel
Die Mitarbeiter des Gefängnisses Teneriffa II haben am 25. August vor den Toren der Einrichtung gegen anhaltende Wasserknappheit protestiert. Diese Situation führe laut den Beschäftigten zu unzureichenden Arbeitsbedingungen. Nacho Fernández, Vertreter der Gewerkschaft Tu Abandono Me Puede Matar (TAMPM), erklärte gegenüber Atlántico Hoy, dass sie seit mehr als einer Woche unter Wasserknappheit leiden. Das Gefängnis verfüge nur über einen Wassertank, der für eine Einrichtung dieser Größe nicht ausreiche. Fernández betonte die dringende Notwendigkeit von Erweiterungsarbeiten und einer erhöhten Speicherkapazität.
Vorschlag für direkte Wasserversorgung
Fernández schlug vor, eine direkte Wasserleitung exklusiv für das Gefängnis einzurichten, um den lokalen Rat von El Rosario zu umgehen. Laut dem Gewerkschaftsvertreter wurde dies nach dem Brand im Jahr 2023 in Betracht gezogen, jedoch nicht umgesetzt. Die Mitarbeiter seien gezwungen, ihre Hände mit Wassereimern zu waschen und diese zur Hygiene zu nutzen, während sie Temperaturen von bis zu 35 Grad Celsius ertragen. Diese Situation wurde dem Generalsekretär der Strafvollzugsanstalten, dem Regierungsunterdelegierten auf den Kanaren und der Gefängnisleitung gemeldet.
Sorge der lokalen Behörden
Der Bürgermeister von El Rosario, Escolástico Gil, äußerte anhaltende Bedenken bezüglich des „unzureichenden hydraulischen Netzes“ des Gefängnisses, einer wichtigen staatlichen Infrastruktur innerhalb der Gemeinde, die sich die Wasserversorgung mit den Haushalten teilt. Der Stadtrat ist für die Versorgung und Wartung dieser Infrastruktur verantwortlich, und Gil setzt sich seit Jahren dafür ein, dass der Staat seine Versorgung unabhängig verwaltet.
Im Jahr 2023 erlebte das Gefängnis Wasserknappheit aufgrund eines großen Brandes auf Teneriffa, der die Wasserkanäle unterbrach und die lokale Bevölkerung sowie das Gefängnis ohne Versorgung ließ. Gil betonte damals, dass das Gefängnis vor 34 Jahren in einem landwirtschaftlichen Gebiet ohne ordnungsgemäße Planung errichtet wurde und die Lösung darin besteht, „die Erweiterungsarbeiten des Wassertanks und der Kanalisierung“ in den Plan zur Amortisation der Justizinfrastruktur und Zentrumserrichtung (PACEP) aufzunehmen, der in die Zuständigkeit der Staatlichen Infrastruktur-, Ausstattungs- und Sicherheitsgesellschaft (SIEPSE) fällt.





