Teneriffa spricht über Shakespeare als Ballett, einen neuen Leseklub zur kanarischen Literatur und eine Tagung zu Stufenpyramiden sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Auditorio de Tenerife zeigt „Hamlet“ als großformatiges Ballett
Robert Lepage und Guillaume Côté haben „Hamlet“ auf Teneriffa als Ballett auf die Bühne gebracht. Die Aufführungen fanden am Samstag und Sonntag im Auditorio de Tenerife statt und setzten auf eine minimalistische Szenerie, in der Licht, Schatten und Transparenz die Handlung trugen.
Lepage erklärte, das Drama behalte auch ohne Worte seine Struktur, während Tanz verborgene Bedeutungen freilegen könne. Côté betonte, die Themen Macht, Verrat und innerer Konflikt spiegelten sich in der Gegenwart. Neun Tänzer verbanden verschiedene Stile, Tickets kosteten 15 Euro, ermäßigt 5 Euro für unter 30-Jährige.
Inselverwaltung startet Leseklub zur Literatur der Kanaren
Die Librería del Cabildo hat einen neuen Leseklub auf Teneriffa eröffnet. Die erste Sitzung fand am Mittwoch, dem 1. Juli, statt und gehörte zu einer Initiative des Kulturamts der Inselverwaltung, die Ideco umsetzte.
Die Runde besprach den Roman „Guad“ von Alfonso García-Ramos, der 1971 nach dem Gewinn des Premio Benito Pérez Armas erschien und als Schlüsselwerk der zeitgenössischen kanarischen Literatur gilt. Etwa zwanzig Teilnehmer diskutierten Themen wie Wasserknappheit, soziale Veränderungen und insulare Identität, zudem nahm Liti García-Ramos, die Tochter des Autors, teil.
Nächstes Treffen widmet sich Cecilia Domínguez Luis
Der Leseklub hat das nächste Treffen auf Teneriffa festgelegt. Die Sitzung sollte am 29. Juli stattfinden und den Roman „El sepulcro vacío“ von Cecilia Domínguez Luis behandeln.
Domínguez Luis erhielt 2015 den Premio Canarias de Literatura. Die monatlichen Treffen sollten laut Ankündigung die Lektüre als Ausgangspunkt für Gespräche, Ideenaustausch und die Entdeckung wichtiger Autoren der Kanarischen Inseln nutzen.
MUNA kündigt Tagung zu Stufenpyramiden auf den Kanaren an
Das Museo de Naturaleza y Arqueología de Tenerife hat eine wissenschaftliche Tagung zu Stufenpyramiden angekündigt. Die Veranstaltung sollte am Freitag, dem 3. Juli, von 11.00 bis 20.00 Uhr stattfinden und neue Datierungen, Forschungen sowie digitale Rekonstruktionen diskutieren.
Organisiert wurde das Treffen von der Gruppe ABORA aus Deutschland in Zusammenarbeit mit der Asociación de Amigos del MUNA. Nationale und internationale Experten sollten laut Ankündigung prüfen, ob die sogenannten gestuften Pyramiden der Kanaren älter sind als bisher angenommen und damit gängige Deutungen zur frühen Geschichte Teneriffas infrage stellen.





