Gran Canaria und die Kanarischen Inseln beschäftigen derzeit mehrere Themen: der Druck auf den Bananenanbau, eine angekündigte Hitzewelle sowie ein Polizeieinsatz auf der GC-1.
Bananensektor auf den Kanaren verliert Marktanteile
Asprocan hat einen Rückgang des Marktanteils der kanarischen Banane auf dem spanischen Festland eingeräumt. Der Verband der Erzeugerorganisationen unter Leitung von José Carlos Rendón teilte mit, dass der Anteil 2025 bei 49 Prozent lag und in den ersten fünf Monaten 2026 auf 47 Prozent sank. Importierte Bananen kamen damit auf 53 Prozent.
Als Hauptursache nannte Asprocan EU-Verbote bestimmter Pestizide, die die Produktion einschränkten. Daneben spielten Wetterbedingungen und die steigende Nachfrage nach günstigeren Früchten eine Rolle. Rendóns Ziel von 600 Millionen Kilo pro Jahr rückt damit in weite Ferne: 2025 wurden lediglich 375 Millionen Kilo erzeugt. Steigende Kosten und unsichere EU-Förderungen verschärfen die Lage zusätzlich.
Hitzewelle bringt bis zu 36 Grad auf die Kanaren
Die Regionalregierung hat vor einer Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 36 Grad gewarnt. Die höchsten Werte wurden laut Prognose für Sonntag in den Gemeinden Las Palmas und Santa Cruz de Tenerife erwartet. Die Wetterlage sollte mindestens bis Montag anhalten.
Besonders gefährdeten Gruppen empfahl die Regierung, ausreichend zu trinken und direkte Sonneneinstrahlung zu meiden. Die Hitze verstärkt die ohnehin warmen Sommerbedingungen auf den Kanarischen Inseln zusätzlich.
Polizei stoppt Fußgänger auf dem Mittelstreifen der GC-1
Die Polizei hat drei Personen auf der Avenida Marítima in Las Palmas de Gran Canaria angezeigt. Die drei hatten am Mittwoch den Mittelstreifen des stark befahrenen GC-1-Abschnitts betreten und waren zwischen den Palmen spaziert.
Eine Überwachungskamera erfasste die Gruppe, woraufhin eine Verkehrseinheit eingriff. Die Beamten eskortierten die Fußgänger in Sicherheit und hielten den Verkehr kurzzeitig an. Anschließend zeigte die Polizei die Beteiligten wegen der Schaffung eines "ernsthaften Risikos" an.
Kraftstoffrabatte auf Basis der Preise auf Gran Canaria und Teneriffa
Die Kanaren-Regierung hat neue Kraftstoffzuschüsse für kleinere Inseln beschlossen. Das Finanzministerium teilte mit, dass Bewohner auf La Gomera ab 1. Juli bis Ende September 20 Cent pro Liter erhalten, auf El Hierro und La Palma sind es 15 Cent. Lanzarote und Fuerteventura gehen leer aus.
Die Zuschüsse werden vierteljährlich angepasst und sind im Regionalhaushalt 2026 verankert. Grundlage sind Preisvergleiche mit Gran Canaria und Teneriffa aus dem Zeitraum 1. April bis 15. Juni. Ein Zuschuss greift, wenn Benzin oder Diesel auf einer nicht-kapitalen Insel mindestens fünf Cent teurer ist.





