Proteste gegen Wohnungsnot, Lehrerprüfungen, ein tödlicher Motorradunfall und weitere Entwicklungen: Was Gran Canaria aktuell bewegt.
Proteste gegen Wohnungsnot auf Gran Canaria
Am Samstag gingen Bürger auf Gran Canaria für bezahlbaren Wohnraum auf die Straße. Die von sozialen Bewegungen und Wohnungsinitiativen organisierte Kundgebung zog Familien, Aktivisten und Anwohner an. Die Redner richteten sich gegen steigende Mieten und Immobilienpreise und verlangten, Wohnen als Grundrecht zu behandeln.
Viele Teilnehmer schilderten persönliche Belastungen. Banner und Sprechchöre erhöhten den Druck auf die Verantwortlichen. Die Organisatoren kündigten an, weiter zu mobilisieren, und riefen zu dauerhaftem Engagement für würdige Wohnbedingungen auf.
Räumungsangst im Viertel Schamann in Las Palmas
Auch im Viertel Schamann in Las Palmas protestierten Anwohner gegen drohende Räumungen. Sie warnten, dass zunehmend Familien ohne ausreichende Ressourcen aus ihren Wohnungen gedrängt würden und die Lage einen kritischen Punkt erreicht habe. Lokale Aktivisten forderten rasches Eingreifen der Behörden zum Schutz der Mieter.
Die Versammlung zeigte starke Solidarität mit Betroffenen, die von emotionalen und finanziellen Folgen berichteten. Die Organisatoren planen weitere Demonstrationen, um den Druck aufrechtzuerhalten und Reformen für sicheren, bezahlbaren Wohnraum durchzusetzen.
Lehrerprüfungen auf Gran Canaria gestartet
Das kanarische Bildungsministerium unter Poli Suárez hat am Samstag die Lehrerprüfungen eröffnet. 8.235 Kandidaten traten in 25 Bildungseinrichtungen auf fünf Inseln an, darunter mehrere Standorte auf Gran Canaria. Den größten Block bildeten Bewerber für die Grundschule, die um 686 Stellen konkurrierten.
Die Generaldirektorin für Personal und Lehrerbildung, Mónica Ramírez, erklärte, erstmals hätten Kandidaten ihr Lehrprogramm persönlich vor der Prüfung präsentieren und anschließend vor dem Ausschuss vorlesen müssen. Am Vormittag liefen die ersten Tests, am Nachmittag folgten praktische Fälle und Bewertungen.
Tödlicher Motorradunfall in Tejeda
Ein 40-jähriger Motorradfahrer ist bei einem Unfall in Tejeda ums Leben gekommen. Das Motorrad stieß mit einem anderen Fahrzeug zusammen; Augenzeugen berichteten von klaren Wetterbedingungen. Die Behörden ermittelten, die genaue Ursache blieb zunächst unklar.
Die Identität des Mannes wurde nicht veröffentlicht, da Angehörige noch benachrichtigt werden mussten. Der Unfall löste erneut Diskussionen über die Verkehrssicherheit in der Region aus, verbunden mit Forderungen nach wirksameren Schutzmaßnahmen für alle Verkehrsteilnehmer.
Universität La Laguna untersucht Tourismusfolgen auf Gran Canaria
Forscher der Universität La Laguna haben Gran Canaria im Projekt "Canarian Tourism Lab" untersucht. Die Studie erfasst soziale und ökologische Folgen des Tourismuswachstums und zeigt Wege für eine nachhaltige Steuerung des Sektors auf. Ziel ist es, die Besonderheiten der Insel zu bewahren und wirtschaftliche Effekte einzubeziehen.
Die Wissenschaftler betonten die Einbindung der Bevölkerung und kündigten Workshops sowie Foren mit Interessengruppen an. Die Empfehlungen reichen von Strategien zur Senkung des CO2-Fußabdrucks über Abfallmanagement bis zum Schutz natürlicher Lebensräume.
Sportförderung auf Gran Canaria vereinfacht und ausgezeichnet
Das Insular Sports Institute auf Gran Canaria hat eine Auszeichnung für vereinfachte Sportförderung erhalten. Gewürdigt wurden Maßnahmen, die Förderanträge leichter zugänglich machen und bürokratische Hürden abbauen – darunter kürzere Bearbeitungszeiten und eine verbesserte Kommunikation mit Sportorganisationen.
Das Programm soll Nachwuchstalente und Vereine entlasten, damit sie sich stärker auf Training und Betrieb konzentrieren können. Nach Angaben des Instituts setzt die Auszeichnung zugleich einen Maßstab für weitere Verbesserungen in der Sportfinanzierung auf den Kanarischen Inseln.
Bürgermeisterin Carolina Darias äußert sich zu Begoña Gómez
Las Palmas‘ Bürgermeisterin Carolina Darias hat sich öffentlich hinter Begoña Gómez gestellt, die Ehefrau von Spaniens Premierminister Pedro Sánchez. In einer Pressekonferenz forderte Darias die Justizbehörden auf, Vorwürfe gegen Gómez zügig zu klären. Unabhängigkeit und Schnelligkeit seien nötig, um das Vertrauen in den Rechtsstaat zu sichern.
Darias rief Bürger zu Wachsamkeit und politischem Engagement auf und betonte die Bedeutung aktiver Teilnahme für die Demokratie. Ihre Stellungnahme ordnete sie als Zeichen kommunaler Solidarität in einer politisch aufgeheizten Debatte ein.
Wohltätige Testamente für Umweltprojekte auf den Kanaren
Auf den Kanaren schließen immer mehr Menschen wohltätige Testamente zugunsten des Umweltschutzes ab. Als Beispiel nannten Berichte Maxi und Paola, beide 46 Jahre alt und als Ärzte auf Gran Canaria tätig: Sie unterzeichneten ein Testament zugunsten des World Wildlife Fund und regelten zugleich die Versorgung ihrer sieben Haustiere. Begründet haben sie den Schritt mit der Klimakrise und dem Verlust der Biodiversität.
Der World Wildlife Fund berichtete von steigenden Anfragen in den vergangenen zehn Jahren; mehr als 1.500 Personen hätten sich gemeldet, auf den Kanaren interessieren sich derzeit 47. Daten von Haz Testamento Solidario zeigen einen hohen Frauenanteil, während NGOs wie WWF und Greenpeace zugleich mehr jüngere Testierende verzeichnen.






