Gran Canaria beschäftigt sich derzeit mit Protesten gegen Wohnungsnot, dem Streit um den Hantavirus-Einsatz und einer Vermisstensuche sowie weiteren aktuellen Entwicklungen.
Proteste gegen Wohnungsnot auf Gran Canaria Ende Juni
Aktivisten haben eine landesweite Protestwelle gegen die Wohnkrise angekündigt. Die Konföderation der Mietervereinigungen und die Wohnungsbewegung kritisieren hohe Mieten bei niedrigen Löhnen und sehen die Emanzipation junger Menschen erschwert. Zu ihren Kernforderungen zählen unbefristete Mietverträge, sinkende Mieten sowie Mindestlöhne und Renten von 1.500 Euro. Außerdem verlangen sie die Enteignung großer Immobilienbesitzer für öffentlichen Wohnraum und eine Reform des Urbanen Mietgesetzes, um Betrug sowie saisonale und Zimmervermietungen abzuschaffen. Der Höhepunkt der Proteste findet am 28. Juni auf Gran Canaria statt.
Clavijo und Parteien streiten über Hantavirus-Operation
Fernando Clavijo hat die Zentralregierung wegen ihres Umgangs mit dem Hantavirus-Ausbruch scharf kritisiert. Der Präsident der Kanarischen Inseln warf Madrid Arroganz vor und verlangte Erklärungen, warum die Operation auf Teneriffa und nicht in Kap Verde stattgefunden habe. Die Regierung habe Informationen zurückgehalten, obwohl es positive Fälle an Bord der MV Hondius gegeben habe, und habe auf PCR-Tests vor der Evakuierung verzichtet. Im Parlament widersprachen mehrere Fraktionen, während andere mehr Transparenz forderten. Sebastián Franquis von der Sozialistischen Gruppe warf Clavijo Alarmismus vor und betonte, die Zentralregierung habe im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation gehandelt.
Nationalpolizei sucht in Las Palmas nach vermisstem Mohamed A.E.H.
Die Nationalpolizei bittet die Bevölkerung um Hilfe bei einer Vermisstensuche. Mohamed A.E.H. verschwand am 11. Mai in Las Palmas de Gran Canaria und gilt seitdem als vermisst. Die Beamten beschreiben den 55-Jährigen als 1,65 Meter groß mit schwarzen Haaren und schwarzen Augen. Er ist auf Medikamente angewiesen. Die Polizei bittet um Hinweise unter der Notrufnummer 091.
Las Palmas führte im April 175 Einsätze gegen Ratten und Insekten durch
Die Stadtverwaltung hat die Schädlingsbekämpfung in Las Palmas de Gran Canaria verstärkt. Im April liefen 175 Einsätze gegen Ratten und Insekten, verteilt auf alle fünf Stadtbezirke. Die Stadt setzt nach eigenen Angaben je Bezirk angepasste Strategien um und will Befall früh stoppen, um Ausbrüche zu verhindern und öffentliche Räume zu schützen. Außerdem baute sie Meldekanäle für Bürger aus und startete Aufklärungskampagnen, damit weniger Bedingungen entstehen, die Schädlinge begünstigen.





