Gran Canaria steht vor Feuerwarnungen und Hitzealarm, meldet Rekordwerte am Arbeitsmarkt und diskutiert politische Prognosen für die Kanaren-Wahl 2027.
Feuerwarnung und Hitzealarm für Gran Canaria
Die Regionalregierung hat am Nachmittag eine Feuerwarnung für Gran Canaria ausgerufen und sie ab Mittwoch, 7.00 Uhr, auf alle Kanarischen Inseln ausgeweitet. Gran Canaria trat zusätzlich ab Dienstag, 30. Juni, 11.00 Uhr, in Hitze-Warnstufe.
Die Prognosen sahen im Südosten, Süden und Westen sowie im Tejeda-Becken Temperaturen von bis zu 37 Grad. Die Behörden warnten vor sehr trockener Luft und starken Böen von mehr als 90 km/h. An der Küste wurde Dünung bis zwei Meter erwartet.
Rekordwerte am Arbeitsmarkt Gran Canarias
In der "State of the Island"-Debatte hat die Inselregierung wirtschaftliche Fortschritte hervorgehoben. Sie verwies auf 376.895 Arbeitsplätze im Jahr 2025, ein Plus von 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Die Arbeitslosigkeit sank um 6,6 Prozent auf rund 63.000 und lag bei 14,8 Prozent. Die Verwaltung betonte zudem sinkende Werte bei Frauen sowie eine Jugendarbeitslosigkeit von weniger als 20 Prozent – 2015 hatte sie noch bei 45 Prozent gelegen.
Tourismus, Flughafen und Hafen als Wachstumstreiber
Den Tourismus beschrieb die Inselverwaltung als zentralen Motor der Entwicklung. Für 2025 meldete sie 4.856.485 Besucher, ein Zuwachs von 2,97 Prozent.
Die Einnahmen stiegen um 4,3 Prozent auf 6,28 Milliarden Euro, bei durchschnittlichen Tagesausgaben von 180,66 Euro pro Gast. Der Flughafen fertigte 15,8 Millionen Passagiere ab; der Hafen von Las Palmas bewegte mehr als 32 Millionen Tonnen und blieb damit Spaniens viertgrößter Hafen.
Iván Redondo sieht PSOE vor Kanaren-Wahl 2027 vorn
Der politische Berater Iván Redondo hat der Sozialistischen Arbeiterpartei Spaniens (PSOE) gute Chancen für die Kanaren-Wahlen 2027 bescheinigt. Bei der Vorstellung seines Buches im Club La Provincia verwies er auf Umfragen, die die PSOE als stärkste Kraft ausweisen.
Redondo, von 2018 bis 2020 Kabinettschef von Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez, nannte als Gegner eine Koalition aus Coalición Canaria (CC) und Primero Canarias. Er sprach über die Rolle von Kanaren-Präsident Fernando Clavijo von der CC sowie des PSOE-Bürgermeisters von Las Palmas und plädierte für eine Kampagne, die auf Zuhören und Handeln setzt.
Animayo Gran Canaria: Stipendienprogramm 2026/2027 mit 600.000 Euro
Animayo Gran Canaria stellt mehr als 600.000 Euro für internationale Stipendien im akademischen Jahr 2026/2027 bereit. Das Programm soll die audiovisuelle Ausbildung stärken und berufliche Chancen im Kreativsektor verbessern.
Vorgesehen sind zwei voll finanzierte Masterstipendien sowie zwei teilfinanzierte ohne Abdeckung der Studiengebühren. Hinzu kommen vier Teilstipendien für Quartalsmodule, unter anderem in 3D-Modellierung, Animation, Rigging, Beleuchtung, Komposition und Storyboarding.





