Teneriffa arbeitet die Folgen von Sturm Therese auf, diskutiert die Zukunft des Tourismus und setzt neue Impulse für Arbeit und Infrastruktur. Was die Insel aktuell bewegt.
Notfallplan nach Sturm Therese beendet
Die Inselverwaltung hat den Plan de Emergencias Insular beendet. Die Lage hatte sich nach Angaben der spanischen Wetteragentur AEMET stabilisiert, Wetterwarnungen bestanden nicht mehr. Lediglich eine Vorwarnung für Regen ohne bedeutende Phänomene blieb bestehen.
Rosa Dávila, Präsidentin der Inselverwaltung, sprach von einem komplexen Abschnitt und dankte den Einsatzkräften. Blanca Pérez, zuständige Inselrätin, kündigte Schadensbewertung und Wiederherstellung an. Zivilschutzchef Néstor Padrón erklärte, die Überwachung laufe in Bereichen mit Wasseransammlungen und Infrastrukturschäden weiter.
Naturräume nach Sturmböen schrittweise wieder geöffnet
Die Inselverwaltung hat nach der Deaktivierung des PEIN erste Naturräume wieder freigegeben. Schäden durch die Sturmböen hielten jedoch einzelne Bereiche geschlossen, darunter Lagunetilla Chica, das Campamento Madre del Agua sowie gemeldete Wege und Pisten auf der Plattform Tenerife ON.
Rosa Dávila bat um Respekt für Sperrungen, weil Techniker Schäden weiter bewerteten. Blanca Pérez verwies auf laufende Kontrollen. Die Verwaltung warnte vor Steinschlag, umstürzenden Bäumen und rutschigen Böden. Freizeitnetze für Radfahren, Reiten und motorisierte Fahrzeuge blieben teils gesperrt.
Straßen nach Sturm Therese schrittweise normalisiert
Die Inselverwaltung hat nach dem Sturm Therese die meisten Straßen wieder geöffnet. Dámaso Arteaga, Inselrat für Straßen, sagte, Wartungsteams hätten Vorfälle abgearbeitet. Dennoch blieben punktuelle Sperrungen für Hangstabilisierungen bestehen.
Arteaga nannte Abflüsse und Erdrutsche an den Teide-Zufahrten TF-21 und TF-24 sowie Felsstürze in Anaga auf TF-12, TF-134, TF-143 und TF-13. In Puerto de la Cruz habe Regen die TF-312 überflutet, in El Tanque und Garachico sei die TF-421 betroffen gewesen. Techniker bewerteten nun Lösungen von Reinigung bis Wasserkanälen.
Forbes Summit diskutiert Tourismuszukunft auf Teneriffa
Der Forbes Tenerife Innovation Tourism Summit hat im Hotel Mencey Debatten zur Zukunft des Tourismus angestoßen. Forbes Spanien organisierte das Treffen mit Unterstützung der Inselverwaltung und in Zusammenarbeit mit Sigma Dos. Vertreter aus Institutionen, Unternehmen, Technologie und Wissenschaft nahmen teil.
Lope Afonso, Vizepräsident und Tourismusrat der Inselverwaltung, und Cristiano Badoch, Generaldirektor von Forbes Spanien, betonten Wettbewerbsfähigkeit und Zusammenarbeit. Dimple Melwani, Geschäftsführerin von Turismo de Tenerife, sprach über datenbasierte Planung für Resilienz. Themen waren Investitionen, Regulierung reifer Ziele und künstliche Intelligenz, ergänzt um Beiträge etwa zu Astrotourismus durch Antonia M. Varela von der Fundación Starlight.
Mehr als 680 Arbeitsvermittlungen für 2026 ermöglicht
Die Inselverwaltung hat mit "Barrios por el Empleo: Juntos más Fuertes" mehr als 680 Arbeitsvermittlungen für 2026 gemeldet. Das Programm unterstützte 4.500 arbeitslose Menschen in prekären Lagen und erhielt für 2026 ein Budget von 4,3 Millionen Euro.
Rosa Dávila verwies auf die Bedeutung institutioneller und sozialer Kooperationen, während Efraín Medina die lokale Ausrichtung und individuelle Betreuung hervorhob. Träger wie Cáritas Diocesana de Tenerife und Cruz Roja setzten Maßnahmen um, neue digitale Werkzeuge sollten Orientierung und Ausbildung verbessern. Seit 2015 habe das Projekt mehr als 11.800 Vermittlungen erreicht.
Prävention und Zivilschutz mit Gemeinden abgestimmt
Die Inselverwaltung hat mit Vilaflor und Arico neue Schritte zur Stärkung des Zivilschutzes besprochen. Iván Martín, Direktor für Sicherheit und Notfälle, traf die Bürgermeister Agustina Beltrán und Andrés Martínez, um den Stand des vulkanischen Gefahrenplans und die Aktualisierung kommunaler Notfallpläne zu bewerten.
Blanca Pérez sagte, Vorbereitung müsse verschiedene Notfälle abdecken. Martín erklärte, die Insel werde weltweit sehr eng überwacht, die Wissenschaft sehe kein erhöhtes vulkanisches Risiko. Dennoch seien Schulungen zu Prävention und Selbstschutz geplant. Die Verwaltung bot kleineren Gemeinden Hilfe bei den PEMU an und kündigte Verbesserungen im CECOPIN sowie zusätzliche Ausrüstung für Zivilschutzgruppen an.
1,7 Millionen Euro in Abwassersystem von Santa Úrsula investiert
Die Inselverwaltung hat ein Projekt zur Verbesserung der Abwasserentsorgung in Santa Úrsula technisch genehmigt. Sonia Hernández, zuständige Inselrätin, sagte, die Maßnahme solle in La Bastona ein neues Entwässerungs- und Regenwassernetz schaffen und zugleich die Wasserversorgung erneuern.
Die Baukosten lagen bei 1.789.090 Euro, die Inselverwaltung trug 90 Prozent, die Gemeinde 10 Prozent. Geplant waren zwei Hauptsammler entlang Cuesta Perera, Lomo Hilos und La Bastona, dazu ein Regenwassernetz auf einem Abschnitt von Lomo Hilos. Nach Ausschreibung und Vergabe sollte die Bauzeit 16 Monate betragen, inklusive neuer Asphaltdecken.
"Sobremesa" bringt Handwerk und Design zusammen
Die Inselverwaltung hat die Ausstellung "Sobremesa" im Centro de Arte La Recova eröffnet. Die Schau lief bis zum 22. April und gehörte zum MidaLab Programm, das Innovation, Design und Handwerk verband, organisiert von der Empresa Insular de Artesanía.
Efraín Medina sagte, MidaLab stärke Modernisierung und Wertschöpfung des Handwerks. José Manuel Bermúdez, Bürgermeister von Santa Cruz de Tenerife, lobte den Dialog zwischen Tradition und Design sowie die Zusammenarbeit von 18 Handwerkern und Designern. Im April waren ein Showroom, eine Podiumsdiskussion und Treffen mit Fachmedien angekündigt.
Vier neue Ausstellungen im TEA eröffnet
Das TEA Tenerife Espacio de las Artes hat vier Ausstellungen bis zum 14. Juni eröffnet. Gezeigt wurden "Cándido Camacho. Ritos del deseo", "Para que podamos vivir. La Laguna, 1968 bis 1983", "Óscar Domínguez. Cartas a Marcelle Ferry" und das Bildungsprojekt "Jugueteando". Der Eintritt blieb frei.
José Carlos Acha, Kultur- und Museumsrat der Inselverwaltung, und TEA-Kunstleiter Sergio Rubira stellten das Programm vor. Kuratorin Marta Sesé ordnete Camachos Werk neu ein, Alejandro Castañeda verwies auf Themen wie Geschlechtsidentität und Körperlichkeit. "Jugueteando" startete im Espacio MiniTEA und blieb bis September geöffnet.
Juegos Cabildo mit zehn Sportarten fortgesetzt
Die XXXIX Juegos Cabildo haben nach einer wetterbedingten Pause ihre Wettbewerbe wieder aufgenommen. Yolanda Moliné, Sportbeauftragte der Inselverwaltung, sagte, das Programm bringe Tausende junge Athleten in mehr als einem Dutzend Gemeinden zusammen.
Am Samstag standen unter anderem künstlerisches Schwimmen mit 150 Teilnehmern ab 9 Uhr und Wasserball ab 11 Uhr im Centro de Deportes Acuáticos in Puerto de la Cruz an. Weitere Stationen waren Leichtathletik in Santa Cruz, Taekwondo in El Rosario, Badminton in El Chorrillo sowie kanarisches Ringen, Basketball in Arona, Volleyball, Handball in Tacoronte und Mountainbike in Candelaria.








