Die Sozialisten im Cabildo von Teneriffa haben eine Änderung gegen die geplante Einführung eines Zuschlags von bis zu zwei Cent pro Liter Kraftstoff auf der Insel eingereicht. Die Regierungskoalition aus Coalición Canaria (CC) und Partido Popular (PP) will diese Abgabe, bekannt als „Wald-Cent“, am Donnerstag im Plenum beschließen. Die Einnahmen sollen Umweltprojekten zugutekommen.
Der Sprecher der Sozialisten, Aarón Afonso, erklärte in einer Mitteilung, die Änderung fordere „die vollständige Rücknahme dieser neuen Steuer, da sie als ungerecht, unnötig und schädlich für die Wirtschaft der Insel angesehen wird“.
Streit um neue Kraftstoffsteuer auf Teneriffa
Nach Angaben der PSOE plant die Inselregierung, ab Oktober bis zu zwei Cent pro Liter Kraftstoff zu erheben. Ausgenommen wären Berufskraftfahrer und Transportunternehmen. Die erwarteten Einnahmen belaufen sich auf 10,5 Millionen Euro pro Jahr. Die Sozialisten betonten, diese Steuer sei weder aus Haushaltsnotwendigkeit noch aus Gründen der Steuergerechtigkeit gerechtfertigt.
Afonso kritisierte, dass das Cabildo neue Steuern einführen wolle, obwohl es in den vergangenen zwei Jahren 365 Millionen Euro aus dem Haushalt nicht umgesetzt habe. Stattdessen solle die Regierung bestehende Mittel nutzen.
Sozialisten fordern alternative Finanzierung für Umweltschutz
Die PSOE sieht „gerechtere und wirksamere“ Alternativen, etwa die vorgeschlagene Ökoabgabe für Touristen im Parlament der Kanarischen Inseln. Diese belaste Nichtansässige statt der lokalen Bevölkerung. Die Sozialisten warfen CC und PP vor, im Cabildo gegen diese Maßnahme gestimmt zu haben und nun die Inselbewohner für den Umweltschutz zahlen zu lassen.
Die Gewerkschaft CCOO forderte ebenfalls die „dringende“ Rücknahme der Steuer für Autofahrer auf Teneriffa und sprach sich für eine Touristenabgabe aus. Die Sozialisten erklärten, der „Wald-Cent“ verschärfe die Probleme der Inselbewohner, insbesondere für Menschen, die weiter entfernt wohnen, keine erschwinglichen Wohnungen finden, lange Staus ertragen und nun zusätzlich mehr für Mobilität zahlen müssten.







