Der Präsident der Kanarischen Inseln, Fernando Clavijo, hat dem spanischen Regierungschef Pedro Sánchez die Ausarbeitung eines speziellen Dekretgesetzes für die Kanarischen Inseln vorgeschlagen. Ziel ist es, die Verpflichtungen der Agenda Canaria zu erfüllen.
Clavijo bot an, den Entwurf selbst zu erstellen und die notwendigen Unterstützungen für dessen Genehmigung zu suchen. Er betonte, dass wichtige Themen für die Region oft in umfangreichen Dekreten untergehen oder auf unbestimmte Haushaltspläne warten. Bereits im Juli wurde bei einer Sitzung zur Agenda Canaria die Notwendigkeit betont, diese wiederzubeleben. Bislang sei jedoch nichts geschehen, beklagte Clavijo.
Wichtige Themen für die Kanarischen Inseln
Zu den Themen des Dekrets gehören die Sicherstellung eines 60-prozentigen IRPF-Abzugs für die Bürger von La Palma und die Nutzung kommunaler Rücklagen für den Wiederaufbau der Insel. Auch die Begleichung der Schulden im Rahmen des zusätzlichen POSEI-Programms, das 24,93 Millionen Euro für die Jahre 2023 bis 2025 umfasst, ist ein Anliegen.
Clavijo hob die Bedeutung des primären Sektors hervor, da die Entvölkerung ländlicher Gebiete zu verheerenden Bränden führt. Zudem betonte er die Notwendigkeit, das veraltete Stromnetz der Kanaren zu stärken, um Stromausfälle zu vermeiden. Auch die Aktualisierung der Transportkosten und die Verlängerung des Straßenbauabkommens sind von Bedeutung.
Unterstützung für die Region Ultraperiférica
Bei dem Treffen auf Lanzarote wurde auch über ausstehende Mittel für Beschäftigungs- und Armutsbekämpfungsprogramme gesprochen. Clavijo forderte, dass der Staat die Strategie zur Verteidigung des Status der Region Ultraperiférica unterstützt. Der Erhalt spezifischer EU-Fonds sei entscheidend, um gleiche Bedingungen wie andere Regionen zu gewährleisten.
Zum Thema minderjährige Asylsuchende drängte Clavijo auf eine Beschleunigung ihrer Verlegung, da die aktuelle Situation nicht nachhaltig sei. Er informierte Sánchez über verfügbare Plätze bei NGOs zur Aufnahme der Kinder.



