Gran Canaria beschäftigen derzeit Tiermisshandlung in La Aldea, die Modernisierung von Straßen in Las Palmas, die Rückkehr eines Radrennens und weitere Entwicklungen. Ein Überblick über aktuelle Themen der Insel.
Guardia Civil stellt 29 vernachlässigte Hunde in La Aldea sicher
Die Guardia Civil hat auf Gran Canaria 29 Hunde aus katastrophalen Haltungsbedingungen befreit. Die Ermittler fanden auf einem Grundstück in La Aldea de San Nicolás 23 Tiere an sehr kurzen Ketten sowie sechs neugeborene Welpen. Sie leiteten ein Strafverfahren wegen Verdachts auf Tiermisshandlung ein.
Ein Bürgerhinweis hatte die Beamten alarmiert. Sie dokumentierten provisorische Verschläge aus Paletten und Möbeln ohne Schutz vor Witterung. Der Bereich war stark verschmutzt, Näpfe verkeimt, mehrere Hunde wiesen unversorgte Verletzungen auf. Die Behörden brachten alle Tiere in kommunale Einrichtungen, wo sie unter Obhut der Justiz stehen.
Las Palmas de Gran Canaria erneuert 474 Straßen
Die Stadt Las Palmas de Gran Canaria hat ein Programm zur Modernisierung von 474 Straßen vorgestellt. Die Verwaltung setzt dabei auf nachhaltigere und effizientere Methoden der Instandhaltung. Ziel ist es, die Verkehrssicherheit sowie die Qualität des städtischen Verkehrs spürbar zu verbessern.
Nach Angaben der Stadt sind mehr als 105 Straßen bereits fertiggestellt oder befinden sich in der Umsetzung. Stadtvertreter erklärten, das Vorhaben erhöhe neben der Sicherheit für Fußgänger und Fahrzeuge auch die optische Qualität des Straßenraums. Weitere Informationen zum Fortschritt sollen folgen.
Vuelta Ciclista al Norte de Gran Canaria feiert Comeback
Die Vuelta Ciclista al Norte de Gran Canaria hat nach mehr als einem Jahrzehnt Pause ihr Comeback gefeiert. Das Etappenrennen führt über mehrere Abschnitte durch anspruchsvolle Strecken und zeigt Landschaften im Norden der Insel. Profis und Amateure können sich beteiligen.
Mit der Rückkehr verbinden Organisatoren und Umfeld Erwartungen an zusätzliche Besucher und Impulse für den lokalen Handel. Konkrete Terminangaben blieben in der Ankündigung offen, weitere Updates wurden in Aussicht gestellt.
Cueva Pintada präsentiert Arístides Moreno und die Band Jarea
Die Cueva Pintada hat am Samstag ein Konzert mit dem Musiker Arístides Moreno und der Band Jarea veranstaltet. Das Programm verband traditionelle und zeitgenössische Klänge und zog nach Angaben der Veranstalter zahlreiche Besucher an.
Die archäologische Anlage bildete die Kulisse für den Auftritt, der das kulturelle Angebot auf Gran Canaria ergänzte. Beobachter beschrieben die Kombination aus Musik und Ort als besonderen Anziehungspunkt für Einheimische und Gäste.
Gran Canaria bietet günstigste Kraftstoffpreise der Kanaren
Gran Canaria hat bei den aktuellen Kraftstoffpreisen im Vergleich der Kanaren die günstigsten Werte. Gleichzeitig stiegen die Preise insgesamt, weil der internationale Konflikt zwischen den USA, Israel und Iran den Tankerverkehr beeinträchtigt und den Rohölpreis beeinflusst.
Als teuerste Insel wurde La Gomera genannt. Das spanische Entwicklungsministerium stellte ein Suchwerkzeug bereit, mit dem Verbraucher Tankstellenpreise nach Provinz vergleichen und nach Standort oder Preis sortieren können.
Papst-Besuch auf den Kanaren kostet mindestens 15 Millionen Euro
Papst Leon XIV. hat Spanien im Juni besucht und dabei auch Las Palmas de Gran Canaria sowie Santa Cruz de Tenerife in sein Programm aufgenommen. Fernando Giménez Barriocanal, einer der nationalen Koordinatoren der Reise, bezifferte die Kosten auf mindestens 15 Millionen Euro.
Auf einer Pressekonferenz stellte er organisatorische und finanzielle Details sowie Logo und Motto "Alzad la mirada" vor. Er sagte, 50 Prozent der geschätzten Kosten seien bereits gedeckt, eine endgültige Summe sei aber erst nach Bestätigung des Reiseplans möglich. Den wirtschaftlichen Effekt bezifferte er auf mehr als 100 Millionen Euro.
Arucas erhält Anerkennung zum Tag des Historischen Gedenkens
Die Kanarischen Inseln haben am 7. Mai erstmals den Tag des Historischen Gedenkens begangen. Die Regionalregierung würdigte dabei auch die Arucas Historical Memory Association auf Gran Canaria für ihre Arbeit zur Aufarbeitung von Verbrechen aus Bürgerkrieg und Franco-Diktatur.
Die zuständige Ratsfrau der Regionalregierung, Nieves Lady Barreto, erklärte, der Tag stehe für Erinnerung, Anerkennung und Würde der Opfer. Als Datum gilt der Jahrestag der ersten gerichtlichen Exhumierung in Spanien vor 32 Jahren am Pino del Consuelo in Fuencaliente auf La Palma, die Angehörige angestoßen hatten.





