Mehr als 31 Prozent der Unternehmen auf den Kanarischen Inseln haben im laufenden Jahr Waren oder Dienstleistungen über das Internet verkauft. Der aktuelle eCanarias-Bericht 2025 des Observatorio Canario de las Telecomunicaciones y la Sociedad de la Información (OCTSI) zeigt, dass die Kanaren damit deutlich über dem europäischen Durchschnitt von 24 Prozent liegen. Die Studie, veröffentlicht von der Agencia Canaria de Investigación, Innovación y Sociedad de la Información (ACIISI), hebt Fortschritte bei der Digitalisierung, Konnektivität und Cybersicherheit hervor.
Die 18. Ausgabe des Berichts analysiert die Entwicklung der Informationsgesellschaft auf dem Archipel im Jahr 2024 und konzentriert sich auf Unternehmen mit mehr als zehn Beschäftigten. Die Ergebnisse belegen einen hohen Grad an grundlegender Digitalisierung in der kanarischen Wirtschaft sowie eine solide technologische Infrastruktur.
Digitalisierung und Online-Vertrieb auf den Kanarischen Inseln
Nach Angaben des Berichts verfügten 99 Prozent der größeren Unternehmen auf den Kanaren über Computer und Internetzugang, während 96 Prozent einen festen Breitbandanschluss nutzten. Zudem griffen 83 Prozent der Firmen auf Internetgeschwindigkeiten von mehr als 100 Mbps zu, 54 Prozent überschritten sogar 500 Mbps. Dies unterstreicht die gute Konnektivität der Unternehmen auf dem Archipel.
Im Bereich E-Commerce lag der Anteil der Online-Verkäufe am Gesamtumsatz bei 32 Prozent und damit ebenfalls über dem nationalen Durchschnitt. Dieser Wert verdeutlicht die wachsende Bedeutung digitaler Vertriebskanäle für die Wirtschaft der Kanarischen Inseln.
Cybersicherheit und Cloud-Lösungen im Fokus
Ein weiterer Fortschritt zeigte sich bei der Nutzung von Cloud-Diensten: 31 Prozent der Unternehmen zahlten für digitale Lösungen wie E-Mail, Speicher, Datenbanken, Sicherheitssoftware, Office-Anwendungen oder Finanztools wie ERP und CRM.
Im Bereich Cybersicherheit setzten 87 Prozent der kanarischen Unternehmen Maßnahmen wie externe Backups und sichere Authentifizierung ein. Lediglich 12 Prozent berichteten im Jahr 2024 von Sicherheitsvorfällen – vier Prozentpunkte weniger als im nationalen Durchschnitt.
Herausforderungen bei Digitalisierung und Fachkräftemangel
Erste Ansätze zur Nutzung künstlicher Intelligenz sind ebenfalls erkennbar: Sechs Prozent der Unternehmen setzen KI bereits für Sprachgenerierung, Prozessautomatisierung oder Entscheidungsunterstützung ein. Trotz der positiven Entwicklung bleiben die Gewinnung digitaler Fachkräfte und die Einführung fortschrittlicher Technologien zentrale Herausforderungen, um den Rückstand gegenüber dem spanischen und europäischen Durchschnitt weiter zu verringern.
Der vollständige Bericht ist auf der Website des OCTSI abrufbar: https://www.octsi.es/actualidad/noticias-del-octsi/informe-ecanarias-2024











