Manuel Domínguez hat im Parlament bestätigt, dass die wirtschaftlichen Maßnahmen der Regionalregierung die Wirtschaft auf den Kanaren gestärkt haben. Der Vizepräsident und Wirtschaftsminister der Kanarischen Inseln erklärte am Dienstag, dass die Wirtschaft des Archipels in den vergangenen zwei Jahren deutlich gewachsen ist. Domínguez führte dies auf die von der Regierung umgesetzten wirtschaftspolitischen Initiativen zurück.
In seiner Rede präsentierte Domínguez mehrere Kennzahlen, die diese Entwicklung belegen. So stieg das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 5,1 Prozent. Die Arbeitslosenquote sank auf 11,9 Prozent und erreichte damit den niedrigsten Stand seit 2007. Die Zahl der Erwerbstätigen überschritt erstmals die Marke von einer Million. Zudem arbeiten aktuell mehr als 151.000 Menschen auf den Kanaren als Selbstständige, so viele wie nie zuvor.
Wirtschaftliche Entwicklung auf den Kanaren
Domínguez hob die Wirksamkeit verschiedener Maßnahmen hervor, die während der laufenden Legislaturperiode eingeführt wurden. Dazu zählt die Einführung der sogenannten „Null-Beitragsregelung“, von der im vergangenen Jahr mehr als 3000 Selbstständige profitierten. Die Kanarischen Inseln führen damit landesweit bei der Schaffung neuer selbstständiger Arbeitsplätze. Weitere Maßnahmen betreffen die Unterstützung bei Neueinstellungen und die Förderung von Menschen, die nach einem gescheiterten Gründungsversuch einen Neuanfang wagen.
Zu den ersten Entscheidungen der aktuellen Regierung gehörte die Senkung der Erbschafts- und Schenkungssteuer. Dadurch sank die Zahl der Erbschaftsausschlagungen um 16 Prozent, während die Zahl der Schenkungen um 13 Prozent stieg. Außerdem verwies Domínguez auf die bereits eingeführte Kraftstoffvergünstigung auf Lanzarote, deren Ausweitung auf Fuerteventura derzeit geprüft wird. Hinzu kommt die Senkung der IGIC auf wichtige Produkte des täglichen Bedarfs.
Modernisierung und Produktivität auf den Kanaren
Der Vizepräsident betonte auch die strategische Bedeutung der Modernisierung und Digitalisierung der regionalen Wirtschaft. Dazu gehören die Internationalisierung durch den Regionalen Internationalisierungsrat und die Gründung einer Arbeitsgruppe zur Steigerung der Produktivität. Diese soll die Grundlage für einen künftigen Produktivitätsrat bilden.
Mit Blick auf die kommenden Jahre kündigte Domínguez weitere Initiativen an. Geplant sind unter anderem die Förderung der beruflichen Ausbildung durch Talent-Inkubatoren, die Entwicklung neuer Branchen wie die Kreativwirtschaft und die Videospielindustrie, der Abbau bürokratischer Hürden sowie die Förderung des industriellen Bauens, um das Wohnungsproblem anzugehen.
Ausblick auf die Wirtschaftspolitik der Kanaren
„Das Ziel dieser Regierung wird weiterhin darin bestehen, Politik zu betreiben, die Arbeitsplätze schafft, die Wirtschaft ankurbelt und letztlich das Leben aller Menschen auf den Kanaren verbessert“, erklärte Domínguez abschließend.




