La Gomera spricht über gefüllte Stauseen, neue Mikrozertifikate und den Schutz der Cueva de Guahedum sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Wasservorräte nach Sturm Therese deutlich aufgefüllt
Die Inselverwaltung meldet nach den Regenfällen mehr als 3,8 Millionen Kubikmeter zusätzliches Wasser in den Reservoirs. Sturm Therese ließ die Speicherkapazität auf 76 Prozent steigen und brachte nach Monaten der Knappheit spürbare Entlastung.
In San Sebastián de La Gomera, Hermigua und Vallehermoso lagen die Füllstände bei 98, 97 und 96 Prozent, Valle Gran Rey erreichte 89 Prozent. Agulo kam auf 44 Prozent, Alajeró blieb mit 10 Prozent kritisch. Präsident Casimiro Curbelo mahnte dennoch zu sparsamem Verbrauch, weil die strukturelle Dürre weiterbestehe.
Bürger wählen neue universitäre Mikrozertifikate mit
Die Inselverwaltung startete eine öffentliche Konsultation, um neue universitäre Mikrozertifikate auszuwählen. Bürger sollten bis zum 6. April aus zwanzig Kursen bis zu drei Favoriten bestimmen, unabhängig davon, ob sie einen Hochschulabschluss hatten.
Präsident Casimiro Curbelo erklärte, die Ausbildung solle besser zu Arbeitsmarkt und Inselbedarf passen. Bildungsrätin Rosa Elena García erinnerte daran, dass die Angebote im Rahmen von Campus La Gomera 2026 mit der Universität von La Laguna und den Gemeinden ganzjährig umgesetzt werden sollen.
Erneute Forderung nach Schutz für die Cueva de Guahedum
Iniciativa por La Gomera fragte im Cabildo-Plenum nach dem Stand des Verfahrens zur Unterschutzstellung der Cueva de Guahedum. Luz Marina Medina Martín, Sprecherin der Bewegung in San Sebastián de La Gomera, sagte, der Beschluss zur Einleitung sei bereits im Juli 2022 gefasst worden, ohne dass Fortschritte öffentlich bekannt geworden seien.
Inselrat Aarón Rodríguez Ramos bedauerte, dass La Gomera den Verfall von Kulturerbe beklage, während andere Inseln Schutzprojekte feierten. IxLG verwies auf archäologische Spuren, Felsritzungen und die historische Bedeutung im Zusammenhang mit der Rebellion der Gomeros und verlangte auch einen Schutzbereich gegen Eingriffe.
Vallehermoso modernisiert Fußballplatz La Mancha
Das Ayuntamiento von Vallehermoso schrieb die Erneuerung des Campo Municipal de Fútbol de La Mancha aus. Die Inselverwaltung finanziert das Vorhaben, die Basisinvestition liegt bei 1.182.616,72 Euro, insgesamt 1.265.399,89 Euro inklusive der kanarischen Mehrwertsteuer IGIC.
Die Gemeinde plant neuen Belag, eine Erweiterung des Spielfelds sowie Arbeiten an Bewässerung, Drainage und Beleuchtung. Vorgesehen sind auch eine überdachte Tribüne mit neuen Sitzen, ein Technikraum, Sportequipment und Photovoltaik. Nach der Abnahme des Baugrunds sollen die Arbeiten binnen acht Monaten abgeschlossen sein.
Photovoltaik auf Schuldach als Sozialprojekt vorgeschlagen
Iniciativa por La Gomera stieß eine Anlage auf dem Dach des C.E.O. Nereida Díaz Abreu in Valle Gran Rey an. Carlos Hernández Chinea, Sprecher der Bewegung, will die 2.630 Quadratmeter Dachfläche nutzen, um den Eigenbedarf der Schule zu decken und überschüssigen Strom an öffentliche Gebäude sowie bedürftige Familien zu geben.
Er forderte eine Zusammenarbeit von Ayuntamiento, kanarischer Bildungsbehörde und Inselverwaltung sowie eine Machbarkeitsstudie. Das Projekt setzt auf gemeinschaftlichen Eigenverbrauch, soll Energiekosten senken und zugleich Bildungsarbeit ermöglichen, weil Schüler die Erzeugung live verfolgen können.
Alajeró beteiligt sich an WWF-Aktion "Stunde der Erde"
Der Stadtrat von Alajeró schaltete am letzten Samstag im März zwischen 20.30 und 21.30 Uhr die Beleuchtung öffentlicher Bereiche und städtischer Gebäude ab. Die Gemeinde beging damit die von WWF Spanien getragene "Stunde der Erde", die weltweit auf Klimawandel und Biodiversitätsverlust aufmerksam macht.
Der Stadtrat erklärte, Alajeró beteilige sich seit 20 Jahren an der Aktion und rief die Bevölkerung zum Mitmachen auf. Die Initiative soll auch dazu anregen, Emissionen zu senken und umweltfreundliches Handeln im Alltag zu stärken.
Neue Roboter für die Waldbrandbekämpfung erhalten
Die Regierung der Kanarischen Inseln führte drei funksteuerbare, multifunktionale Roboter für die Waldbrandteams EIRIF ein, darunter eine Einheit für La Gomera. Zuständig war das Ressort für Ökologische Transition und Energie unter Minister Mariano H. Zapata, die Investition lag bei 708.556 Euro.
Die Geräte sollen in steilem Gelände bis 55 Grad arbeiten und Aufgaben von Waldpflege bis Materialtransport übernehmen. Zunächst sollen alle Einheiten auf La Palma gemeinsam eingesetzt werden, damit Ausbildung und Inbetriebnahme leichter fallen. Die Regionalregierung ordnete die Technik in eine breitere Modernisierung der Einsatzmittel ein.
Vor Ostern auf Blutspenden im Krankenhaus hingewiesen
Der Kanarische Gesundheitsdienst verstärkte seine Blutspendeaktionen vor der Osterzeit und verwies auf feste Spendenpunkte auf La Gomera. Die Direktion für Blutspende und Hämotherapie erklärte, regelmäßige Spenden seien nötig, um die Versorgung der Krankenhäuser auf den Kanarischen Inseln zu sichern.
Spender müssen zwischen 18 und 65 Jahre alt sein, mindestens 50 Kilo wiegen und gesund sein. Für Informationen nannte der Dienst die kostenlose Telefonnummer 900 234 061.






