La Palma diskutiert über einen geplanten Universitätscampus, eine vernetzte Inselentwicklung und den Kanarentag in Los Llanos de Aridane.
Universitätscampus mit der Universität von La Laguna geplant
Die Inselverwaltung hat die Kooperation mit der Fundación Canaria General de la Universidad de La Laguna genehmigt. Der Regierungsrat des Cabildo billigte das Abkommen am Freitag; es soll Studien für einen künftigen Universitätscampus auf La Palma vorbereiten. Präsident Sergio Rodríguez erklärte, viele Familien hätten erlebt, dass ihre Kinder zum Studium die Insel verlassen mussten.
Bildungsrätin Susa Armas sagte, die Analysen sollten den tatsächlichen Bedarf klären und ein passendes Modell definieren. Vorgesehen sind wirtschaftliche, rechtliche und organisatorische Prüfungen sowie Beteiligungsprozesse. Als mögliche Standorte nannte sie Santa Cruz de La Palma und Los Llanos de Aridane.
Sergio Rodríguez fordert gemeinsame Inselentwicklung nach dem Vulkan
Cabildo-Präsident Sergio Rodríguez hat ein Ende lokaler Grabenkämpfe gefordert und eine ganzheitliche Entwicklung der Insel angemahnt. Beim Día de Canarias erklärte er, Debatten um Einzelprojekte hätten von der eigentlichen Aufgabe abgelenkt: die Strukturen nach der Vulkankatastrophe zu stärken und den Wiederaufbau gemeinsam voranzutreiben.
Rodríguez verwies auf konkrete Vorhaben: die Absicherung von Lehrkräften an der Krankenpflegeschule in Santa Cruz de La Palma, geplante Physiotherapie-Studiengänge in der Hauptstadt und Forschungsaktivitäten in Los Llanos de Aridane. Ein Entwicklungsplan mit 40 Millionen Euro soll auf 14 Gemeinden verteilt werden.
Los Llanos de Aridane reaktiviert Denkmal zum Riego al Calabazo
Der Stadtrat von Los Llanos de Aridane hat das Monumento al Riego al Calabazo in Argual wieder aktiviert. An der Veranstaltung am Samstag nahmen Anwohner, Bürgermeister Javier Llamas, Kulturdezernentin Marlene González, Stadtschreiberin María Victoria Hernández sowie mehrere Calabaceros teil, darunter Jorge Ventura "El Chopo".
Llamas sagte, der Calabazo stehe in Aridane für Wasser und Anstrengung; González bezeichnete das Denkmal als Symbol lebendiger Erinnerung. Das von Pereda de Castro geschaffene Monument war Teil des Día-de-Canarias-Programms, das mit Musik, Tanz und einem Konzert von Los Arrieros endete.
Linke Parteien fordern auf den Kanaren einen Kurswechsel
Mehrere linke Organisationen haben zum Día de Canarias einen Wandel des wirtschaftlichen und sozialen Modells auf den Kanarischen Inseln verlangt. Sí se puede, Lanzarote en Pie, Nueva Canarias, Podemos Canarias, Izquierda Unida Canaria und Movimiento Sumar Canarias warnten vor Umweltverschlechterung, Spekulation sowie dem Druck durch Urbanisierung und Tourismus.
In ihrer gemeinsamen Erklärung thematisierten sie Mietprobleme vieler Familien und die Abwanderung junger Menschen. Soziale Gerechtigkeit sei ohne Umweltgerechtigkeit nicht möglich, betonten sie, und riefen zur Einheit auf, damit der erwirtschaftete Reichtum stärker der Bevölkerung zugutekomme.
Clavijo mahnt Respekt für die Kanaren und mehr Einheit an
Fernando Clavijo hat vor den Folgen der politischen Krise in Spanien für die Stabilität der Kanarischen Inseln gewarnt. Bei den Feierlichkeiten zum Día de Canarias sagte der Präsident der Kanarischen Inseln, ständige Auseinandersetzungen und mangelnde Verwaltung hätten Fortschritte verhindert. Er forderte Respekt, den die Inselbewohner selbstbewusst einfordern sollten.
Clavijo verwies zudem auf internationale Krisen und die laufenden Verhandlungen zum neuen EU-Finanzrahmen. Die Kanaren verlangten keine Privilegien, sondern Gerechtigkeit angesichts ihrer geografischen Lage. Er lobte außerdem die Verwurzelung kanarischer Identität bei der Jugend.
Kanaren nehmen La Graciosa als achte Insel in die Hymne auf
Die Kanarischen Inseln haben ihre Hymne offiziell geändert und La Graciosa als achte Insel aufgenommen. Das Auditorio Alfredo Kraus in Las Palmas de Gran Canaria feierte am Samstag das Debüt der neuen Fassung. Das autonome Parlament hatte die Gesetzesänderung am 26. Mai einstimmig beschlossen.
Parlamentspräsidentin Astrid Pérez erklärte, die Einigkeit der politischen Kräfte habe die institutionelle und emotionale Anerkennung La Graciosas unter Beweis gestellt. Die Anpassung folgt dem Autonomiestatut von 2018, das La Graciosa bereits als achte Insel anerkannt hatte.





