Die sozialistische Fraktion im Cabildo von Lanzarote hat die Stilllegung der Bauarbeiten am Museo de Sitio de Zonzamas durch Oswaldo Betancort öffentlich kritisiert. Das Projekt war während der vergangenen Legislaturperiode unter der sozialistischen Regierung von María Dolores Corujo für 2,7 Millionen Euro an das öffentliche Unternehmen Tragsa vergeben worden.
Die sozialistische Sprecherin Ariagona González betonte, dass Zonzamas zu den bedeutendsten archäologischen Fundstätten indigener Kulturen auf den Kanarischen Inseln zählt. Sie sagte: „Es ist ein einzigartiger Ort, um zu verstehen, wie die Ureinwohner der Insel lebten, der jedoch viele Jahre lang unter institutioneller Vernachlässigung gelitten hat.“
Museum von Zonzamas auf Lanzarote steht still
González erklärte, dass die sozialistische Partei diese Vernachlässigung beendet und den Bau des Museums vorangetrieben habe. Sie äußerte: „Leider sehen wir heute mit Bedauern, wie die neue Regierung das Projekt eingefroren hat und damit auf weiteren Fortschritt beim Schutz, der Erforschung und der Vermittlung unserer Geschichte verzichtet.“
Laut González hatte die vorherige Inselregierung neben der ersten Bauphase im Wert von 2,7 Millionen Euro auch die technischen Vorarbeiten für eine zweite Phase eingeleitet. Diese sollte Besucherwege zur Ausgrabungsstätte und dauerhafte Betonstrukturen zum Schutz der archäologischen Überreste umfassen.
Sozialisten kritisieren Betancort scharf
González betonte abschließend: „Wir sprechen hier von einer grundlegenden Infrastruktur, um unser Erbe zu bewahren und die Identität von Lanzarote zu stärken. Was Oswaldo Betancort tut, ist unverzeihlich: Er lässt ein Schlüsselprojekt sterben und missachtet den Wert unseres gemeinsamen Kulturerbes.“





