Die Sozialistische Partei (PSOE) auf Lanzarote hat am Montag eine Propagandaaktion der ultrarechten Plattform Hazte Oír an der Playa Bastián scharf kritisiert. Die Aktion fand in unmittelbarer Nähe der Residenz La Mareta statt, wo Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez derzeit Urlaub macht.
Nach Ansicht der Sozialisten handelte es sich um eine gezielte Provokation, die laut Partei weder Lanzarote noch die Kanarischen Inseln widerspiegelt. Die PSOE erklärte, solche Aktionen seien Teil eines „koordinierten Lärms der extremen Rechten und ihrer medialen Satelliten, um das politische Klima zu vergiften“.
PSOE Lanzarote kritisiert rechte Aktion an Playa Bastián
María Dolores Corujo, Generalsekretärin der PSOE und Abgeordnete im spanischen Parlament, betonte: „Lanzarote ist eine gastfreundliche, vielfältige und respektvolle Insel, die an den Wahlurnen gezeigt hat, dass sie Hassreden ablehnt.“ Bei der letzten Parlamentswahl sei die PSOE sowohl auf Lanzarote als auch auf den Kanaren stärkste Kraft geworden, „weil wir für eine Politik stehen, die auf Rechten, Zusammenleben und dem Schutz des Gemeinwohls basiert“.
Corujo stellte die Aktion von Hazte Oír in einen Zusammenhang mit einer „angespannten Stimmung, die einige seit längerem auch auf Lanzarote herbeiführen wollen“. Sie erinnerte an „lächerliche und unglückliche Äußerungen“ des Cabildo-Präsidenten Oswaldo Betancort und der Vorsitzenden der PP Lanzarote, die „sogar den Urlaub des Regierungschefs genutzt haben, um Unruhe, Desinformation und Spaltung zu säen“.
Sozialisten verteidigen Recht auf Privatsphäre für Politiker
Corujo erklärte weiter, dass es niemanden stören sollte, wenn Pedro Sánchez einige Tage in La Mareta verbringt, „zumal es sich um eine offizielle Staatsresidenz handelt“. Die PSOE Lanzarote verteidigt das Recht aller Menschen, auch öffentlicher Amtsträger, auf Erholung in Freiheit – ohne Zielscheibe orchestrierter Kampagnen radikaler Organisationen zu werden, die wiederholt ihre Missachtung demokratischer Werte gezeigt hätten.
Abschließend warnte Corujo: „Was uns als Gesellschaft wirklich Sorgen bereiten sollte, ist das Vordringen von Intoleranz, die sich als Meinungsfreiheit tarnt, und die Normalisierung von Reden, die nur spalten und gegeneinander aufbringen wollen.“











