Der städtische Psychologische Unterstützungsdienst für Frauen, die Opfer von geschlechtsspezifischer Gewalt wurden, hat im ersten Jahr seines Bestehens 64 Betroffene betreut. Das Angebot startete im Juni 2024 und wird von der Abteilung für Soziales, Gleichstellung und Migration der Stadt Arrecife unter Leitung von Maite Corujo verantwortet. Die Finanzierung erfolgt über Mittel aus dem Pakt des Staates gegen geschlechtsspezifische Gewalt. Die Umsetzung erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Information und spezialisierte Intervention (CIAM) des Cabildo von Lanzarote.
Maite Corujo erklärte: „Unser Ziel ist, dass keine Frau sich angesichts geschlechtsspezifischer Gewalt allein fühlt. Wir unterstützen sie bei der Genesung, fördern ihre persönliche Autonomie und stärken ihre Resilienz durch individuelle und Gruppenpsychotherapie.“
Unterstützung für Gewaltopfer auf Lanzarote
Der Dienst stellt qualifiziertes Personal und Räume zur Verfügung, um Kinder während der Therapiesitzungen zu betreuen. So können die Frauen sich auf ihre persönliche Erholung konzentrieren. Die Betreuung ist flexibel am Vormittag oder Nachmittag möglich und erleichtert die Vereinbarkeit von Therapie und Familienleben.
Das Fachteam hat spezielle Fortbildungen zu Chancengleichheit und positiver Elternschaft absolviert. Ziel ist es, die Kompetenzen der Mitarbeitenden zu stärken und so die Qualität der Betreuung weiter zu verbessern.
Maßnahmen zur Stärkung und Integration der Betroffenen
Parallel dazu hat die Gleichstellungsabteilung eine Qualifizierungsoffensive gestartet, die ebenfalls aus Mitteln des Pakts gegen geschlechtsspezifische Gewalt finanziert wird. Damit sollen die Frauen beim Aufbau von Selbstständigkeit unterstützt werden, um ihre Integration in den Arbeitsmarkt und ihre Eigenständigkeit zu fördern.
Nach einem Jahr zieht der Dienst die Bilanz, dass geschlechtsspezifische Gewalt Frauen in eine psychosoziale, wirtschaftliche und berufliche Ausnahmesituation bringt. Dies erfordere spezifische, multidisziplinäre Antworten für die Betroffenen sowie intensive Präventionsarbeit und die Förderung gesunder Beziehungen.





