Teneriffa spricht über neue Direktflüge aus Kanada, Millionen für die Küstenentwicklung und verstärkte Hautkrebsvorsorge sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Air Canada startet neue Direktflüge nach Teneriffa
Air Canada hat neue Direktverbindungen nach Teneriffa gestartet. Die Airline flog seit Oktober dreimal wöchentlich aus Toronto und Montreal und plante die Verbindung bis April, um Reisende aus Kanada und den USA anzuziehen. Lope Afonso, Vizepräsident für Tourismus, sah darin einen Ausbau der strategischen Konnektivität, während Dimple Melwani, CEO von Turismo de Tenerife, die Vermarktung von Kultur und Gastronomie in Nordamerika betonte.
2025 kamen 38.119 Passagiere aus Kanada und den USA auf die Insel, darunter 8.026 aus Kanada und 30.093 aus den Vereinigten Staaten. Air Canada setzte dabei den Airbus A321XLR mit 182 Sitzen ein und verwies auf das Ziel, bis 2050 klimaneutral zu sein.
Mehr als 9,6 Millionen Euro für Teneriffas Küste
Die Inselverwaltung hat das Programm "Tenerife y el Mar" für 2026 bis 2030 mit mehr als 9,6 Millionen Euro genehmigt. Lope Afonso, Vizepräsident des Cabildo, erklärte, das Paket solle ein ausgewogenes und nachhaltiges Tourismusmodell stärken und die Küste als zentralen Wert schützen. Die Finanzierung sah 8,1 Millionen Euro vom Cabildo und zusammen 1,4 Millionen Euro von den Gemeinden vor.
In Arico sollen unter anderem der Zugang zum Charco del Porís, die Instandhaltung des Malecóns von El Porís sowie Arbeiten an mehreren Stränden und Küstenabschnitten umgesetzt werden. Bürgermeister Andrés Martínez sagte, die Maßnahmen erfüllten eine langjährige Forderung und verbesserten Lebensqualität und Infrastruktur.
Hautkrebsvorsorge in allen Gemeinden ausgeweitet
Das Cabildo hat die dritte Inselkampagne zur Prävention von Hautkrebs gestartet. Die von der Asociación Española contra el Cáncer, der Spanischen Krebshilfe, organisierte Initiative lief vom 9. April bis 5. November und sollte Schutzgewohnheiten fördern, weil Hautkrebs vermeidbar sei. Rosa Dávila, Präsidentin der Inselverwaltung, verwies auf hohe Erkrankungsraten und nannte Prävention und Früherkennung entscheidend.
Die Kampagne sollte alle 31 Gemeinden besuchen und mehr als 2.400 Jugendliche schulen sowie Berufsgruppen mit hoher Sonnenexposition ansprechen. Erstmals waren Maßnahmen in Schulen, Sommercamps und an der Universität von La Laguna vorgesehen, zudem plante eine Arbeitsgruppe Strategien für Beschäftigte im Freien.
20 neue Umweltagenten für Naturräume eingestellt
Das Cabildo hat 20 neue Umweltagenten eingestellt und damit die Überwachung geschützter Naturräume verstärkt. Die Strategie lief seit mehr als zwei Jahren und sollte schnelleres Handeln auch in Notfällen ermöglichen. Im Nationalpark Teide stieg die Zahl der Agenten von zwei auf elf, zugleich verteilte die Verwaltung die Präsenz gleichmäßiger über die Insel.
Rosa Dávila, Präsidentin des Cabildo, und Blanca Pérez, zuständig für Umwelt und Nachhaltigkeit, kündigten zusätzlich spezialisierte Schulungen an. Pedro Millán, insularer Direktor für Natur, sagte, die Verstärkung verbessere Kontrolle und Überwachung, während neue Einheiten wie Umweltkriminalität und digitale Umweltüberwachung bereits arbeiteten.
Abkommen für einheitlichere Notfallreaktionen geschlossen
Die Inselverwaltung hat ein Abkommen mit der Federación Canaria de Municipios, dem Gemeindeverband FECAM, unterzeichnet und damit die Notfallkoordination auf Teneriffa gestärkt. Blanca Pérez, Inselrätin, erklärte, die Vereinbarung solle das Notfallsystem festigen und Ressourcen besser nutzen. Die Teilnahme der Gemeinden blieb freiwillig und umfasste gemeinsame Planung, Ausbildung und technische Systeme.
Mari Brito, Präsidentin der FECAM, betonte den Konsens beim zivilen Schutz und die Aktualisierung kommunaler Notfallpläne. Das Abkommen lief vier Jahre mit Verlängerungsoption, sollte Frühwarnsysteme und Bürgerinformation stärken und verursachte laut Angaben keine zusätzlichen öffentlichen Ausgaben.
Umweltfreiwilligenprogramm für 2026 angekündigt
Das Cabildo und die Stadtverwaltung von San Cristóbal de La Laguna haben das zweite Umweltfreiwilligenprogramm 2026 vorgestellt. Die erste Ausgabe im Oktober 2024 hatte 1.474 Teilnehmer in 47 Aktionen mobilisiert und sollte nun mit mehr Ausbildung und Spezialisierung fortgesetzt werden. Blanca Pérez, zuständig für Umwelt und Nachhaltigkeit, sagte, die Verwaltung habe Ressourcen und Personal verdoppelt.
Pedro Millán, Direktor für Natur, verwies auf die Zusammenarbeit mit der Stadt, während Fran Hernández, Stadtrat für kommunale Dienste, das lokale Engagement hervorhob. Geplant waren Bürgerwissenschaft und ein Kartentool zur Echtzeit-Georeferenzierung sowie Maßnahmen an der Mesa Mota und an historischen Wegen wie dem Camino de Las Lecheras.
Neue Kurse für traditionelles Handwerk vorbereitet
Das Cabildo hat eine neue Kursreihe zur Förderung traditioneller Handwerksberufe gestartet und sie in den Ausbildungsplan für Kunsthandwerk 2026 eingebettet. In Kooperation mit dem Museo de Artesanía Iberoamericana de Tenerife und mehreren Gemeinden reichte das Angebot von Roseta und Töpferei bis zu Palmkorbherstellung, Stickerei, traditioneller Kleidung, Messerherstellung und Intarsienarbeiten. Ricardo Cólogan sprach von mehr als 1.000 Anmeldungen.
Domingo Reyes erklärte, die Kurse stünden Personen ab 18 Jahren auf Teneriffa offen. Die Anmeldung sollte am 13. April um 08.00 Uhr beginnen und bei Erreichen der Kapazität schließen, während Basiskurse teils Vorkenntnisse voraussetzten.
Internationaler Tag des Roma-Volkes begangen
Das Cabildo hat den Día Internacional del Pueblo Gitano gewürdigt und im Foyer der Inselverwaltung ein Manifest verlesen lassen. Vertreter der Inselregierung und der Mesa Insular del Pueblo Gitano betonten dabei den Beitrag der Roma zur Weltgeschichte sowie das Engagement gegen Antiziganismus und für vollständige Inklusion.
Rosa Dávila, Präsidentin des Cabildo, sagte, der Tag lade dazu ein, Geschichte und Identität anzuerkennen und über fortdauernde Diskriminierung nachzudenken. Yolanda Baumgartner, Direktorin für soziale Aktionen, nannte die Mesa Insular einen wichtigen Begegnungsort, um Bedürfnisse zu erkennen und Inklusion zu fördern.
Workshop zu grafischen Interventionen im TEA
Der Künstler Francesc Ruiz hat im TEA Tenerife Espacio de las Artes einen Workshop zur grafischen Intervention geleitet. Die Veranstaltung gehörte zum Programm "Onda Corta" und fand am Samstag, dem 11., statt, kostenlos und für Personen ab 18 Jahren. Die Teilnehmer arbeiteten ohne technische Geräte und nutzten Methoden wie Scriptorium und Palimpsest, um das Verhältnis von öffentlichem und privatem Raum zu untersuchen.
Kuratiert wurde "Onda Corta" von Narelys Hernandez und Joel Peláez. Das Programm hinterfragte Archivierungsprozesse und untersuchte, wie das TEA mit der Öffentlichkeit interagierte und als öffentlicher Raum genutzt wurde.
Sport und Gesundheit mit neuen Angeboten beworben
Das Cabildo hat im April den Monat der körperlichen Aktivität gefeiert und eine Medienkampagne unter dem Motto "Aktiviere dein Leben" gestartet. Anlass waren der Internationale Tag des Sports für Entwicklung und Frieden am 6. April sowie der Weltgesundheitstag am 7. April. Die Sportabteilung stellte zudem eine neue Webseite als zentrale Informationsquelle vor und präsentierte eine Studie zu Sportgewohnheiten aus 2025 als Nachfolger der Erhebung von 2019.
Im Projekt "Deporte Joven" liefen fast 40 Veranstaltungen für Schüler, ergänzt durch Schulsporttreffen mit 300 Teilnehmern sowie Angebote für Erwachsene wie die "Juegos Máster". Die Verwaltung verwies darauf, dass Sport auf den Kanaren 4,45 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ausmache.









