Teneriffa diskutiert über Feuerverbote in der San-Juan-Nacht, Waldbrandgefahr und eine Debatte im TEA über koloniale Begriffe.
San-Juan-Feuer: Inselverwaltung erinnert an Verbot in Risikogebieten
Vor den San-Juan-Feiern hat die Inselverwaltung an das Feuerverbot in Waldbrandrisikogebieten erinnert. Sie verwies auf die auf "Tenerife On" gelisteten Zonen. Die Regierung der Kanaren gab wegen hoher Temperaturen eine Vorwarnung zur Waldbrandgefahr aus. Umwelt- und Sicherheitsrätin Blanca Pérez mahnte zur besonderen Vorsicht: Feuer in Risikogebieten seien nur mit Genehmigung der jeweiligen Gemeinden erlaubt.
San-Juan-Nacht: 65 Feuerwehrleute und Brifor-Einheiten im Einsatz
Für die Nacht des 23. Juni stellte die Verwaltung ein spezielles Einsatzteam zur Unterstützung der Gemeinden auf. Sicherheits- und Notfalldirektor Iván Martín teilte mit, dass 65 Berufsfeuerwehrleute, 50 Freiwillige und 37 Mitglieder der Brifor-Einheiten bereitstanden. Zusätzlich unterstützten Zivil- und Freiwilligenschutzgruppen. Martín appellierte an die Bevölkerung, den Empfehlungen der Behörden zu folgen.
Auflagen für Lagerfeuer: Anmeldepflicht und Sicherheitsabstände
Außerhalb der Risikogebiete verlangten die Behörden eine schriftliche Anmeldung bei der jeweiligen Gemeinde sowie einen verantwortlichen Erwachsenen vor Ort. Geprüft wurden Sicherheitsmaßnahmen mit qualifiziertem Personal. Verboten war das Verbrennen nicht pflanzlicher Abfälle sowie von Behältern mit explosiven oder brennbaren Stoffen. Vorgeschrieben waren ein freigeräumter Umkreis von drei Metern, eine Zuschauerzone, ausreichend Abstand zu Straßen und Gebäuden sowie eine maximale Brennmaterialhöhe von 1,50 Metern.
TEA Teneriffa: Historiker kritisiert koloniale Begriffe
Stefanos Geroulanos hat im TEA Tenerife Espacio de las Artes über "Der Wilde, der Primitive und der dünne Firnis der Zivilisation" gesprochen. In dem kostenlosen Vortrag im Rahmen von "No-Todo: Ciclo de Pensamiento TEA" erläuterte der Historiker, wie solche Konzepte zu Beginn des 20. Jahrhunderts Vorstellungen von Vorgeschichte prägten und koloniale Kontrolle sowie Gewalt gegen indigene Völker rechtfertigten. Er ordnete die Begriffe in Theorien zur frühen Menschheitsgeschichte ein und zeigte ihre Wirkung bis in die Gegenwart.
Programm "No-Todo": TEA hinterfragt Geschichtsnarrative
Mit dem Programm "No-Todo" thematisiert das TEA die bewusste Konstruktion von Geschichtsnarrativen und erprobt neue Zukunftsvorstellungen. Roberto Gil, Yaiza Hernández Velázquez, Inés Plasencia und weitere Beteiligte beschreiben das Format als Denkzyklus, der etablierte Deutungen zur Geschichte zur Diskussion stellt. Geroulanos, Direktor des Remarque Institute und Professor an der Universität von New York, kündigte zudem an, dass sein Buch "The Invention of Prehistory" bald auf Spanisch erscheint.





