Die Behörden haben die Rückkehr der Anwohner von Valle Arriba in der Gemeinde Santiago del Teide ermöglicht, nachdem sie am Sonntag wegen eines Waldbrands im Gebiet Los Partidos de Franquis auf Teneriffa evakuiert worden waren. Die Präsidentin des Cabildo von Teneriffa, Rosa Dávila, erklärte, das Feuer sei stabilisiert. Bei gleichbleibenden Bedingungen rechnet der Einsatzstab damit, den Brand bis zum Abend einzudämmen und am Montagmorgen als kontrolliert zu melden.
Nach aktuellen Angaben verbrannten rund 50 Hektar Busch- und Grasland, ohne dass das Kiefernwaldgebiet betroffen war. Im Laufe des Tages waren 75 Einsatzkräfte mit den Löscharbeiten beschäftigt, wobei sich das Feuer vor allem auf Weideflächen, Buschwerk und Retama beschränkte und nicht auf den Kiefernwald übergriff.
Waldbrand auf Teneriffa: Luftunterstützung und Wetter begünstigen Eindämmung
Aus der Luft griffen acht Einheiten ein, darunter Hubschrauber des Cabildo, der Kanarischen Regierung und des Staates sowie ein Air Tractor-Flugzeug, das mehrere Löschflüge über Brandherde absolvierte. Bei Einbruch der Dunkelheit blieben 50 Einsatzkräfte vor Ort, um den Brandperimeter zu sichern, mögliche Wiederaufflammen zu verhindern und die Lage zu überwachen.
Die Wetterbesserung spielte eine entscheidende Rolle bei der Eindämmung des Feuers. Trotz Temperaturen von mehr als 35 Grad am Nachmittag sorgten der anschließende Temperaturabfall, Windstille und bereits verbranntes Material dafür, dass sich die Flammen nicht weiter ausbreiteten und ökologisch wertvolle Gebiete verschont blieben.
INFOCA-Plan aktiviert: Evakuierung und Versorgung auf Teneriffa
Das Cabildo aktivierte die Stufe 1 des Waldbrand-Notfallplans INFOCA, wodurch die Inselverwaltung die direkte Koordination der Ressourcen übernahm und von weiteren Behörden unterstützt wurde. Insgesamt wurden vorsorglich rund 50 Häuser evakuiert. Für Menschen und Tiere standen Hilfsangebote bereit. Der Fußballplatz von Arguayo diente als Unterbringung für Haus- und Nutztiere, während das Sportzentrum von Santiago del Teide für evakuierte Bewohner ohne Alternativen geöffnet wurde.
Diese Unterkünfte wurden jedoch kaum benötigt, da die Evakuierung zügig und sicher ablief. Das Feuer war in einer Übergangszone zwischen landwirtschaftlichen und bewaldeten Flächen ausgebrochen, was eine schnelle Ausbreitung begünstigte. Die rasche Reaktion der Einsatzkräfte und der frühe Einsatz der Luftunterstützung verhinderten jedoch das Vordringen in risikoreichere Gebiete.
Keine Verletzten und keine schweren Gebäudeschäden auf Teneriffa
Die Nähe großer Waldflächen bei Los Partidos de Franquis hatte zunächst Sorgen über eine stärkere Ausbreitung ausgelöst. Durch das koordinierte Vorgehen konnte das Feuer jedoch gestoppt werden, bevor es den Kiefernwald erreichte. Die Schäden sind noch nicht abschließend beziffert, doch es verbrannte vor allem Busch- und Grasland. Es wurden keine Verletzten oder gravierende Schäden an Häusern gemeldet.
Die kommenden Stunden sind entscheidend, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern und den Brand endgültig unter Kontrolle zu bringen. Das Cabildo mahnt weiterhin zur Vorsicht in ländlichen Gebieten und erinnert an das bestehende Verbot jeglicher Feuer, Grillaktivitäten oder anderer brandgefährlicher Tätigkeiten im Freien.





