Gran Canaria spricht über Sturm Therese, das Karnevalsverbot in Puerto und La Isleta und das neue Kreuzfahrtterminal im Hafen La Luz sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Sturm Therese bringt Regen, Wind und Flugausfälle nach Gran Canaria
Sturm Therese hat auf Gran Canaria Zwischenfälle, Sperrungen und Ausfälle im Luftverkehr ausgelöst. Am Donnerstag meldete der kanarische Notdienst 158 Vorfälle auf den Kanaren, davon 50 in der Provinz Las Palmas. Aena, der spanische Flughafenbetreiber, registrierte elf gestrichene Flüge und vier Umleitungen, darunter Verbindungen nach Gran Canaria.
Die staatliche Wetterbehörde Aemet warnte vor weiterer Instabilität mit Schauern, Gewittern und kleinem Hagel. Für Freitag erwartete sie beim Durchzug des Frontsystems starken und anhaltenden Regen, besonders im Süden von Teneriffa und Gran Canaria, dazu sehr starke Südwestböen mit mehr als 90 km/h in exponierten Lagen.
Sandbarriere am Strand Las Canteras zum Schutz vor Sturmwellen
Die Stadt Las Palmas de Gran Canaria hat am Strand Las Canteras eine Sandbarriere errichtet. Die Maßnahme soll die Küste während der stürmischen See besser schützen, nachdem Aemet weiterhin Wellen von mehr als fünf Metern in den betroffenen Gebieten meldete. Gleichzeitig blieben auf den Kanaren Unterricht und zahlreiche Aktivitäten ausgesetzt, weil die Inseln ihre Notfallpläne aktivierten.
Die Wetterlage hält laut Prognose bis mindestens Sonntag an. Die Generaldirektion für Zivilschutz und Notfälle des Innenministeriums gab eine Warnung zu Regen, Wind und Wellen heraus und rief zur Vorsicht auf, weil lokal Überschwemmungen und Erdrutsche möglich bleiben.
Rechtliche Schritte gegen Karnevalsverbot in Puerto und La Isleta
Die Stadt Las Palmas de Gran Canaria hat rechtliche Schritte gegen ein Gerichtsurteil angekündigt, das den Karneval in den Gebieten Puerto und La Isleta untersagte. Bürgermeister Augusto Hidalgo erklärte, die Stadt werde alle Rechtsmittel ausschöpfen, um die Entscheidung aufzuheben. Die Ankündigung löste bei Anwohnern und Betrieben Sorge aus, weil die Feierlichkeiten als wichtiger Wirtschaftsfaktor gelten.
Der Stadtrat will in den kommenden Tagen Berufung einlegen, um vor den Festterminen eine Lösung zu erreichen. In der Stadt wächst zugleich der Druck, weil die Vorbereitungen für den Karneval üblicherweise Monate im Voraus beginnen.
Europas größtes Kreuzfahrtterminal im Hafen La Luz eröffnet
Der Hafen von La Luz und Las Palmas hat Europas größtes Kreuzfahrtterminal eröffnet. Die Erweiterung soll den Kreuzfahrttourismus auf den Kanarischen Inseln stärken und den Ablauf für Passagiere verbessern, weil das Terminal auf größere Schiffe und eine höhere Kapazität ausgelegt ist. Behörden und Anwohner äußerten sich laut Bericht optimistisch, weil sie neue Impulse für Beschäftigung und Wirtschaft erwarten.
Der Betreiber setzt nach eigenen Angaben auch auf Nachhaltigkeit, etwa mit energieeffizienten Systemen und Abfallreduzierung. Zudem plant der Hafen weitere Routen, Partnerschaften mit Kreuzfahrtgesellschaften und zusätzliche Investitionen in die Infrastruktur.
Modernisierung des Museo Néstor nach acht Jahren Schließung
Las Palmas de Gran Canaria hat die Modernisierung des seit acht Jahren geschlossenen Museo Néstor begonnen. Die Stadt finanziert das Projekt mit 4.049.583,46 Euro aus dem Entwicklungsfonds der Kanarischen Inseln, dem FDCAN, wobei die Stadt die Hälfte trägt und Regionalregierung sowie Inselverwaltung von Gran Canaria den Rest übernehmen. Stadtrat Mauricio Roque leitete den Start der Arbeiten, die 24 Monate dauern sollen.
ASCH Infraestructuras y Servicios, S.A. führt die Bauarbeiten aus, darunter Barrierefreiheit, neue Zugänge und die Modernisierung der Technik. Geplant sind auch Restaurierungen an Saal, Dächern und Fassaden sowie ein neuer Ausstellungsraum, damit das Museum wieder als kultureller Anziehungspunkt dienen kann.
Vermisste 38-Jährige in Las Palmas wieder aufgetaucht
Die Nationalpolizei hat die vermisste Graciela R. J. aus Las Palmas de Gran Canaria gefunden. SOS Desaparecidos teilte am Donnerstag mit, dass die 38-Jährige wieder aufgetaucht ist. Zuvor hatte die Polizei die Bevölkerung um Mithilfe gebeten, nachdem sie am Montag, dem 16. März, eine Vermisstenmeldung mit Personenbeschreibung veröffentlicht hatte.






