Gran Canaria spricht über Kritik am Programm Gran Canaria Activa, neue Niedrigemissionszonen und Personalentscheidungen in Mogán sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Physiotherapeuten kritisieren Gran Canaria Activa
Der Physiotherapeutenverband COFC hat das Programm Gran Canaria Activa kritisiert. Präsidentin Vanesa Eugenio warnte, körperliche Aktivität bei Menschen mit onkologischen Erkrankungen brauche wissenschaftliche Aufsicht und einen sicheren klinischen Rahmen. Der Verband nannte Risiken wie pathologische Frakturen oder kardiovaskuläre Veränderungen und forderte, Patienten nicht an nicht medizinisches Personal zu verweisen.
Der COFC schrieb nach eigenen Angaben mehrere Institutionen an, erhielt aber keine formalen Antworten. Er verlangte eine öffentliche Richtigstellung irreführender Botschaften und eine bessere Nutzung der Physiotherapie Einheiten im kanarischen Gesundheitssystem, inklusive onkologischer Physiotherapie in Krankenhäusern auf den Kanaren.
Kanaren starten Niedrigemissionszonen, Las Palmas ist dabei
Die Kanarischen Inseln haben die Einführung von Niedrigemissionszonen begonnen. Bis zu zehn Gemeinden, darunter Las Palmas de Gran Canaria, richteten Zonen ein, in denen der Zugang auf Fahrzeuge mit geringem Emissionsausstoß beschränkt werden sollte. Vorgesehen sind die Bereiche für Städte mit mehr als 50.000 Einwohnern und für Gebiete mit hoher Luftverschmutzung.
Correos, die spanische Post, verkaufte die Umweltplaketten in 101 Filialen auf den Kanarischen Inseln, zusätzlich lieferten 331 ländliche Dienste nach Hause. Die Labels kosteten 6 Euro und waren in vier Typen je nach Umweltauswirkung des Fahrzeugs erhältlich.
Mogán hat Alba Medina als Beraterin eingestellt
Die Gemeinde Mogán hat Alba Medina als Beraterin verpflichtet. Sie begann am 1. Februar als Teilzeitkraft mit 19.000 Euro Jahresgehalt und rund 24 Wochenstunden. Medina hatte Soziologie an der Universität La Laguna studiert und zuvor als Stadträtin der Partei Ciuca gearbeitet.
Die Ernennung erschien im Amtsblatt der Provinz und Mencey Navarro unterzeichnete sie als amtierender Bürgermeister, während Bürgermeisterin Onalia Bueno auf der Tourismusmesse in Madrid war. Die Verwaltung begründete den Schritt mit hoher technischer Arbeitsbelastung in mehreren Abteilungen.
Debatte um weiteren Beraterposten in Mogán
Die Gemeinde Mogán hat das Gehalt des Beraters José Antonio Guerra nach sechs Monaten von 19.000 auf 28.000 Euro jährlich erhöht. Guerra war zuvor Stadtrat in Las Palmas und arbeitete als Dozent an der Universität Fernando Pessoa. Neue Canarias kritisierte, Guerra habe drei Monate ohne erforderliche Genehmigung gearbeitet.
Die Partei forderte eine Rückzahlung unrechtmäßig erhaltener Beträge, erhielt nach eigenen Angaben aber keine Antwort. Den Eignungsbericht für Guerras Ernennung unterzeichnete Salvador Álvarez, der ebenfalls mit der Bürgermeisterpartei verbunden war.
Polizei hat Mann beim Karneval in Las Palmas festgenommen
Die Polizei hat während des Karnevals in Las Palmas de Gran Canaria einen Mann festgenommen. Er hatte ein Einreiseverbot für Spanien. Die Behörden gaben keine Details zur Identität bekannt, erklärten aber, die Festnahme sei im Einklang mit den geltenden Einwanderungsvorschriften erfolgt.
Der Vorfall zeigte nach Angaben der Behörden, dass die Einsatzkräfte bei Großveranstaltungen konsequent Gesetze durchsetzten. Veranstalter und lokale Regierung arbeiteten weiter daran, eine sichere Umgebung für die vielen Besucher zu gewährleisten.
Las Palmas hat Jugendliche am Mobilitätsplan beteiligt
Die Stadt Las Palmas de Gran Canaria hat am Samstag Vorschläge von Kindern und Jugendlichen für den Plan für nachhaltige urbane Mobilität gesammelt. Die Abteilungen für Sozialwesen und Mobilität organisierten dafür einen Beteiligungstag, an dem die jungen Teilnehmer mit dem technischen Team und städtischen Verantwortlichen diskutierten.
Bei einer Gymkhana erlebten sie Alltagssituationen mit Krücken, Rollstuhl oder eingeschränkter Sicht. Stadträtin Carmen Luz Vargas sagte, das Zuhören sei demokratische Pflicht, und Mobilitätsstadtrat José Eduardo Ramírez betonte die Bedeutung der Perspektive von Kindern für Barrierefreiheit und sichere Wege.
Cho Juáa hat Kanaren Geschichte in Karikaturen festgehalten
Ein Buch hat das Werk des Karikaturisten Eduardo Millares Sall, bekannt als Cho Juáa, gebündelt. Sein Sohn Eduardo trug die verstreuten Arbeiten zusammen, Ediciones Idea und die Fundación Canaria Cine+Cómics veröffentlichten die Sammlung unter dem Titel „Eduardo Millares Sall. Caricaturas“. Sie umfasste rund 600 Karikaturen in dreizehn Kategorien.
Millares Sall erhielt 1965 den Baifo de Oro, gründete 1968 das Magazin „El Conduto“ und arbeitete ab 1969 mit Los Gofiones. Er starb 1992 und Gran Canaria sowie Las Palmas de Gran Canaria ehrten ihn 2013 posthum als Lieblingssohn.











