Gran Canaria spricht über die Auszeichnung für den Flughafen, steigende Hotelpreise und die Suche nach einem Vermissten sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Flughafen Gran Canaria erhält ACI-Auszeichnung
Der Flughafen Gran Canaria hat eine Auszeichnung als bester Flughafen Europas erhalten. Der Internationale Flughafenrat (ACI) zeichnete ihn in der Kategorie 15 bis 25 Millionen Passagiere aus, wie der Betreiber Aena mitteilte. Grundlage waren Bewertungen von Reisenden aus den weltweiten ASQ-Umfragen des Flughafenqualitätsprogramms.
Flughafendirektor Julio Peñalver sagte, die Ehrung habe das Engagement und die Serviceorientierung des Teams widergespiegelt. Aena erhielt in dieser Ausgabe insgesamt 15 Auszeichnungen für zehn seiner Flughäfen.
Hotelpreise auf den Kanaren steigen weiter, Süden stark gebucht
Die Kanarischen Inseln haben im Januar 2026 erneut die höchsten Hotelpreise Spaniens erreicht. Das Nationale Institut für Statistik (INE) meldete einen Anstieg des durchschnittlichen Zimmerpreises um 3,3 Prozent auf 150,5 Euro pro Nacht, während der Hotelpreisindex seit 2008 um fast 90 Prozent zulegte.
Der RevPAR stieg nur um 0,46 Prozent, was das INE vor allem mit sinkender Belegung erklärte. Auf Gran Canaria lag die Auslastung im Süden bei mehr als 80 Prozent, Mogán erreichte 80,2 Prozent und San Bartolomé de Tirajana kam am Wochenende auf 79,8 Prozent.
Polizei sucht seit Februar Vermissten in Las Palmas
Die Nationalpolizei hat um Hinweise zu einem Vermissten gebeten. José Antonio V. J., 64 Jahre alt, wird seit dem 17. Februar 2026 in Las Palmas de Gran Canaria vermisst. Die Beamten beschrieben ihn als etwa 1,90 Meter groß mit braunen Augen und grauem Haar.
Die Polizei erklärte, die Verbreitung der Informationen über Medienkanäle habe die öffentliche Mithilfe erleichtert. Hinweise sollten unter der Notrufnummer 091 bei der Nationalpolizei eingehen.
Richter hebt Strafe nach Pro-Palästina-Demo in Las Palmas auf
Ein Richter hat eine Geldstrafe von 3.200 Euro gegen den Organisator einer Pro-Palästina-Demonstration aufgehoben. Der Veranstalter hatte Einspruch eingelegt und argumentiert, die Sanktion habe sein Recht auf freie Meinungsäußerung verletzt.
Die Entscheidung bestätigte nach Darstellung des Berichts das Recht auf friedliche Versammlung. Eine Berufung der Regierung war demnach ausgeschlossen, was erneut Debatten über Grenzen staatlicher Eingriffe bei Demonstrationen auslöste.
Dokumentarfilm in Tamaraceite zeigt Folgen des Massentourismus
Der Dokumentarfilm „La hora robada“ hat in Tamaraceite Premiere gefeiert. Die Produktion thematisierte die sozialen Kosten des Massentourismus auf Gran Canaria und verband persönliche Geschichten mit Daten zu Auswirkungen auf lokale Gemeinschaften.
Gemeindemitglieder und lokale Führungskräfte äußerten laut Bericht gemischte Einschätzungen, weil wirtschaftliche Vorteile steigenden Lebenshaltungskosten und Umweltproblemen gegenüberstanden. Weitere Vorführungen an verschiedenen Orten sollten Diskussionen über nachhaltigen Tourismus anstoßen.
Karneval in Las Palmas: Marathon und „Entierro de la Sardina“
Der Karneval in Las Palmas de Gran Canaria hat einen 3,5-Kilometer-Lauf durch die Stadt geboten. Die zweite Ausgabe von „Viudas a la Carrera“ war nicht wettbewerbsorientiert und wurde vom Karnevalskomitee mit dem städtischen Sportinstitut und dem Sponsor Dormitorum organisiert.
Stadtrat Héctor Alemán und Sportstadträtin Carla Campoamor erklärten gemeinsam mit Dormitorum-Generaldirektor Emilio Stur Reyes, die Anmeldung bleibe offen. Nach dem Lauf ging es mit dem Carnival de Día weiter, bevor um 19.00 Uhr der „Entierro de la Sardina“ am Strand von Las Canteras endete.
Patiententransport: Familie verpasst OP-Termin auf Gran Canaria
Eine Familie hat nach drei Jahren Wartezeit eine Operation für ihr Kind mit Behinderungen verpasst. Die Anreise von Lanzarote nach Gran Canaria scheiterte laut Bericht an logistischen Problemen, wodurch der Eingriff abgesagt wurde.
Die Familie äußerte Unmut und verwies auf die Folgen für die Gesundheit des Kindes. Der Fall verstärkte Forderungen, die Transportmöglichkeiten für Patienten auf den Kanaren zu verbessern und Unterstützungssysteme für gefährdete Personen auszubauen.











