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    Kanaren Nachrichten 28. Juli 20253 Min. Lesedauer

    Kanarische Inseln: Energiekrise verschärft sich nach Scheitern des Anti-Blackout-Dekrets

    Kanaren-Nachrichten PH 1
    Die grüne Seite der Kanaren: Foto: Archivbild

    Cristina Calero und Diana Lorenzo haben vor einer Verschärfung der Energiekrise auf den Kanarischen Inseln nach der Aufhebung des Anti-Blackout-Dekrets gewarnt. Im Parlament von Teneriffa stand die Energiekrise im Mittelpunkt der Kommission für Energiewende. Die Abgeordneten der Coalición Canaria, Cristina Calero und Diana Lorenzo, betonten die Risiken für den Archipel durch das Scheitern des Dekrets im spanischen Kongress. Ihrer Ansicht nach verschärft sich dadurch die ohnehin angespannte Lage des Stromsystems auf den Inseln.

    Calero kritisierte, dass nach den jüngsten Stromausfällen keine strukturellen Antworten gefunden wurden. Sie erklärte: „Bei einem vollständigen Stromausfall zahlen Familien und Unternehmen die Rechnung.“ Calero warf der Regierung vor, dass fehlende gesetzliche und strukturelle Fortschritte die Kanaren auf den Ausgangspunkt zurückwerfen – ohne Reformen, Investitionen und ohne rechtlichen Schutz, der den Besonderheiten der Inseln gerecht wird.

    Energiekrise auf Teneriffa: Forderung nach Investitionen

    Die Abgeordnete bedauerte, dass das Anti-Blackout-Dekret nie umgesetzt wurde. Es hätte zentrale Maßnahmen wie Notfallgenehmigungen für Anlagen, Förderung von Eigenverbrauch, Modernisierung von Kraftwerken und spezielle Lösungen für die sogenannten grünen Inseln enthalten. Nach Caleros Einschätzung handelte es sich dabei nicht um ideologische, sondern um technisch notwendige Vorschläge, um die Stabilität der Stromversorgung zu sichern.

    Zudem erkundigte sich Calero nach dem Stand der Ausschreibungen zur Erneuerung der Kraftwerke, von denen viele mehr als 50 Jahre alt sind. Sie warf der Zentralregierung vor, die Kanaren „ohne Antworten und Investitionen“ im Zustand der Energieunsicherheit zurückzulassen.

    La Palma: Erneuerbare Energien im Fokus

    Diana Lorenzo richtete ihren Appell besonders an die Situation auf La Palma. Sie warnte, die Insel dürfe „im Energiebereich nicht zurückbleiben“. Lorenzo zeigte sich besorgt über den geringen Fortschritt beim Ausbau erneuerbarer Energien und forderte eine bessere Abstimmung zwischen der Regierung der Kanaren und dem Inselrat, um begonnene Projekte zu vollenden.

    Lorenzo hob die Fortschritte bei Wind- und Solarenergie auf La Palma sowie das wachsende Interesse an Geothermie hervor. Sie betonte, jetzt sei der entscheidende Moment, um die Insel nachhaltiger und effizienter zu machen. Gleichzeitig mahnte sie angesichts des Wegfalls des Realdekrets 7/25 vom 24. Juni dringende Verstärkungen im Stromnetz an, da dieses Maßnahmen zur Unterstützung des Sektors enthielt.

    Kanaren brauchen angepasste Energiestrategie

    Beide Abgeordneten forderten eine auf die Insellage zugeschnittene Energiestrategie für die Kanaren. Sie müsse die Modernisierung der Infrastruktur, Investitionen in Netze und den Ausbau erneuerbarer Energien sichern. Nach Ansicht von Calero und Lorenzo stellt die Aufgabe des Dekrets durch den Staat eine verpasste Chance und ein nicht zu ignorierendes Risiko dar.

    Die Coalición Canaria kündigte an, die Entwicklung der Energieausschreibungen weiterhin kritisch zu begleiten und vom Ministerium eine spezielle Regulierung zu verlangen, die die Besonderheiten des Archipels berücksichtigt. Damit wollen sie verhindern, dass die Inseln erneut von Stromausfällen bedroht werden.

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