Der Inselrat von La Palma hat die Notfall-Reperforation des westlichen Teils des Transfertunnels beschlossen und dafür mehr als 6,3 Millionen Euro bereitgestellt. Die Arbeiten sollen die Wassergewinnung aus der Galerie um einen Kilometer erweitern und sind auf 20 Monate angelegt.
Der Vizepräsident des Inselrats und Wasserbeauftragte, Juan Ramón Felipe, erklärte, dass sich die Wasserqualität für die landwirtschaftliche Bewässerung im Tal von Aridane durch zunehmende Versalzung der Brunnen nach dem Vulkanausbruch verschlechtert habe. Technische Berichte des Geologischen Dienstes, der Landwirtschaftsbehörde und des Inselrats belegten eine erhöhte Leitfähigkeit in den Wasserbecken, insbesondere in südlichen Anbaugebieten, deren Wasser aus dem Reservoir Las Cuevas stammt. Dort fließt Wasser von besonders schlechter Qualität ein, was die Existenz anspruchsvoller Kulturen wie Bananen und Avocados gefährdet.
Wasserqualität auf La Palma im Fokus
Felipe betonte, dass die geplante Maßnahme am Transfertunnel notwendig sei, um die Wasserqualität für die gesamte Landwirtschaft im Tal von Aridane zu verbessern. Insbesondere die südlichen Anbauflächen seien betroffen, da die Qualität der Küstenbrunnen weiter abnehme. Zusätzlich kündigte Felipe eine verstärkte Überwachung der Wasserqualität, die Entwicklung von Korrekturstrategien und die Einführung eines angepassten Bewirtschaftungsprotokolls an.
Der Transfertunnel auf der Westseite fördert derzeit 335 Kubikmeter Wasser pro Stunde. Ziel der Arbeiten ist es, die Nutzung dieses Wassers um 75 Prozent zu steigern, indem ein weiteres Stauwerk und ein zusätzlicher Aquiferspeicher erschlossen werden. Felipe versicherte, dass dabei die Wasserqualität der Galerie nicht beeinträchtigt werde.
Transfertunnel auf La Palma: Ausbau für mehr Wasserversorgung
Für die Nutzung des zusätzlich geförderten Wassers sollen neue Sammler vom Tunnelende bis zum Ausgang des Komplexes gebaut werden. Dort kann das Wasser in bestehende Leitungen eingespeist werden, die zur Balsa de Dos Pinos, zum Kanal Las Haciendas, zur Balsa de Vicario und über eine Hebeanlage nach El Paso führen.
Die neuen Wassermengen könnten so im gesamten Tal von Aridane, in Tijarafe und El Paso verteilt werden. Je nach gefördertem Volumen ist auch eine vorübergehende Nutzung bestehender Kanäle möglich, über die derzeit Überschusswasser abgeleitet wird.











