La Palma spricht über die intensivierte Suche nach dem vermissten Airam, den stockenden Wohnungsbauplan La Palma 700 und neue Regeln für Energieplanung und Bodenordnung sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Suche nach vermisstem Airam läuft mit großer Unterstützung
Die Einsatzkräfte haben die Suche nach dem vermissten 20-jährigen Airam ausgeweitet. Seit Montag galt der junge Mann mit Autismus-Spektrum-Störung als verschwunden, zuletzt sah man ihn gegen 19 Uhr in der Gegend von Los Cancajos. Hinweise führten auch nach La Encarnación, wo Verwandte in der Nähe leben.
Die Guardia Civil setzte die Suche am Dienstagmorgen an Land sowie aus der Luft und auf See fort. Zwei Hubschrauber der Guardia Civil und des Rettungsdienstes GES sowie ein Boot von Salvamento Marítimo unterstützten, während die Mutter Mercedes Afonso um behutsames Vorgehen bat und bei Sichtungen den Notruf 112 empfahl.
Wohnungsbauplan „La Palma 700“ ist laut Abgeordneter gescheitert
Die Abgeordnete Alicia Vanoostende hat den Plan „La Palma 700“ als gescheitert bezeichnet. Die Politikerin erklärte in einer Mitteilung, von 22 angekündigten Vorhaben laufe nur eines, ein Projekt mit 34 Wohnungen in Villa y Puerto de Tazacorte, das erst zu fünf Prozent umgesetzt sei.
Vanoostende stützte sich auf eine Anfrage an das kanarische Ministerium für öffentliche Arbeiten, Wohnungsbau und Mobilität vom 29. Januar. Sie sagte, mehrere Projekte warteten auf Ausschreibungen oder steckten in Planung, und kritisierte die Regierung von Fernando Clavijo wegen ausbleibender Fortschritte beim Wohnungsbau.
Inselverwaltung lobt Änderungen bei Energieplanung und Bodenordnung
La Palmas Inselpräsident Sergio Rodríguez hat die geplanten Regeländerungen zur Beschleunigung der Energieplanung begrüßt. In der Kommission der Cabildos im Parlament der Kanaren sagte er, die Anpassungen klärten städtebauliche Konzepte und sollten die ökosoziale Transformation beschleunigen.
Rodríguez verwies auf Korrekturen am Gesetz 6/2022 und auf technische Änderungen aus einer bilateralen Kommission zwischen Zentralregierung und Autonomieregierung. Zugleich warnte er vor zusätzlicher Belastung der Gemeinden und verlangte bei Zonen zur Beschleunigung erneuerbarer Energien Kriterien, die La Palmas hohen Umweltschutz berücksichtigen.
Tazacorte: Nueva Canarias kritisiert Baustellen- und Vertragschaos
Der Stadtratssprecher Juan Miguel Rodríguez Acosta von Nueva Canarias hat der Stadtregierung in Tazacorte Missmanagement bei der Straße von El Pozo bis zur Plaza de Castilla vorgeworfen. Er sagte, fast zweieinhalb Jahre nach Abbruch der Arbeiten habe das Dreierbündnis aus PSOE, Coalición Canaria und Partido Popular den Vertrag nicht gekündigt und neu vergeben.
Rodríguez Acosta erklärte, dadurch drohten wirtschaftliche Folgen, darunter der Verlust einer Subvention von rund 340.000 Euro und mögliche Forderungen eines Hedgefonds in Höhe von 66.784,06 Euro wegen verpfändeter, nicht bezahlter Zertifizierungen. Er kündigte an, notfalls die Antikorruptionsstaatsanwaltschaft einzuschalten.
El Paso: PSOE fordert formelles Verfahren zum Schutz der Cueva Tiznada
Die sozialistischen Stadträte Daniel Rodríguez und Bryan Martín haben fehlende Schritte zum Schutz der Cueva Tiznada kritisiert. Sie erklärten, die Coalición Canaria habe im Stadtrat keinen Antrag auf Einstufung der Höhle als Kulturgut vorgelegt, weshalb Schutzmechanismen des kanarischen Kulturerberechts nicht griffen.
Rodríguez und Martín verwiesen auf die Sitzung vom 29. Januar, in der ein zuständiger Stadtrat keine klare Antwort gegeben habe. Der PSOE kündigte an, institutionelle Mittel für Transparenz und rechtliche Sicherheit zu nutzen und warnte vor Ankündigungen ohne formelles Verfahren.
Bono Bonito 2026 ist gestartet und soll Handel in allen Gemeinden stützen
Die Inselverwaltung hat über die öffentliche Firma Sodepal die Kampagne Bono Bonito 2026 gestartet. Insgesamt stellte sie 9.000 Gutscheine bereit, die laut Angaben einen direkten Effekt von 180.000 Euro für teilnehmende Geschäfte in den 14 Gemeinden bringen sollten.
Wirtschaftsrätin und Sodepal-Geschäftsführerin Miriam Perestelo erklärte, pro Person seien maximal drei Gutscheine zu je zehn Euro möglich, die sich beim Einlösen verdoppelten. Der Kauf lief über bonobonito.com, während sich Geschäfte bis Dienstag, 31. März, anmelden konnten.
Ärztestreik auf La Palma blieb laut Behörde nahezu ohne Resonanz
Die Gesundheitsbehörde hat eine Streikbeteiligung von 4,11 Prozent auf La Palma gemeldet. Am Mittwoch, 18. Februar, hätten sechs von 146 betroffenen Beschäftigten des Servicio Canario de la Salud, des Gesundheitsdienstes der Kanarischen Inseln, an der Aktion gegen eine geplante Reform des Statuts teilgenommen.
Kanarenweit lag die Quote laut Behörde bei 17,43 Prozent. Der Vormittag sei mit 1.286 Beschäftigten im Notdienst ohne besondere Vorkommnisse verlaufen, während auf El Hierro und La Gomera niemand gestreikt habe.
Diputación del Común: Ombudsstelle mit Sitz auf La Palma blickt auf 40 Jahre zurück
Die Diputación del Común hat ihre Rolle als Vermittlerin zwischen Bürgern und Verwaltung hervorgehoben. Die Institution, die als Hoher Kommissar des kanarischen Parlaments agiert, hat ihren Hauptsitz aus historischen Gründen auf La Palma und sollte nach eigener Darstellung Rechte und Freiheiten schützen.
Seit 2024 leitete María Dolores Padrón die Einrichtung als erste Frau an der Spitze. Der Beitrag erinnerte an den ersten Ombudsmann Luis Cobiella und nannte aktuelle Schwerpunkte wie Wohnen, Abhängigkeit und soziale Dienste, bei denen die Institution Missstände erkenne und Verbesserungen empfehle.
Rückblick: Schmuggel prägte San Andrés y Sauces in Zeiten von Mangel
Ein historischer Bericht hat den Schmuggel an der Küste von San Andrés y Sauces nach dem Krieg beschrieben. Damals hätten strenge Rationierungen und der Mando Económico de Canarias unter General Ricardo Serrador und später General García Escámez eine schwere Wirtschaftskrise auf den Kanarischen Inseln begleitet.
Der Text schilderte Schmuggelrouten über Puerto Espíndola und El Varadero, Lager in Höhlen und Transporte von Kaffee, Zucker und Tabak, während lokale Produkte wie Schnaps hinausgingen. Anzeigen des Tribunal de Tasas und harte Strafen seien dokumentiert, große Akteure aber oft unbehelligt geblieben.







