Lanzarote spricht über den Oster-Flugverkehr, den klaren Sieg von Ariagona und die neue Krisenvereinbarung der Kanaren-Regierung sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Flughafen Lanzarote mit 2.271 Flügen in der Semana Santa
Aena hat für die aktuelle Semana Santa 2.271 Flüge am Flughafen Lanzarote gezählt. Auf den Kanarischen Inseln summierten sich die geplanten Bewegungen auf 15.019, was 4,29 Prozent mehr als 2024 bedeutet. Als verkehrsreichsten Tag nannte Aena den Samstag, 28. März, mit 1.638 Flügen. Der 31. März galt mit 1.204 Bewegungen als ruhigster Tag.
CB Ariagona gewinnt deutlich und bleibt Tabellenzweiter
Der CB Ariagona hat AD Los Toscones am Samstag mit 82:50 geschlagen. Das Team von Trainer Daniel González dominierte im Pabellón des IES Blas Cabrera Felipe früh und führte nach dem ersten Viertel 24:16, zur Pause stand es 45:27. Nach einem ausgeglichenen dritten Abschnitt zog Ariagona im Schlussviertel davon und gewann auch die Rebounds klar mit 63:31.
Bei Los Toscones traf Lucía Acosta am besten und erzielte 16 Punkte. Für Ariagona punktete Sara Ariza mit 15 Zählern, Verónica Matoso verpasste mit 14 Punkten, 22 Rebounds und acht Assists knapp ein Triple Double. Vor dem letzten Spieltag blieb Ariagona mit 39 Punkten Zweiter und trifft nun auf Spitzenreiter Gran Canaria ULPGC.
Clavijo und Torres vereinbaren Hilfen für Krisenfolgen
Fernando Clavijo hat mit Ángel Víctor Torres eine Vereinbarung zu staatlichen Entschädigungen für die Kanaren getroffen. Clavijo, Präsident der Kanarischen Inseln, sagte nach dem Treffen mit dem spanischen Minister für Territorialpolitik in Madrid, das zentrale Krisendekret lasse viele Betroffene außen vor. Deshalb solle der Archipel Ressourcen erhalten, um eigene Maßnahmen gegen die Folgen des Krieges im Nahen Osten umzusetzen.
Am Wochenende sollten dazu technische Dokumente erarbeitet werden. Eine abschließende Vereinbarung kündigte Clavijo für Montag auf den Kanarischen Inseln an und betonte, Dialog und Verständnis hätten mehr erreicht als Konfrontation.
Kanaren melden höchste Abwesenheitsrate in Spanien Ende 2024
Randstad Research hat für das vierte Quartal 2024 auf den Kanarischen Inseln eine Abwesenheitsrate von 9,1 Prozent gemeldet. Der Wert lag laut Bericht auf Basis der Arbeitskosten-Umfrage des spanischen Statistikamtes deutlich über dem nationalen Schnitt von 7,1 Prozent. Die Abwesenheit wegen Arbeitsunfähigkeit stieg auf 7,9 Prozent und lag damit ebenfalls über dem Landesdurchschnitt von 5,5 Prozent.
Valentín Bote, Direktor von Randstad Research, führte das fast historische Hoch auf strukturelle Faktoren und mehr Fälle von Arbeitsunfähigkeit zurück. Er verwies zudem auf ein komplexeres Arbeitsmarktumfeld, Probleme bei Vereinbarkeit und emotionalem Wohlbefinden. Besonders Abwesenheit ohne Arbeitsunfähigkeit schade Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit, im Dienstleistungssektor lag die Quote bei 9,3 Prozent.
Boot erreicht El Hierro, ein Migrant kam ins Krankenhaus
Ein Boot mit 82 Migranten hat am Samstag aus eigener Kraft den Hafen von La Restinga auf El Hierro erreicht. Die Rettungsdienste teilten mit, unter den Insassen habe sich ein Minderjähriger befunden, eine Person sei ins Krankenhaus gebracht worden. Nach Angaben der Notdienste waren die Menschen acht Tage unterwegs und in Kartong in Gambia gestartet.
Die Migranten stammten demnach aus Gambia, der Elfenbeinküste, Guinea, Senegal und Mali. Salvamento Marítimo habe nicht eingreifen müssen, das Boot sei gegen 16.30 Uhr ohne Hilfe eingelaufen.
Gericht bestätigt Haftstrafe für Diebstahl von Goldschmuck
Das Provinzgericht von Santa Cruz de Tenerife hat die Verurteilung einer Haushaltshilfe bestätigt. Die 50-Jährige musste ein Jahr Haft und 1.200 Euro plus Zinsen zahlen, weil sie Schmuck aus einer Wohnung in Las Delicias in Santa Cruz de Tenerife gestohlen und verkauft hatte. Der Schmuck habe insgesamt 41 Gramm Gold gewogen, die Verkäufe seien in zwei Teilen für 520 und 680 Euro erfolgt.
Die Tochter der Besitzer habe den Diebstahl nach dem Tod ihres Vaters angezeigt, die Angeklagte legte Berufung ein. Sie behauptete, der Verstorbene habe ihr den Schmuck übergeben, doch das Gericht sah die Verkäufe vom 28. Februar 2023 und Fotos aus der Juwelierwerkstatt als belegt an. Eine entlastende Zeugin habe ihre Darstellung im Prozess nicht bestätigt.
Rettungshubschrauber fliegt Patienten zwischen Inseln
Der Rettungshubschrauber des Servicio de Urgencias Canario hat auf Fuerteventura kurz nach seiner Vorstellung den ersten Einsatz geflogen. Der Koordinator erhielt um 10.15 Uhr einen Anruf aus einem medizinischen Zentrum in Jandía, ein 68-Jähriger musste dringend ins Hospital General de Fuerteventura verlegt werden. Weil eine Ambulanz im Süden bereits gebunden war, aktivierte der Dienst den Hubschrauber.
Am selben Tag folgte um 21.00 Uhr ein weiterer Flug, eine schwer erkrankte Patientin wurde von El Hierro ins Hospital Universitario Nuestra Señora de la Candelaria auf Teneriffa gebracht. Der Hubschrauber ist Teil eines neuen Vertrags und soll die Kanarischen Inseln abdecken, auch für Evakuierungen aus schwer zugänglichen Gebieten.








